Streit mit ItalienernLkw-Testpflicht auch bei Kufstein

Obmann des Transitforums Austria-Tirol, Fritz Gurgiser, fordert auch Lkw-Testpflicht bei Kufstein nach Tirol. In einem Brief wendet er sich an Kanzler Kurz.

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++ THEMENBILD ++ VERKEHR / TRANSIT / MAUT / DIGITALE STRECKEN MAUT / TRANSPORT © (c) APA/HANS KLAUS TECHT
 

Der Obmann des Transitforums Austria-Tirol, Fritz Gurgiser, fordert nach den Tiroler Kontrollen der Antigen-Tests der Lkw-Fahrer am Brenner auch solche an der Grenze Kufstein/Kiefersfelden bei der Einreise nach Tirol. Dies erklärte Gurgiser in einem der APA vorliegenden Schreiben an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Indes polemisierte der italienische Frächterverband Conftrasporto gegen Gurgiser.

"Wer die Ausbreitung dieser Pandemie erfolgreich bekämpfen will, muss auch im Bereich der Berufskraftfahrer dafür sorgen, dass sie selbst geschützt werden und niemanden infizieren können", untermauerte der Transitforum-Obmann seine Forderung nach Vorlage eines Antigentests an der Grenze bei Kufstein. Denn niemand wisse, unter welchen Bedingungen die Lkw-Fahrer laden oder entladen, sie ihre Lenk- und Ruhezeiten verbringen und sie Tankstellen an und neben den Autobahnen in Nord und Süd anfahren.

Conftrasporto kritisierte unterdessen, dass Gurgiser den wirtschaftlichen Schaden für italienische Transportunternehmen infolge der Anti-Covid-Tests an der Grenze herunterspiele. "Ich stimme Herrn Gurgiser zu, dass die Bekämpfung der Pandemie das vorrangige Ziel aller Staaten sein muss und dass Italien auch die gleichen Maßnahmen ergreifen sollte, die von Österreich und Deutschland angewendet werden, aber ich lehne den Vorwurf des Egoismus zurück, den dieser Herr erhebt", schrieb Conftrasporto-Chef Paolo Uggé in einer am Mittwoch veröffentlichten Presseaussendung.

Hürden, Tests, Schikanen?

Uggé bestritt, dass die Kosten der Tests für Lkw-Fahrer italienische Speditionsfirmen nicht belasten würden. "Ein Abstrich ist nur 48 Stunden lang gültig und muss jedes Mal wiederholt werden, wenn man nach Österreich reisen will", kritisierte Uggé. Er forderte die Regierung um den italienischen Premier Mario Draghi auf, die Testpflicht auch für österreichische und deutsche Lkw-Fahrer einzuführen, die nach Italien reisen wollen.

Conftrasporto hatte am Dienstag kritisiert, dass italienische Lkw-Fahrer, die den Brenner überqueren müssen, ab Dienstag 40 Euro für den Anti-Covid-Test in Sterzing in Südtirol ausgeben müssen. "Die Pflicht für Lkw-Fahrer, sich Tests zu unterziehen, ist eine weitere Hürde für den freien Warenverkehr und ein schwerer Schaden für Italiens bereits belastetes Wirtschaftssystem", so Uggé.

Auf diese Aussendung nahm wiederum Gurgiser Bezug und erklärte in seinem Schreiben an Kurz, dass "eine Maßnahme zum Schutz der Gesundheit der ohnedies schlecht bezahlten und in mehr als tristen Beschäftigungsverhältnissen befindlichen Berufskraftfahrer rein gar nichts mit dem Wunsch nach freiem Warenverkehr zu tun hat, der noch nie tatsächlich eingeschränkt wurde". Dass durch die 40 Euro auch noch ein "schwerer Schaden für Italiens Wirtschaftssystem" entstehen solle, sei "ein Unfug der Sonderklasse", ließ der Transitforum-Chef den Kanzler wissen.


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FranzMeinhard
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LKW FAHRER TEST!

Nach 40 jähriger Erfahrung als Fernfahrer, muß ich diesmal Herrn Gurgiser uneingeschränkt zustimmen. JA zu Test's an allen Grenzen, es ist unbedingt, auf auf Grund der vielen Ansteckungsmöglichkeiten, notwendig, alles andere wäre fahrlässig und beeinflusst den freien Warenverkehr in keinster Weise.