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Belgien90-Jährige mit zwei Corona-Varianten gestorben

In Belgien ist eine 90-Jährige gestorben, die zeitgleich mit zwei unterschiedlichen Varianten des Coronavirus infiziert war. Wie Wissenschafter am Sonntag mitteilten, lebte die ungeimpfte Frau alleine zu Hause, wo sie von einem Pflegedienst betreut wurde.

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Pflege
© APA/Sebastian Kahnert
 

Nach mehreren Stürzen sei sie Anfang März in ein Krankenhaus in Aalst eingeliefert worden, wo sie noch am selben Tag positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

Anfangs sei die Sauerstoffsättigung ihres Bluts noch gut gewesen, dann habe sich der Zustand der Patientin aber rasch verschlechtert und sie sei binnen fünf Tagen gestorben, hieß es in einer Erklärung des Europäischen Kongresses für Klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten. Tests auf Coronavirus-Varianten hätten ergeben, dass sie sowohl mit der Alpha- als auch mit der Beta-Variante des Coronavirus infiziert war.

"Beide Varianten zirkulierten zu der Zeit in Belgien, daher ist es wahrscheinlich, dass die Dame mit verschiedenen Viren von zwei verschiedenen Personen ko-infiziert war", sagte die Molekularbiologin Anne Vankeerberghen des OLV-Krankenhauses in Aalst, die die Studie leitete.

Ob diese Ko-Infektion für die rasche Verschlechterung des Gesundheitszustandes der alten Dame verantwortlich war, sei schwer zu sagen, erklärte Vankeerberghen. Auch wenn es bisher keine in Fachzeitschriften veröffentlichten Fälle solcher Ko-Infektionen gebe, gehe sie davon aus, dass es sich "wahrscheinlich um ein unterschätztes Phänomen" handle, da nicht ausreichend auf Varianten getestet werde.

Im Jänner hatten Wissenschafter aus Brasilien berichtet, dass zwei Menschen gleichzeitig mit zwei verschiedenen Stämmen des Coronavirus infiziert worden waren, aber auch diese Studie wurde noch nicht in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht.

Die belgische Studie mache deutlich, "dass weitere Studien notwendig sind, um festzustellen, ob eine Infektion mit mehreren bedenklichen Varianten den klinischen Verlauf von Covid-19 beeinflusst und ob dies in irgendeiner Weise die Wirksamkeit von Impfungen beeinträchtigt", erklärte der Virologe Lawrence Young von der Universität von Warwick.


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Kommentare (5)
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hhaidacher
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Nach mehreren Stürzen sei sie Anfang März in ein Krankenhaus in Aalst eingeliefert worden, wo sie noch am selben Tag positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

1. Sie ist wegen Stürzen ins Krankenhaus geliefert worden!
2. Das war Anfang März
3. dort sei sie positiv auf das Coronavirus getestet worden ? (die Tests schlagen übrigens auf ALLE Coronaviren/Schupfenviren an - steht am Beipackzettel)
4. Zustand der Patientin aber rasch verschlechtert (warum? - Stürze, Alter oder Coronaviren?)
5. Ärzte sollten wissen, dass Viren häufig im Pack kommen. Es gibt auch noch ein Haufen andere, die da zeitgleich dabei sein können. Aber eine Differenzialdiagnose wird ja nicht mehr gemacht. Weil wenn jemand wegen "CORONA" und nicht wegen Stürzen im Krankenhaus ist, gibts gleich Unmengen an mehr Geld für das Haus.

Aber grundsätzlich:

Schon sehr seltsam, dass wir im Juli über diesen wirklich besonderen Fall informiert werden.

lilith73
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Alter

Weil 90 Jahre ein hohes Alter ist, das nicht jeder erlebt, gehe ich mal auch davon aus, dass die alte Dame einfach am Ende ihres Lebens angelangt ist.
Jedes andere Virus hätte sie vielleicht auch nicht überlebt, oder sie wäre an Schwäche gestorben.

Ba.Ge.
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Ich glaube

das verwunderliche/interessante ist auch nicht, dass sie verstorben ist (r.i.p.), sondern eben die Tatsache, dass bei ihr gleich zwei Typen der Varianten nachgewiesen wurden.
Oder versteh ich das falsch?

dieRealität2020
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Was sollte man und was könnte man hier kommentieren??

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Keine Frage. Bedauernswert der Tod dieses Menschen. 90 Jahre und eine Vielzahl von gesundheitlicher Gebrechen die tatsächlich keinen direkten Zusammenhang darstellen. Diese sogenannten Ausnahmen bedingter Nachhaltigkeit liegen ich vermute vorwiegend in der Person dessen Immunsystem nicht in der Lage war positiv darauf zu reagieren.
.
Bei allen Impfungen gab es in den letzten Jahrzehnten trotz ausgefeilter Wissenschaft nicht erklärbare Kollateralschäden. Es ist aus meiner Sicht undiskutabel über den Wert und Zweck von Impfungen zu diskutieren. Das zeigen seit Jahrzehnten die Impfregister und Registrierungen wie Meldungen als Beispiel u.a. bei der Impfung gegen Kinderlähmung.

100Hallo
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freie Meinung

Wäre sie nicht gestürzt würde sie heute noch leben.