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Coronavirus500.000 Chinesen müssen wegen Ausbruchs in Lockdown

Zahl der Neuinfektionen in Peking ist seit Mitte Juni auf 311 gestiegen.

 

Rund eine halbe Million Chinesen, die in der Nähe von Peking leben, müssen wegen eines neuen Coronavirus-Ausbruchs in den Lockdown. Das teilten die chinesischen Behörden mit, nachdem am Sonntag die Zahl der Neuinfektionen in der Hauptstadt erneut gestiegen war.

In den vergangenen 24 Stunden seien 14 neue Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Die Behörden versicherten aber, die Lage werde sich "verbessern".

Betroffen von dem Lockdown sind Chinesen im Landkreis Anxin, der 150 Kilometer von Peking entfernt liegt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde wird der Ort "vollständig abgeriegelt und kontrolliert". Die Bewohner müssten zu Hause bleiben. Nur ein Angehöriger pro Familie dürfe rausgehen, um Einkäufe zu erledigen und Medizin zu besorgen, hieß es.

Die akuten Infektionen in Peking lösten Befürchtungen eines weitläufigen Wiederaufflammens des Virus in China aus. Nach zwei Monaten ohne neue Ansteckungen in Peking ist die Zahl der Neuinfektionen seit dem 11. Juni auf 311 gestiegen.

Markt als Ausgangspunkt?

Als Ausgangspunkt wird der Xinfadi-Markt in Peking vermutet, der nach Behördenangaben seit dem 30. Mai von rund 200.000 Menschen besucht wurde. Auf dem Lebensmittelgroßmarkt wird ein Großteil der Frischprodukte Pekings gehandelt. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua belieferten auch Unternehmen aus Anxin den Xinfadi-Markt mit Süßwasserfischen.

Vergangene Woche wurden massenhaft Arbeiter von Großmärkten und Restaurants sowie Lieferkuriere auf das Coronavirus getestet. Auch Bewohner in Peking, die in gefährdeten Wohnvierteln leben, wurden kontrolliert.

"Wir haben keine Zeit, uns auszuruhen"

Die Tests sollten nun auf sämtliche Angestellte von Schönheits- und Friseursalons der Hauptstadt ausgeweitet werden, berichtetet die staatliche chinesische Zeitung "Global Times". Der Pekinger Beamte Xu Hejian sagte am Samstag: "Wir haben keine Zeit, uns auszuruhen." Der chinesische Epidemiologe Wu Zunyou hatte hingegen vergangene Woche vor Journalisten noch gesagt, dass der Ausbruch in Peking "unter Kontrolle" gebracht worden sei.




Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

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tenke
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"Zwei Monate ohne neue Ansteckung"

Wer's glaubt! Von China erfahren wir nur das, was sie wollen, dass wir wissen.

Bobby_01
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Es ist

höchste Zeit, dass bei uns auch etwas geschieht, 39 Fälle in Wien in 24 Stunden!!!
MNS ist sofort wieder einzuführen in Geschäften und Schulen. Lockerungen bitte zurück nehmen, sonst bezahlen wir die Rechnung, aber die wird wahrscheinlich nicht bezahlbar sein.

erstdenkendannsprechen
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in den schulen wird das nicht mehr passieren -

in ostösterreich ist nur mehr diese woche schule, im rest nur noch diese und nächste woche.

RaraAvis
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Die spinnen einfach nur mehr

und wir haben das ganze "Einsperren", "Angst und Schrecken" und "Maulkorbzwang"-System von den Chinesen übernommen.

checker43
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Und

der "Maulkorb" ist auch keine chinesische Erfindung:

"Im Mittelalter kannten die Menschen kein wirksames Mittel gegen die Pest. Häufig wurden die Erkrankten zur Ader gelassen: Man entnahm ihnen Blut, indem man – meist im Oberarm – in eine Vene schnitt. Um sich zu schützen, trugen die Menschen Tücher oder Masken vor dem Gesicht. "

erstdenkendannsprechen
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ja, sie reden leicht.

peking hat über 20 millionen einwohner, teils sehr prekäre, beengte wohnverhältnisse. ein ausbruch in peking wäre eine katastrophe - nicht nur für das dortige gesundheitssystem. wenn auch nur 10 prozent der bevölkerung erkranken würden, dann wären das noch immer 200.000 intensivpatienten. und das schafft selbst peking nicht - und dann (also bei 10 prozent erkrankten) würde man das schlimmste (also eine weitere ausbreitung) erst wieder nur mit lockdown verhindern können - nur dass man den schaden dazu hat. dann gibts also kranke, tote, überlastete systeme - und lockdown, damit das ganze nicht noch schlimmer wird.
es gibt gute dokumentationen aus bergamo, berichte von ärzten, pflegern, praktischen ärzten etc.
sie checkens nicht, was? die meisten überstehen die krankheit, die mehrzahl auch recht gut. aber es kommt auf die anzahl derer an, die es nicht überstehen bzw. intensivmedizin brauchen. je mehr einwohner, desto höher ist diese zahl.
kann ihnen aber wurscht sein, weil wir momentan in einer ziemlich glücklichen lage sind...

checker43
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Nein

das haben die Chinesen von uns. Die ersten Quarantänen gab es in den Häfen des adriatischen Mittelmeers.

RaraAvis
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@checki

Bei unseren Quarantänen wurden aber immer die Kranken weggesperrt und nicht auch die 99 % Gesunden.

erstdenkendannsprechen
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nein.

die schiffe, die in den mittelmeerhäfen anlegen wollten, wurden prophylaktisch unter quarantäne gestellt, egal, ob die, die oben waren, krank oder gesund waren.
nach der quarantänezeit durften menschen von bord und waren entlanden werden.

Hazel15
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Bei unseren Quarantänen in

Paznauntal, St. Anton, waren da alle infiziert?? Dann gab es allein im Paznauntal 6000 Infizierte (oder wie Sie es nennen "Kranke") in St. Anton 2400 "Kranke", die weggesperrt wurden. Weither ist es mit Ihrem Wissen nicht!!!!

checker43
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Meines Wissens

wurden in Tirol ganze Dörfer unter Quarantäne gestellt, ja. Und ja, bei den Händlern, die Venedig anliefen, mussten alle in 40-tägige Quarantäne, egal, ob gesund oder nicht. Außerdem wurde bei uns niemand "eingesperrt".