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Dunkelziffer-StudieCorona-Infektionen in Österreich: 28.500 als wahrscheinlichster Wert

Wissenschaftsminister Faßmann präsentiert heute die Ergebnisse der ersten Studie zur Coronavirus-Dunkelziffer in Österreich. Es zeigt: In Österreich gibt es deutlich mehr Infizierte, als bisherige Testungen anzeigten. Grad der Immunisierten ist niedrig.

Wissenschaftsminister Heinz Faßmann informiert
Wissenschaftsminister Heinz Faßmann informiert © APA/Helmut Fohringer
 

In Österreich hat es Anfang April zusätzlich zu den Erkrankten in Spitälern zwischen 10.200 und 67.400 mit SARS-CoV-2 Infizierte gegeben. Der wahrscheinlichste Wert lag bei 28.500 Infizierten, was 0,33 (sic!) Prozent der Bevölkerung entspricht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Stichprobenuntersuchung von 1.544 Österreichern, wie Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Freitag bekannt gab.

Offiziell lagen den Behörden am 6. April rund 12.200 positive Testergebnisse auf SARS-CoV-2 vor, wobei über 3.400 Betroffene als wieder genesen ausgewiesen wurden. 220 Patienten waren zum damaligen Zeitpunkt an oder mit Covid-19 verstorben. Dem Ergebnis der nun vorgelegten Studie zufolge gab es Anfang April demnach deutlich mehr aktiv Erkrankte als die offiziell rund 8.600 behördlich bekannten.

"Wir dürfen uns nicht selbst täuschen. Der Eisberg ist größer als gedacht", gab angesichts dieses Ergebnisses Faßmann im Rahmen einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt zu bedenken. Mit der vom Sozialforschungsinstituts SORA durchgeführten Studie hatte man die Dunkelziffer bei den Corona-Infektionen klären wollen. Die Studie erlaube es, die sogenannte Prävalenz akuter Infektionen mit dem Coronavirus unter in Österreich lebenden, nicht im Spital befindlichen Menschen für den Zeitraum Anfang April 2020 abzuschätzen, legten die beiden SORA-Geschäftsführer, Günther Ogris und Christoph Hofinger, bei der Pressekonferenz dar.

Berücksichtigt man die Schwankungsbreite, waren zwischen 1. und 6. April mit einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit zwischen 0,12 und 0,76 der Österreicher mit SARS-Cov-2 infiziert, in absoluten Zahlen zwischen 10.200 und 67.400. Die Studie wurde im Auftrag des Wissenschaftsministeriums durchgeführt, die Teilnehmer für die Stichprobenuntersuchung wurden nach dem Zufallsprinzip aus öffentlichen Telefonverzeichnissen ausgewählt. Zusätzlich wurden vom Computer zufällig generierte Nummern angerufen und in die Stichprobe einbezogen. Die einzige Vorgabe war, dass die Zahl der Studienteilnehmer pro Bundesland genau dem Verhältnis der jeweiligen Landesbevölkerung zur Gesamtbevölkerung entspricht.

Deutlich mehr als bisher sichtbar

Die gesetzten Maßnahmen sind die richtigen", zog Faßmann erste Schlüsse aus der vorgelegten Untersuchung. Die von der Regierung erlassenen Vorkehrungen zum Schutz vor einer Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 - Abstandhalten, Einschränkungen des öffentlichen Lebens und des individuellen Bewegungsradius - müssten um "zusätzliche Wochen und Monate" berücksichtigt werden. Ungeachtet der nach den Osterfeiertagen vorgesehenen Lockerungen seien die fortgesetzten Regeln und Disziplin einzuhalten, "bis das Infektionsrisiko sinkt", betonte Faßmann. Er kündigte an, man werde ein Monitoring betreiben, "ob die Zahl der Infektionen nicht ansteigt".

