31.180 ImpfungenFreitag neuer "Rekordtag" in Österreich

Damit sind nun mit dem heutigen Samstag 5,99 Prozent der österreichischen Bevölkerung zumindest teilgeimpft.

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© APA/AFP
 

Im Kampf gegen das Coronavirus haben hierzulande am Freitag mit 31.180 Personen so viele Impfwillige wie am keinem Tag bisher eine Schutzimpfung gegen SARS-CoV-2 erhalten. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums hervor. Von den neu hinzugekommenen Geimpften durften sich 2420 über den Erhalt der für eine Vollimmunisierung benötigten Dosen freuen. Damit waren am Samstag 5,99 Prozent der österreichischen Bevölkerung zumindest teilgeimpft.

Rechnet man den nicht impfbaren Bevölkerungsanteil - die unter 16-Jährigen - heraus, wären das 6,88 Prozent. Insgesamt hatten in Österreich mit Stand Samstag, Mitternacht mit 533.617 deutlich über eine halbe Million eine erste Dosis erhalten. Knapp eine Viertelmillion Österreicherinnen und Österreicher - exakt 242.608 - waren zu diesem Zeitpunkt vollimmunisiert.

Was die Durchimpfungsraten bei den Hochbetagten betrifft, lag diese bei den Frauen über 85 Jahren bei 42,80 Prozent, bei den Männern bei 43,78 Prozent. Davon waren bei den Frauen etwas mehr als 18 Prozent vollimmunisiert, bei den Männern 13 Prozent. In der Gruppe der 75- bis 84- Jährigen hatten 15,86 der Frauen und 15,07 Prozent der Männer zumindest eine erste Impfdosis bekommen. Vollimmunisiert waren etwas mehr als sechs Prozent der Frauen und knapp fünf Prozent der Männer.

Liefermengen im März verdreifach

Noch deutlich unter dieser Rate lag der Anteil der Geimpften bei den 65- bis 74-Jährigen. Der machte bei den Frauen 3,17 Prozent und bei den Männern 3,59 Prozent der Bevölkerung aus.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) will das Impftempo in den nächsten Wochen mit der Verfügbarkeit von deutlich mehr Impfstoff beschleunigen, bekräftigte er am Samstag. "Im März werden die Liefermengen im Vergleich zu Jänner und Februar verdreifacht, ab April dann nochmals verdoppelt", kündigte er in einer Aussendung an.

Darüber hinaus sollen 150.000 bis 200.000 Menschen, die zur Risikogruppe zählen, ab 1. April im Auftrag des Bundes ein "Motivationsschreiben" zur Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus erhalten. Empfänger sind jeweils Personen, die noch keinen Eintrag im E-Impfpass haben. Zwar werde das Schreiben keinen Termin an sich vermitteln, aber bei einem solchen als Nachweis zur Risikogruppen-Zugehörigkeit dienen. Das sagte Peter Lehner, Vorsitzender des Dachverbands der Sozialversicherungen, gegenüber der Tageszeitung "Die Presse" (Samstagsausgabe).

Die Risikokandidaten wurden demnach auf Basis ihrer Medikamentenverschreibung vonseiten der niedergelassenen ausgemacht. Grundsätzlich hätten sich die Sozialversicherungen eine aktivere Rolle bei der Organisation der Impfungen gewünscht, hieß es. Mehr Einbindung wünschen sich auch die niedergelassenen Ärzte, wie in dem Artikel der Impfrereferent der Ärztekammer Rudolf Schmitzberger zitiert wird. Mit April soll der Impfstoff in die Ordinationen kommen: Die Ärzte, so der Funktionär, drängten dabei vor allem bei ihren eigenen Patienten auf selbstständige Termine und Impfungen, wenn diese gemäß der Priorisierung an der Reihe sind.

In Praxen nur AstraZeneca

Der Impfstoffmangel in der EU und damit auch in Österreich bleibt aktuell das Problem im Kampf gegen die Corona-Pandemie, jedoch können seit der gestrigen Entscheidung des Nationalen Impfgremiums in Sachen AstraZeneca alle drei in Österreich zugelassenen Impfstoffe für Menschen über 65 Jahren und eben für die Risikogruppen verwendet werden. Zusätzlich könne der Biontech/Pfizer-Impfstoff nun auch auf Hausbesuchen verimpft werden, sagte Robin Rumler, Chef von Pfizer Österreich, in der ORF2-Sendung "3 AM Runden Tisch" gestern, Freitag.

Dazu hieß es am Samstag aus dem Gesundheitsministerium, dass die Fachinformation bei der EMA von Comirnaty (Biontech/Pfizer) am 25. Februar zuletzt aktualisiert wurde. Dort wurden im Anhang 1 einige Details zur Transportierbarkeit klargestellt. Dass der Impfstoff bis zu einem gewissen Grad transportierbar und damit für Hausbesuche geeignet ist, war zwar schon vorher diskutiert worden, wurde aber mit diesem Update offiziell durch die Zulassung gedeckt, hieß es gegenüber der APA.

Die Stadt Wien plant laut "Die Presse", dass niedergelassene Ärzte Termine, die zentral über das Impfservice vergeben werden, übernehmen und auch selbst Termine vergeben sollen. Nicht geplant ist hingegen, dass niedergelassene Ärzte den Biontech-Impfstoff verimpfen dürfen. Das sei zu kompliziert, sagte ein Sprecher des Wiener Gesundheitsstadtrats, in Arztpraxen werde nur AstraZeneca verimpft.


