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Für den Herbst vorgewarntItalien will 300.000 Abstriche pro Tag nehmen

Im Herbst soll Zahl der Tests in Österreichs südlichem Nachbarland verdreifacht werden. In Hinblick auf die am 14. September geplante Wiedereröffnung der Schulen sollen zwei Millionen Lehrer Antikörper-Tests unterzogen werden.

© (c) AFP (VINCENZO PINTO)
 

Italien hat im Sommermonat August die Zahl der Tests stark erhöht, die täglich zur Lokalisierung von Coronavirus-Infektionsherden genommen werden. Touristen bei der Heimfahrt aus Kroatien, Griechenland, Spanien und Malta werden getestet. Italien will jedoch die Zahl der Abstriche weiterhin stark steigern.

Circa 100.000 SARS-CoV-Tests werden derzeit pro Tag genommen. Diese Zahl soll sich im Herbst auf 300.000 pro Tag verdreifachen, hieß es in Regierungskreisen in Rom. Der angesehene Virologe Andrea Crisanti schlug vor, auf Lkw Labors einzurichten, um auch abgelegene Gemeinden in den Bergen zu erreichen und dort die Einwohner zu untersuchen.

In Hinblick auf die am 14. September geplante Wiedereröffnung der Schulen sollen circa zwei Millionen Lehrer Antikörper-Tests unterzogen werden. Sie erfolgen auf freiwilliger Basis. Lediglich ein Drittel der Lehrer signalisierte jedoch bisher Bereitschaft, sich den Tests zu unterziehen. "Ginge es nach mir, sollten sich alle Lehrer testen lassen", meinte der Koordinator des wissenschaftlichen Komitees für den Covid-19-Notstand, Agostino Miozzo. Dies sei jedoch nicht möglich.

Ginge es nach mir, sollten sich alle Lehrer testen lassen.

Covid-19-Beauftragter Agostino Miozzo

Angesichts der geplanten Wiedereröffnung der Schulen in Italien ist mit einem "leichten Zuwachs" bei der Zahl der Ansteckungen zu rechnen, wie bereits im Ausland geschehen ist. Der Beginn des Schuljahres könne jedoch nicht weiter hinausgeschoben werden, sagte Miozzo. Die Schulen sind in Italien seit dem 5. März geschlossen, was den Protest vieler berufstätiger Eltern auslöste.

Vize-Gesundheitsminister Pier Paolo Sileri erklärte, dass in der Regierung immer noch eine Diskussion zum Thema Mundschutz und Distanz auf öffentlichen Verkehrsmitteln im Gange sei. "Es ist schwierig, Kinder im Alter von sechs Jahren zum Tragen von Mundschutz zu zwingen", gab Sileri zu. Erwartet wird, dass der Menschenandrang im Nahverkehr mit Beginn des Schuljahres zunimmt.


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