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Nur eine InjektionZu wenig Impfstoff: Belgien will Impfstrategie ändern

Wissenschaftler sollen aber zuerst untersuchen, ob eine derart abgeänderte Impfstrategie noch sinnvoll ist.

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Großer (Medien)Andrang bei den ersten Impfungen in Belgien © AFP
 

Auch in Belgien wird seit Montag gegen das Coronavirus geimpft. Die 101 Jahre alte Pflegeheimbewohnerin Lucie Danjouin sei die erste Person gewesen, die in der Region Brüssel das Mittel der Hersteller Biontech und Pfizer bekommen habe, meldete die Nachrichtenagentur Belga. Anschließend seien vier weitere Bewohner des Heims an der Reihe gewesen.

Die EU-Kommission hatte für alle Mitgliedsstaaten einen gemeinsamen Impfstart am 27., 28. und 29. Dezember angekündigt. Auch der Impfstoff wurde gemeinsam für alle 27 Staaten geordert. Auch in Belgien läuft eine Debatte zum Umgang mit der Tatsache, dass am Anfang nur wenig Vakzin zur Verfügung steht.

Einige Wissenschaftler in Belgien hatten vorgeschlagen, zunächst möglichst vielen Menschen nur eine Impfdosis zu spritzen statt wenigen zwei. Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke sagte am Montag im Sender VRT an, er werde eine mögliche Anpassung der Impfstrategie prüfen. Derzeit sei sich die Wissenschaftler aber nicht einig.

Impfstoffmangel auch in Spanien

Bei der Lieferung des Corona-Impfstoffs von Pfizer und Biontech wird es nach Angaben der spanischen Regierung in acht europäischen Ländern Verzögerungen geben. Der spanische Pfizer-Ableger sei in der Nacht darüber informiert worden, dass es in der Fabrik im belgischen Puurs kurzzeitig logistische Probleme gegeben habe, teilte das spanische Gesundheitsministerium am Montag mit. Die nächste Lieferung werde deshalb erst am Dienstag eintreffen.

Am Sonntag hatten die Impfkampagnen gegen das Coronavirus offiziell EU-weit gestartet. Spanien sollte normalerweise am Montag weitere 350.000 Dosen erhalten. Doch habe es in der Fabrik Probleme gegeben, die mit der "Temperaturkontrolle der Lieferungen" zusammenhingen, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa dem Sender "Cadena Ser". Diese seien aber "offenbar wieder behoben". Welche anderen Länder von den Lieferverzögerungen betroffen sind, blieb zunächst offen.

Der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer muss normalerweise bei minus 70 Grad tiefgekühlt werden und wird deshalb in speziellen Kühlboxen geliefert. Aufgetaut kann er dann bis zu fünf Tage bei Kühlschranktemperatur zwischen zwei und acht Grad aufbewahrt werden.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

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Kommentare (3)
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umo10
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Jetzt müsste die EU zeigen was Sache ist

Jeder Mitgliedsstaat soll seinen aliquoten Teil an Fläschchen bekommen. Bei solchen Ereignissen wäre Zentralismus gut

lombok
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Das mit dem aliquoten Teil ist wojl eh fair geregelt.

Ich werde nur wütend, wenn Impfstrategien schon geändert werden, bevor es rivhzig losgeht. Und wenn es schon jetzt "technische Probleme" bei der Auslieferung gibt. So kann einfach nicht gearbeitet werden ... Dss ist in meinen Augen inakzeptabel!

Bitte jedoch nicht falsch verstehen: Sobald ich darf, bin ich der erste, der sich impfen lässt. Das hat also nichts mit meiner obigen Kritik zu tun.

Adiga
0
2
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Impfstoff für alle...

Das das ganz ohne Schwierigkeiten und vertuschten Skandalen abgeht, kann ich mir gar nicht vorstellen. Weil wir nicht in Phantasien oder einer Traumwelt leben sondern halt hier. Wo die Kacke jeden Tag am Dampfen ist. Dinge nicht zu wissen, ist manchmal ein segen. Bezogen auf den Ärger den man sich antut, wenn mans wissen würd.
Wäre verwunderlich - wenn die Impfstoffverteilung ohne die üblichen Schweinereien abgehen würde.