Die Stichprobentestungen werden daher fortgesetzt, die nächste landesweite Covid-19-Prävalenzstudie soll bereits am 16. April starten. Sie wird wieder im Auftrag des Wissenschaftsministeriums durchgeführt, diesmal von Statistik Austria erneut in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK) und der Med-Uni Wien. Diesmal sollen rund 2.800 Personen ab 16 Jahren repräsentativ ausgewählt werden. Sie erhalten ab 16. April per Brief Informationen über den Ablauf der Studie. Die Tests - wiederum PCR-Abstriche - werden von Mitarbeitern des Roten Kreuzes zwischen 21. und 25. April durchgeführt, erste Ergebnisse sollen Ende April vorliegen.

Wie lief die Studie ab?

Durchgeführt wurde die Studie im Auftrag des Wissenschaftsministeriums vom Sozialforschungsinstitut SORA, das die Auswahl der Stichprobe sowie die Auswertung vornimmt, in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz, der Medizinischen Universität Wien und weiteren Institutionen.

Die Auswahl der Teilnehmer für die Stichprobenuntersuchung erfolgte rein zufällig aus öffentlichen Telefonverzeichnissen. Zusätzlich wurden vom Computer zufällig generierte Nummern angerufen und in die Stichprobe einbezogen. Die einzige Vorgabe war, dass die Zahl der Studienteilnehmer pro Bundesland genau dem Verhältnis der jeweiligen Landesbevölkerung zur Gesamtbevölkerung entspricht.

Es handelt sich hierbei um Schätzung der Perioden-Prävalenz. Prävalenz ist das Auftreten einer Erkrankung in Relation zu einer gesamten Population. Diese Studie erlaubt es, die Prävalenz akuter Infektionen mit COVID-19 („Corona-Virus“) unter in Österreich lebenden, nicht hospitalisierten Menschen für den Zeitraum Anfang April 2020 abzuschätzen.

Der Anteil der positiv Getesteten beträgt in der gewichteten Stichprobe 0,33 %.

Umgelegt auf die Bevölkerung sind das ca. 28.500 Personen.

Faßmann räumte ein, dass es ohne Antikörper-Tests, bei denen auf Blutproben zurückgegriffen wird, keine valide Aussage über die Immunisierung der Bevölkerung geben kann. In diese Richtung seien selbstverständlich ebenfalls Testungen angedacht, es sei aber in zeitlicher Hinsicht nicht davon auszugehen, dass aktuell schon ein höherer Immunisierungsgrad gegeben ist. Außerdem sei man mit den Antikörper-Tests "noch nicht so weit, um uns eindeutige Empfehlungen zu geben", sagte der Wissenschaftsminister.

Faßmann warnte vor einem "Import" von Infizierten aus dem Ausland, sollten die in der Corona-Krise verhängten Reisebeschränkungen zu früh fallen. Dies könnte "ein exponentielles Wachstum" der Corona-Fälle zur Folge haben. Auf die Frage, was das für die Sommersaison im Tourismus bedeute, verwies Faßmann auf die von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) für Ende April in Aussicht genommenen nächsten Evaluierungsschritte.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

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Kommentare (99+)

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menatwork
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dummer Chauvinismus

Das ist ja eine äußerst praktikable Idee, wie stellen sie sich das vor, dass wir China jetzt keine Masken mehr abkaufen oder was möchten sie sonst boykottieren, die webcams oder iphones aus chinesischer Fertigung?

In Wahrheit zeigt die Krise nur, dass die internationale Zusammenarbeit auf zerbrechlichen Füßen steht, dabei wäre das Gegenteil vonnöten für diese Krise und für die Klimakrise erst recht.

Es gibt keinerlei Garantie, dass ähnlich gefährliche Viren nicht auch einmal in der Massentierhaltung ihren Ausgangspunkt finden, möchten Sie dann Sanktionen für die steirischen Schweinebauern?

erstdenkendannsprechen
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in der massentierhaltung eher nicht.

deswegen schauen die betriebe ja, dass sie bei schweineställen zb. seuchenteppiche haben usw. deswegen nicht, weil die viren, die bei den haustieren auftreten, für den menschen nichts neues sind (weil jahrtausende nebeneinanderlebend usw.). sonst wären hund und katze in der wohnung ebenfalls gefährdet.
die massentierhaltung birgt eher gefahren hinsichtlich resistenter keime.
viren mutieren meist von wildtieren.

menatwork
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naja, wenn so ein schwein oder Kätzchen dann eine austrofledermaus frisst...

