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Rund 2000 TeilnehmerCorona-Demos in Wien mit Anzeigen, Festnahmen und Verletzten

Bis zu 2000 Teilnehmer, darunter auch Neonazis, waren bei der Kundgebung vor der Karlskirche und bei dem anschließenden Demo-Zug quer durch die Stadt mit dabei.

 

Trotz Verboten haben sich am Samstag in Wien erneut Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung zusammengefunden. Die Polizei zählte bis zu 2000 Teilnehmer, die sich mittags vor der Karlskirche trafen und dann zum "Spaziergang" auf der Ringstraße starteten. Dort gab es eine Polizeiblockade. Die Demonstranten - unter ihnen auch Neonazis - wanderten daraufhin stundenlang durch und um die Innenstadt. Erst am Abend war alles zu Ende.

Es gab vier Festnahmen wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt. Mehr als Tausend Anzeigen wegen Nichteinhaltung der Covid-19-Maßnahmen, also des Zwei-Meter-Abstands bzw. der Maskenpflicht, wurden ausgestellt. Zwei Polizistinnen wurden verletzt, sie wurden mit Faustschlägen attackiert, hieß es in der Abschlussbilanz der Exekutive. "Die Wiener Polizei konnte ihr Ziel, das konsequente Einschreiten bei Verstößen gegen die Covid19-Bestimmungen, erfolgreich umsetzen", wurde erklärt.

Dass auch Neonazi Gottfried Küssel und weitere Rechtsextremisten an der Kundgebung teilnahmen und teils an der Seite der Polizei marschiert seien, wie Beobachter etwa via Twitter monierten, bestätigten die Sicherheitskräfte nicht. Der Verfassungsschutz sei im Einsatz gewesen, hieß es. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit ließen darauf schließen, dass wohl auch diesmal Personen mit radikalerer Gesinnung dabei sein könnten. Eine Gegendemonstration linker Aktivisten gab es nicht.

Im Großen und Ganzen habe es sich um eine sehr friedliche Kundgebung auch mit Älteren und Kindern gehandelt. Deshalb habe man im Sinne der Verhältnismäßigkeit agiert und die Spontandemo begleitet, erklärte ein Polizeisprecher. Man habe eine Eskalation verhindern und einen geordneten Ablauf gewährleisten wollen.

Der offiziell angemeldete Teil der Proteste hatte sich zuvor auf den Karlsplatz fokussiert. In friedlicher Volksfeststimmung war gegen die Testpflicht an Schulen und die Maskenpflicht gewettert worden, gleichzeitig rief man aber zu deren Einhaltung auf. Dies wohl auch deshalb, weil die in Großaufgebot angetretene Exekutive die Einhaltung kontrollierte und Verweigerer anzeigte.

Auffällig stark präsent war Tirol. "Der Tiroler Adler fliegt, wohin er will", hieß es, gemünzt auf die Testpflicht bei Verlassen des Bundeslands. Gerufen wurde: "Kurz muss weg", der Protest richtete sich aber auch gegen die gesamte Bundesregierung. Die Polizei kontrollierte einen Bus aus Tirol. Dabei stellte sich heraus, dass von 57 Personen nur eine keinen negativen Test vorlegen konnte und alle ihr Bundesland regelkonform, also mit Test nicht älter als 48 Stunden, verlassen hatten.

Begonnen hatte alles am Maria-Theresien-Platz, wo zu Mittag eine angemeldete Standkundgebung stattgefunden hatte. Deren mehrere Hundert Teilnehmer setzten sich gegen 13.20 Uhr Richtung Karlsplatz in Bewegung, wo sie sich zu einer Schwesterveranstaltung dazugesellten. Es wurden zahlreiche Österreich-Fahnen mitgeführt; auch eine schwedische war zu sehen, wohl wegen des dort recht lockeren Umgangs mit der Pandemie.


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Kommentare (89)
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unterhundert
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Krebs und Eigenverschuldung...

da gibts nur ein Wort Depp!

carlottina22
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So sehr mich

diese Menschen auch ärgern, was Sie vorschlagen ist unrealistisch, das ist wohl jedem klar.

FranzMeinhard
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Corona Demo!

Bringt nur Unruhe u. Kosten. Effizienter wäre Mithilfe, um Virus zu verhindern, in dem Übertragung eingeschränkt wird. Keine unnotwendigen Reisen, Massentest u. Isolation .

DavidgegenGoliath
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@Franz

Sie haben eine kindliche Vorstellung von Viren, lernen sie damit zu leben, dass wir ununterbrochen von Viren umgeben sind!

Mein Graz
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@DavidgegenGoliath

Virus ist nicht gleich Virus. Es gibt "harmlose", wie etwa die verschiedenen Viren, die Lippen-Herpes oder eine banale Erkältung auslösen.
Im Gegensatz dazu gibts auch weniger harmlose, wie Tollwut, Ebola oder auch Masern auslösende.

Mit den harmloseren kann jeder Mensch gut umgehen.
Gegen die weniger harmlosen, bis hin zu tödlichen, versuchen sich vernünftige Menschen zu schützen.

DavidgegenGoliath
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@Mein Graz

So wie sich jeden Winter vor der Grippe schützen!

einmischer
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FranzMeinhard

Gute Idee - leider nicht umsetzbar. Diesem in der Regel bildungsfernen Mob, vulgo Kickl-Jünger ist mit gutem Zureden nicht beizukommen.

Schwoazasteira92
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Bildungsfern

Meinens damit die ÖVPler Aschbacher oder den Studienabbrecher Kurz?

nasowasaberauch
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Wenn es denn nur die bildungsfernen wären.

Es gibt leider genug gebildete ignoranten.

Wo ich mich immer wieder frage, wie das Misstrauen in institutionelle Forschung trotz institutioneller Ausbildung zusammen gehen.

DavidgegenGoliath
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@ein

Das ist kein bildungsferner Mob, sondern Menschen mit einen gesunden Hausverstand, der ihnen anscheinend fehlt!

onlinevision
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Gesunder Hausverstand...

endet, wie der Name schon sagt, an der eigenen Hausmauer bzw. beschränkt sich auf das eigene Haus und ist für das Verstehen einer Pandemie jenseits des Gartentürls daher völlig ungeeignet.

hermannsteinacher
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Hausverstand

ist nichts anders als der normale Verstand.

HansWurst
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...einen gesunden...

Ihnen fehlt noch viel mehr als ein gesunder Hausverstand!

RonaldMessics
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@HansWurst

Genau sie treffen den Nagel auf den Kopf indem sie den Hausverstand bemühen. Hätten sie bloß nur ein bisschen davon, dann würden sie erkennen, dass der Hausverstand Wissen nicht wirklich abdeckt oder abdecken wird.

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