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Eigener Impfstoff im TestSalvini: "Italien soll nicht mehr auf EU warten"

Lega-Chef plant Treffen mit Ministern von San Marino - zudem haben Tests für einen italienischen Impfstoff begonnen.

Der Chef der rechten Regierungspartei Lega, Matteo Salvini
Der Chef der rechten Regierungspartei Lega, Matteo Salvini © (c) AP (Cecilia Fabiano)
 

Der Chef der rechten Regierungspartei Lega, Matteo Salvini, macht Druck, dass Italien sich unabhängig von der EU Impfdosen gegen das Coronavirus beschaffen soll. "Die Gesundheit der Italiener hat Vorrang. Wenn uns Israelis, Amerikaner, oder Russen helfen können, lassen wir uns helfen. Wir sollten wie andere Länder handeln und nicht auf die EU warten. Wir müssen uns in Sachen Impfstoffen eigenständig organisieren", so Salvini am Dienstag gegenüber dem Radiosender RTL 102.5.

Salvini kündigte für Mittwoch ein Treffen mit vier Ministern des Kleinstaates San Marino an, wo der russische Corona-Impfstoff "Sputnik V" zugelassen wurde. Der Zwergstaat, der kein Mitglied der Europäischen Union ist. liegt in Italien, rund 30 Kilometer westlich der Adria-Küstenstadt Rimini. In San Marino leben rund 33.000 Menschen.

In Italien steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Tagen wieder deutlich an. Das Land drückt daher auf das Gaspedal, um sich bei der Produktion von Impfstoffen unabhängiger zu machen. "Covid-eVax" heißt das Vakzin, das von den italienischen Pharmakonzernen Takis und Rottapharm entwickelt wurde. Der erste gesunde Freiwillige einer Gruppe von 80 Personen, ein 21-jähriger Koch, wurde gestern im Krankenhaus San Gerardo di Monza damit geimpft.

An der Testphase beteiligt sich auch das auf Infektionskrankheiten spezialisierte Krankenhaus Lazzaro Spallanzani in Rom. 1200 Personen erklärten sich bereit, als Freiwillige das Serum zu testen.


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