Sie habe nschon recht mit der Gewöhnung, nichtsdestotrotz treten für den Menschen gefährliche Erreger auch bei unseren Haustieren auf.

Ich wollte aber ohnehin nur darstellen, dass das Chinabashing wegen deren Kulinarik nicht wirklich angebracht ist. Da Katzen offenbar Corona kriegen können, hätte das ganze auch bei uns passieren können, Fledermäuse sind ja nicht nur in China Träger zahlreicher Erreger.

Avro
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Nächste Statistik

Nachdem die bestätigten Zahlen zu gering sind nimmt man nun einen "wahrscheinlichen" Wert.
Corona Toter ist eh jeder der Corona infiziert ist und stirbt (ob dadurch oder nur mit ist offensichtlich egal)
Die Staatsmacht eskaliert und verfolgt alles !!
"Mittlerweile haben deutlich mehr Menschen einen Strafzettel daheim als einen positiven Corona-Befund" (#Profil)
Schöne neue Welt...

samro
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strafzettel

da haben viel zuwenige noch einen strafzettel daheim.
die ignoranten tragen lustig dazu bei dass wir alle opfer bringen aber sie sich in ihrem ego waelzen und auch noch auf kosten aller jetzt in die opferrolle springen wollen.

halelale
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Die Ignoranten sind im Fahrplan einkalkuliert.

Es gibt durchaus fachliche Stimmen die immer wieder sagen, eine noch härtere Maßnahmengangart steht in keiner Relation zu den damit beeinflussten Infektionszahlen.
Auch ich habe gestern im Wald eine Gruppe Burschen höflichst auf ihr unpassendes Verhalten aufmerksam gemacht, aber verschlimmern tun's die Lage nicht.

samro
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die ignoranten

verschlimmern tun alle die lage die sich jetzt nicht kuemmer. die jetzige phase ist eine sehr schwierige und wir haben eine situaion mit ostern und gleich dem oeffnen der geschaefte. wenn jetzt auch noch lustig jeder macht was er will dann besteht eine riesen gefahr dass unsere zahlen wieder hochgehen. neue massnahmen neuerliches einfrieren der wirtschaft. oder wie sollte das sonst gehen?
wir habe jetzt sehr viel zu verlieren und daher zaehlt wie immer jeder.

Anndrea
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"Der Berg ist doch höher als gedacht"

sagt Faßmann. Warum testet man dann nicht mehr. Am 24.3.2020 hat Kurz 15.000 Tetstungen pro Tag versprochen. Das gleiche Märchen wie mit der "Patientenmilliarde"?

erstdenkendannsprechen
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weil die dinge, die man für die tests braucht,

derzeit auf der ganzen welt nachgefragt und daher nur in dem ausmaß zu bekommen sind.
sehr schwer zu verstehen, nicht wahr?

Anndrea
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@erstdenkendannsprechen

erstdenkendannsprechen gilt das auch für Kurz?

erstdenkendannsprechen
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sie meinen,

von kurz gibt es auch zu wenig - so wie von den benötigten utensilien für die tests? momentan sehe ich eher zuviel kurz.

schteirischprovessa
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Schon mal was von Kapazitäten und Beschaffung gehört

notwendiger Testkits gehört?
Laborkapazitäten sollen laut Anschober stark ausgeweitet worden sein, nur am Weltmarkt die entsprechende Zahl an Kits zu bekommen, scheint aktuell nicht möglich. In einem Monat wären das immerhin 450.000.

