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Lombardei sieht LichtNiedrigste Zahl der Todesopfer seit Ende Februar

Italienweit wurden fünf Millionen Abstriche genommen, teilte das Gesundheitsministerium mit - am Montag wurden innerhalb von 24 Stunden drei Todesopfer gemeldet, das ist die niedrigste Zahl seit dem 27. Februar.

© (c) AP (Luca Bruno)
 

Die Lombardei, die am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Region Italiens, sieht Licht am Ende des Tunnels. Am Montag wurden innerhalb von 24 Stunden drei Todesopfer gemeldet, das ist die niedrigste Zahl seit dem 27. Februar.

Die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Epidemie stieg somit in der Lombardei auf 16.573. 143 Neuinfizierte gab es in dem Landesteil, womit die Zahl der aktuell Infizierten in der gesamten Region bei 13.638 lag. Die Zahl der Covid-19-Kranken in den lombardischen Spitälern sank auf 1.047. 51 Patienten lagen auf einer Intensivstation.

Seit Anfang dieser Woche wurden keine Todesopfer in zwölf der 20 italienischen Regionen gemeldet, darunter in Österreichs Nachbarregionen Südtirol und Friaul Julisch Venetien. In neun Regionen Italiens liegen keine Covid-Patienten mehr in den Intensivabteilungen. Italienweit befinden sich noch 127 in Intensivpflege. Am Höhepunkt der Coronakrise waren es mehr als 4.000 gewesen.

Inzwischen führt Italien weiterhin Tests durch. Italienweit wurden fünf Millionen Abstriche genommen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Drei Millionen Italiener wurden getestet. Auch wenn es weiterhin Neuinfizierte gebe, sei die Ansteckungsgefahr durch diese wesentlich niedriger als am Höhepunkt der Epidemie im März, berichtete der Direktor des renommierten Mailänder Instituts für pharmakologische Forschungen "Mario Negri", Giuseppe Remuzzi. Die neuen positiven Covid-Träger seien nicht ansteckend, behauptete er. Mehrere Kollegen teilen diese Ansicht allerdings nicht.

Inzwischen öffnete das Mailänder Altersheim "Pio Albergo Trivulzio" erstmals seit Ausbruch der Epidemie den Angehörigen seiner Patienten wieder die Tore. Im Heim mit etwa 800 Senioren sind noch 50 positiv. Am Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung waren es 350. Die Sterberate in der Einrichtung war in den Epidemiewochen um rund 40 Prozent angestiegen. Wegen des Vorwurfs, zu wenige Vorbeugungsmaßnahmen zum Schutz der Patienten vor Covid-19 ergriffen zu haben, laufen Ermittlungen gegen die Leitung des "Pio Albergo Trivulzio".


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