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Essay am SamstagCorona verseucht auch die Sprache - mit Phrasen aus der Mottenkiste

Die Pandemie konfrontiert uns mit bisher unbekannten Ängsten. Aber beinahe ebenso unheimlich wird die Durchseuchung der Sprache mit Phrasen und das seltsame politische Kurzzeitgedächtnis.

Coronavirus · Dresden
© APA/Sebastian Kahnert
 

Nichts wird so sein, wie es vorher war! Kein Satz war in den vergangenen Wochen öfter zu hören, nicht nur durch den inflationären Gebrauch ist er zur Phrase verkommen. Klar doch, die Aussage beinhaltet weitaus mehr Angst und Sorge als Hoffnung auf konkrete, noch dazu positive Veränderung. Die vorrangige Hoffnung der Experten und Politiker, die sich oft genug und erstaunlich frei von Fachkenntnissen nahtlos zum Expertenkreis hinzugesellten, besteht offenkundig darin, dass uns selbst das Kurzzeitgedächtnis im Stich lässt.

Blenden wir also nur ein wenig zurück, keineswegs in einstige historische Epochen, Kriegszeiten oder Revolutionsversuche. Denn einige Jahrzehnte reichen durchaus.

Nichts wird so sein, wie es vorher war, diese Behauptung machte am 11. September 2001 nach den verheerenden Terroranschlägen in den USA die Runde. Die Attentate lösten weltweit Erschütterung aus, einige Zeit lang wurden die Bürgerrechte in den Vereinigten Staaten erheblich eingeschränkt. Eine der blutigsten und umstrittensten Reaktionen war der Krieg der USA gegen den Irak. Einer der ersten Schritte war die Eroberung der wertvollen Ölfelder. Die avisierte, rigorose Terrorbekämpfung blieb aus, die IS-Gründung nicht.


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Bond
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Phrasen ohne Ende

Zum Beispiel der Titel: "..aus der Mottenkiste"

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hermannsteinacher
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ORF, Journaille und Politiker

machen bei der Sprachverhunzung minter mit.

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Miraculix11
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Nichts wird so sein, wie es vorher war

Sollte eigentlich jeder merken wie viel sich im Alltag geändert hat. Nicht alles aber sehr viel. Und das wird noch Monate so sein. Und alle die ihr Schäuflein Angstmache dazu beigetragen haben werden bald ungläibig fragen wie es denn dazu kommen konnte.

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