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In QuarantäneZehntausende stellen daheim Kunstwerke nach

Das J. Paul Getty Museum in Malibu, das derzeit aufgrund von Corona geschlossen hat, bat zu einer Challenge: Menschen sollten Gemälde und Skulpturen nachstellen. Das Echo war und ist so groß wie verblüffend.

Gustav Klimts "Kuss", von Kunstheimwerkern nachgestellt © KK
 

Der Aufruf des kalifornischen J. Paul Getty Museums, während der Corona-Krise Kunstwerke nachzustellen, hat überraschend großen Zuspruch gefunden. "Wir haben schon etwa 100.000 Einsendungen bekommen", sagte Getty-Mitarbeiterin Annelisa Stephan am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Täglich würden jetzt noch Hunderte Fotos von den Nachahmungen eintreffen, auch aus Europa.

Ende März hatte das wegen des Coronavirus geschlossene Museum in Los Angeles Kunstfans zu einer Challenge animiert: Schaut euch Kunstwerke in unserem Online-Archiv an und stellt sie zu Hause nach. Die Empfehlung, für die kreative Eigenschöpfung nur drei Gegenstände oder Materialien zu benutzen, hatte das Museum bei dem niederländischen Instagram-Account "tussenkunstenquarantaine" abgeschaut.

Das Museum sei von den vielen Einfällen und witzigen Kreationen völlig überrascht, sagt Stephan. Mit Klopapier, Kaffeefiltern, Handtüchern, Staubsaugern, Lebensmitteln, Haustieren und anderen Gegenständen seien Meisterwerke großer Künstler neu interpretiert worden. Besonders beliebt: Gemälde von Vincent van Gogh, Jan Vermeer, Rembrandt, Salvador Dalí und Frida Kahlo.

Van Goghs "Schwertlilien"-Gemälde wurde etwa aus Plastilin, Perlen und Karotten nachgeahmt, für Vermeers "Mädchen mit dem Perlenohrring" musste ein Mops mit Kopftuch und Ohrring herhalten. Eine Kunstliebhaberin stellte einen antike Skulptur eines Harfenspieler mit dem Schlauch ihres Staubsaugers nach, "Die Wäscherin" des französischen Malers Jean-Baptiste Greuze wurde von einem kleinen Mädchen und seiner Mutter vor einer Waschmaschine neu interpretiert.

Auf Twitter, Instagram und Facebook postet das Getty Museum die zahlreichen Zusendungen. Manche Teilnehmer hätten nach eigenen Angaben viele Stunden an ihren Nachahmungen gebastelt. "Also viel länger, als jemand im Museum vor einem Kunstwerk stehen würde", freut sich Annelisa Stephan über den Eifer der Nutzer.

Die Aktion würde noch andauern, solange das Museum wegen der Corona-Pandemie geschlossen hat. Die Einrichtung ist für seine große Sammlung europäischer Kunst von der Antike bis zur Gegenwart bekannt.

http://www.getty.edu/museum

www.instagram.com/tussenkunstenquarantaine

Beispiele

Hier ein paar Beispiele der Einsendungen an das Getty Museum und an "tussenkunstenquarantaine"

Foto © KK

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Kommentare (1)

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Bluebiru
0
10
Lesenswert?

Absolut Genial,

dieser Ideenreichtum und Witz.

Danke an die Redaktion der Kleinen für den Bericht.