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Die neuen MaßnahmenVerschärfungen bei Veranstaltungen und privaten Zusammenkünften

Die Regierung hat mit den Landeshauptleuten beraten und neue Einschränkungen verkündet. Ab Freitag dürfen maximal sechs Personen im Inneren zusammenkommen.

 

Die Regierung - das gewohnte "Corona-Quartett" Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober (beide Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) - hat neue Einschränkungen verkündet, um der Zunahme der Covid-Infektionen Herr zu werden. Kurz sprach bei einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt nach einer Videokonferenz mit den Landeshauptleuten von einem "rot-weiß-roten Kraftakt", der nun notwendig sei. "Die Schritte sind unpopulär, aber notwendig", so Kurz.

Lockdown nicht explizit ausgeschlossen

Kurz geht weiterhin davon aus, dass eine Impfung gegen das Coronavirus im ersten Halbjahr 2021 verfügbar ist. Bis nächsten Sommer sollte man aus heutiger Sicht zur Normalität zurückkehren können, so der Regierungschef am Montagabend in der "ZiB1".

Einen Lockdown oder lockdown-ähnliche Situationen schloss Kurz nicht explizit aus. Es gebe viele Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen. Dort seien Schulen und Restaurants wieder geschlossen und es herrschten Ausgehverbote: "Das wollen wir in Österreich, wenn es irgendwie möglich ist, verhindern."

Die Maßnahmen im Detail

Folgende Einschränkungen treten mit Freitag, null Uhr in Kraft und gelten mindesten für vier Wochen.

Verschärfungen bei Veranstaltungen und privaten Zusammenkünften

  • Ohne zugewiesene Sitzplätze: Obergrenze drinnen 6 Personen, draußen 12 Personen; betroffen ist "jede Form von Gruppenbildung", also etwa auch Fitnesskurse, Wandergruppen usw.
  • Bei allen Veranstaltungen mit mehr Personen nur mit zugewiesenen Sitzplätzen und Anzeigepflicht bei der Gesundheitsbehörde
  • Bewilligungspflicht bleibt bei 250 Personen
  • Maskenpflicht bei allen Veranstaltungen drinnen und draußen
  • Keine Speisen und Getränke bei Veranstaltungen (außer bei ganztägigen Aus- und Weiterbildungen)
  • Maximalzahl bei behördlich genehmigten Veranstaltungen wird reduziert auf 1000 drinnen, 1500 draußen

"Das gilt überall. Das betrifft das Restaurant genauso wie den Yoga-Kurs", sagte Kurz. Ausgenommen sind nur Veranstaltungen in beruflicher Ausübung und Begräbnisse. Der private Wohnbereich ist aber vom Wirkungsbereich des Covid-Maßnahmengesetzes ausgenommen. "Es gibt aber die dringende Empfehlung, sich dort daran zu halten."

Zudem appelliert die Regierung, vor allem zu "Halloween" und Allerheiligen, dass es keine Feiern gibt bzw. Friedhofsbesuche nur mit dem eigenen Haushalt und ohne große Familienfeste stattfinden sollen.

Verschärfungen in der Gastronomie

  • Maximal 6 Personen am Tisch (plus minderjährige Kinder)
  • Keine Konsumation vor dem Lokal nach der Sperrstunde
  • Verpflichtendes Präventionskonzept bei Restaurants mit >50 Sitzplätzen (statt bisher 200)

Eine - vorab diskutierte - österreichweiten Vorverlegung der Sperrstunde ist vorerst vom Tisch; sie bleibt vorerst bei 1 Uhr früh.

Maßnahmen in Altersheimen

  • MNS-Pflicht in allen allgemeinen Bereichen
  • Testungen bei Neu- und Wiederaufnahme von Bewohnern
  • Einheitliche Regelungen für MNS-Pflicht für Personal und regelmäßige Screenings
  • Gesundheitschecks, Voranmeldung und MNS-Pflicht für Besucher
  • Hygiene- und Präventionskonzept für alle Einrichtungen verpflichtend

Zuletzt müssen Personen, die aus dem Ausland einreisen und in "körpernahen Berufen" arbeiten, verpflichtende Tests ablegen.

Zu den umstrittenen "Gesichtsschildern", die nicht dieselbe Schutzwirkung wie Masken haben, will Anschober noch die Ergebnisse einer Studie abwarten, bevor er eine Entscheidung trifft.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

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Kommentare (99+)
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schulzebaue
33
51
Lesenswert?

Zuerst 6000 im Dezember.

Jetzt sinds schon 9000.

100000 werden sterben.

Und bald wir jeder jemanden kennen der an COVID gestorben ist.

Die Zukunft der Jugend wird verspielt

Die Pensionen werden erhöht. Begründung COVID obwohl unter den Maßnahmen die die Alten schützen die Jungen leiden.

Die EZB plant den digitalen Euro, auch hier wird uns versprochen, dass das Bargeld erhalten bleibt. Vertrauen Sie darauf?

Eine Normalität wird uns für Sommer 2021 in Aussicht gestellt aber nur wenn wir einen Impfstoff haben. Die vorher kürzeste Entwicklungszeit Inkl. ZulassungsstudieN für einen Impfstoff waren knapp 5 Jahre. Aber auf die Studien kann man ja verzichten.

Die Zahlen werden immer noch nicht erklärt (infiziert ist nicht gleich ansteckend ist nicht gleich erkrankt) und wo wir mit den Maßnahmen hin wollen ist ebenso unklar nachdem die Ausrottung des Virus nicht mehr möglich sein wird und das Virus sich zu den anderen Erkältungsviren dazu gesellen will.

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