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''Grüner Impfpass''EU-Kommission legt am 17. März Entwurf für digitalen Impfpass vor

Vor allem Urlaubsländer wie Österreich, Griechenland, Zypern und Spanien machen Druck, dass es rasch gehen soll. Laut Zeitplan sollen die technischen Vorbereitungen drei Monate dauern, also etwa bis Ende Mai. Kurz erfreut, dass EU-Kommission Dringlichkeit erkannt hat

© AP/Alessandra Tarantino
 

Die EU-Kommission will am 17. März ihren Vorschlag für einen digitalen "Grünen Pass" vorlegen, der Informationen über die Corona-Impfung, -Tests und Genesung von Erkrankten enthalten soll. Dieses Datum teilte der Vizepräsident der EU-Kommission, Margaritis Schinas, am Montag auf Twitter mit. "Wir werden am 17. März eine Initiative präsentieren, die sich auf Reisen und Mobilität konzentriert", erklärte Schinas.

Bei dem "Grünen Pass" müssten Datenschutz, Sicherheit und die Privatsphäre geachtet werden, schrieb der Kommissionsvizepräsident weiter. Es gehe um sichere Öffnungsschritte, ohne das bisher Erreichte zu gefährden.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte zuvor bereits erklärt, die EU-Kommission wolle noch in diesem Monat einen Gesetzentwurf für einen "digitalen grünen Pass" für Corona-Geimpfte vorlegen. Damit werde klar, wie der europäische Impfnachweis konkret aussehen solle, sagte von der Leyen am Montag in einer Rede vor konservativen deutschen Abgeordneten im Europaparlament.

Kurz erfreut

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) begrüßte am Montag die Ankündigung von der Leyens. "Es freut mich, dass die EU-Kommission bei der Umsetzung des digitalen grünen Passes die Dringlichkeit erkannt hat. Es wäre fatal hier Monate verstreichen zu lassen", erklärte Kurz in einer Stellungnahme. Der digitale grüne Pass für Geimpfte, Getestete und Genesene sei die Chance europaweit die Reisefreiheit zurückzuerlangen und damit ein Stück Normalität, trotz gleichzeitiger Sicherheit, wiederholte der Bundeskanzler seine Haltung.

Die EU-Staaten hatten sich vergangene Woche beim EU-Gipfel im Grundsatz auf einen gemeinsamen Ansatz bei der Einführung eines europaweit gültigen Impfausweises geeinigt und die Europäische Kommission mit der technischen Ausarbeitung beauftragt. Laut Zeitplan sollen die technischen Vorbereitungen drei Monate dauern, also etwa bis Ende Mai. Technisch wäre man damit vor der Sommersaison startklar. Eine Reihe von Fragen ist aber noch offen.

Ziel ist, dass Corona-Geimpfte und Genesene mit Attest fälschungssicher ihre Immunisierung sowie Nicht-Geimpfte negative Testergebnisse nachweisen können. Das könnte über ein einheitlich lesbares Dokument mit QR-Code geschehen, das man auf Papier oder auf dem Smartphone bei sich tragen könnte, ähnlich wie ein Bahnticket. Dazu müssen die nationalen Systeme der 27 EU-Staaten vergleichbar ausgestaltet beziehungsweise verknüpft werden.

Uneinig sind sich die EU-Länder noch in der Frage, was das Impfzertifikat dann den Inhabern ermöglichen soll. Urlaubsländer wie Österreich wollen eine klare Verknüpfung mit Vorteilen für Corona-Geimpfte: einfacheres Reisen, aber auch Zugang zu Restaurants oder Theatern. Deutschland und andere Länder bremsen. Einerseits weil noch unklar ist, ob man trotz Impfung das Coronavirus weitergeben kann. Andererseits, weil in der EU bisher nur eine kleine Minderheit geimpft ist. Außerdem wird argumentiert, dass dadurch eine Impfpflicht durch die Hintertür eingeführt würde.

 

 

Uneinig sind sich die EU-Länder noch in der Frage, was das Impfzertifikat dann ermöglichen soll. Länder wie Österreich wollen eine klare Verknüpfung mit Vorteilen für Corona-Geimpfte: einfacheres Reisen, aber auch Zugang zu Restaurants oder Theatern. Deutschland und andere Länder bremsen. Einerseits weil noch unklar ist, ob man trotz Impfung das Coronavirus weitergeben kann.

Andererseits, weil in der EU bisher nur eine kleine Minderheit geimpft ist. Außerdem wird argumentiert, dass dadurch eine Impfpflicht durch die Hintertür eingeführt wird.


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Kommentare (5)
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Hako2020
0
1
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Und

zum impfen wollt ihr Gurkenwasser verwenden?

duesentrieb1
10
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Derzeit nutzlos

Ein Impfpass, ob digital, grün, blau, orange oder lila, macht erst dann Sinn, wenn es genügend Impfstoff gibt, um viele, viele Menschen damit zu versorgen. Davon sind wir sehr weit entfernt.

Hazel15
5
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Digitalel grüner Pass

Und weiter, das bedeutet nur das hier alle impfungen (nicht nur gegen Corona) eingetragen werden, und sonst nichts. Es gilt natürlich weiterhin auch der Impfpass in papierform. Er bedeutet nicht automatisch, das man damit Vorteile hat. Er ist ein reiner Impfnachweis in digitaler Form, nicht mehr und weniger!!

freeman666
6
15
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Unglaublich die EU versucht mal in einer sinnvollen Sache Gas zu geben.

Dauert dann sicher auch noch ein paar Monate, aber bis dahin sind sehr viele Menschen geimpft oder haben eine Covid Erkrankung hinter sich.
Es ist unvermeidlich der Wirtschaft wieder eine Zukunftsperspektive zu geben und damit auch die Arbeitslosigkeit zu senken.
Die Alternative damit zu warten, bis jeder geimpft ist (bis auf den blauen Aluhutträger) wäre der wirtschaftliche und arbeitsplatztechnische Supergau.
In ein paar Monaten werden wir alle im Impfstoff baden können, soviel ist zumindest bestellt.
Somit ist es sinnvoll, bereits JETZT über diese Option intensiv nachzudenken.

tubaman58
0
9
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EU

Die gemeinsame Impfstoffbeschaffung war auch eine gute Idee - leider schwach ausgeführt.