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wkarne2
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Rekordtag

Das schön zu Reden, wo wir heute stehen, ist eine Frechheit.
Wollt ihr uns verarschen?
Die meisten Länder haben schon Millionen Bürger geimpft!
Wir haben erst ca. 500Tsd geimpft.

jackass85
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5,99%

Teilgeimpft als Erfolg darzustellen..... ohne Worte

duerni
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Danke für die fürsorgliche Abwicklung meiner Impfung in der Messehalle 3....

Es muss gesagt werden:
Die Organisation und die damit beauftragten Damen und Herren sind gut geschult und ausnehmend höflich. Schon am Eingang steht ein Mitarbeiter vom Bundesheer, der erklärt, wie, was, wo geschieht.
Die Sitzgelegenheiten und die Impfboxen sind sehr weitläufig, übersichtlich und die Führung der "alten Impflinge" geschieht mit Freundlichkeit und Ruhe.
Nach überstandenem Stich, setzt man sich wieder in der riesigen Halle hin, trinkt Mineralwasser und isst, wenn man Lust dazu hat, einen Müsliriegel - liegt alles bereit.
Herzlichen Dank an Alle, die für diesen Ablauf zuständig sind.
PS.: Eine kleine Anmerkung: Man wird telefonisch vom Impftermin und der Uhrzeit verständigt. Es wäre hilfreich, wenn eine zusätzliche SMS geschickt würde, um "Hörfehler" zu vermeiden.
Schönen Sonntag bleibt gesund bis ihr auch geimpft werdet!

leidergeil
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cool

in den USA wurden heute 2 900 000 Menschen geimpft.

umo10
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Ist ja richtig dass Hausärzte impfen

Aber in einer Pandemie sollte es auch impfzentren geben. Vorallem bei so vielen AstraZeneca Gegnern. Ich befürchte, dass das impfgremium und die Politik wie trutzige Kinder jetzt erst recht AstraZeneca bestellen werden. Dabei müssten sie moralisch selbst auf mRNA verzichten.

donmarkus
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Traurig für Österreich

nur rund 31.000 Impfungen pro Tag.
An Spitzentagen wurden in Israel 200.000 geimpft!
Wie das geht?
Ganz einfach:
1. Eine Regierung die begriffen hat das man sich nur auf sich selbst verlassen kann und nicht auf die EU Beschaffungsabteilung.
2. Eine Regierung die Rechnen kann und versteht das ein Tag Lockdown mehr kostet als die gesamte Bevölkerung 10 mal durch zu impfen.
3. Eine Regierung die handelt und nicht erst Wochen bzw. Monatelang überlegen muss wie es weiter gehen soll.
4. Eine Regierung die gemeinsam mit den Ärzten einen Angriffsplan erstellt hat.
5. Eine Regierung die sich nicht von 9 Landesfürsten verscheißern lassen muss.

franki20
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Mir wäre ein schnelleres Impftempo auch lieber.

Andererseits gefällt mir der Egoismus der bei allen durchschlägt überhaupt nicht, jeder für sich egal was mit den anderen ist. Ich bin davon überzeugt dass die gemeinsame Beschaffung in der EU der einzig richtige Weg war. Es hilft doch keinem Land in Europa wirklich weiter wenn man zwar selbst 1-2 Monate früher mit dem impfen durch ist, aber die Nachbarstaaten sich weiterhin im Lockdown befinden.

donmarkus
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???Es hilft doch niemanden??? gehts noch??

was ist mit den Menschen die in der Zwischenzeit wegsterben oder eine schwere Folgeerkrankung entwickeln? In meinem Umfeld gibt es leider einige Menschen die aufgrund Covid in den letzten Wochen mit unter 70 Jahren und ohne nennenswerte Vorerkrankungen verstorben sind. Denen hätte es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit geholfen!!

lapinkultaIII
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Man kann nicht mehr impfen, als Impfstoff vorhanden ist.

Und wenn man sich die unglaubliche Mühe macht, den ganzen Artikel zu lesen, dann erfährt man: Im März sollen die gelieferten Mengen verdreifacht und im April nochmals verdoppelt werden.

Also sollte das Impfthema recht bald vom Tisch sein.

donmarkus
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Dieser und jede Menge andere

Artikel wurden von Anfang bis Ende gelesen. Daher komme ich ja zu dem Schluss das unsere Regierung besser im Alleingang gehandelt hätte als auf eine in jeder Hinsicht langsame EU zu vertrauen. Wenn sie die Nachrichten der letzten Monate verfolgt haben werden sie ja festgestellt haben das in England und Israel schon seit Dezember geimpft wird. Ob wir € 50 oder € 25 oder nur € 15 für eine Dosis bezahlen ist in dieser Zeit wohl eher Nebensache. Abgesehen davon das die EU derzeit versucht mit den USA ein Arrangement zu treffen um die Grundstoffe für die Impfstoffherstellung in Europa zu erhalten um weitere Engpässe zu vermeiden, zeigt wieder das in den Köpfen der Politiker keine Weit- sondern nur Kurzsichtigkeit vorhanden ist.

leidergeil
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irrglaube

Österreichs Regierung ist maßgeblich dank Clemens Martin Auer verantwortlich an dem Impfstoff Desaster, er hat für Astra Zeneca lobbyiert und schlussendlich die Entscheidung für Astra Zeneca zu verantworten

freeman666
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Das Foto zeigt zumindest keine Covid Impfung

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