X22
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Es geht anscheinend nur um die Aussage von Kurz

und die hatte er getätigt (beide) da kann man herumeiern soviel man will

Mein Graz
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@schteirischprovessa

Dass die Testkits nicht vorhanden sind und Materialen fehlen musste Kurz VOR seiner großspurigen Ankündigung wissen.
Und wenn er sich nicht sicher war oder es möglicherweise nicht einmal gewusst hat, dass er die 15.000 Tests umsetzen kann hätt er es halt nicht sagen dürfen.

So sind Populisten halt: viel Getöse und nix dahinter.

HB2USD
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Hier muss ich ihnen

sogar einmal recht geben beim einkaufen ab 1.4. war es auch dasselbe.

erstdenkendannsprechen
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die laborkapazitäten für die 14.000 tests sind da - dh man könnte sie durchführen,

hätte man die indigrenzien ebenfalls, könnte es klappen.

der alte M.
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Wahnsinn,

so viele Experten hier im Forum!

Mein Graz
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@der alte M.

Ja.
Und so viele, die schlecht informiert sind, kein Interesse daran haben sich eine eigene Meinung zu bilden und nur das nachplappern, was in vielen PK's verkündet wird.

schteirischprovessa
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Eines sagt das Testergebnis klar aus:

Die Theorie von der Herdenimmunisierung ist Unsinn.
Die Anzahl der Infizierten in den einzelnen Ländern ist nahezu nicht vergleichbar. Denn ie ist abhängig von der Anzahl der durchgeführten Tests und mindestens genau so welche Auswahlkriterien gelten, damit Tests durchgeführt werden.
Die verlässlichste Zahl dürfte wohl die Todesrate sein, so sie nicht durch eine Regierung geschönt wird, wie in China vermutet.
Und was zur Herdenimmunisierung auffällt: Schweden hat etwa die doppelte Todesrate je 100.000 EW als Österreich.

X22
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schon komisch alle anderen sind keine Experten, nur der Herr Prof kennt die Wahrheit

"Die Theorie von der Herdenimmunisierung ist Unsinn" , sagt der Prov..., mit welchen Argumenten unterlegen sie das.
Und der Rest ist auch zu vergessen, wenn sie die Anzahl sprich Höhe der Infizierten in Relation (Verhältnis) mit den Getesteten stellen, müssten die Länder die am wenigsten testen, die sein,die am wenigsten Infizierten haben, was sie wahrscheinlich ausdrücken wollen ist, dass die offiziellen Zahlen nicht unbedingt das wahre Bild wiedergeben, gilt natürlich auch für die Toten, man kann es beschönigen, jedoch würde ich es China nicht so einfach unterschieben, die sind restriktiv Vorgegangen und man kann andere Länder die eine ähnliche Infektionsrate hatten und eine ähnliche Toteszahl haben mit ihnen vergleichen, zweifeln können an anderen Ländern, wie wäre es mit Putinland

erstdenkendannsprechen
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china hat nur menschen mit symptomen getestet

und nur die gezählt, die im spital verstorben sind.
in italien ist es auch so: sie haben bald 18.000 tote, und das sind nur die von spitälern und heimen. wer dahein stirbt, ist nicht in der statistik.
für die region bergamo heißt das: durchschnittlich sterben dort im märz (bei 1,1 mio einwohnern) 900 menschen. im heurigen märz waren es 5400. nur ein teil davon in der corona-statistik. die übersterblickeit wird man im nachhinein feststellen können, die zahl derer, die wirklich infiziert waren, ev. mit antikörperstest großflächig ebenfalls später.
soll heißen: die zahlen sind ev. in den ländern aussagekräftig, die sehr viel testen. das sind island, und dann südkorea.
und dann besteht noch ein unterschied in der sterblichkeitsrate: solange die spitäler zurechktommen, die intensivbetten und personal ausreichen, ist sie niedriger. ist das nicht mehr der fall - wieder bergamo, zb., oder madrid, schnellt die sterblichkeitsrate in die höhe.

UHBP
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@sch..

Jedes Land zählt ihre Corona-Toten anders und du willst das als verlässlichste Zahl hernehmen, na bravo!
In Norditalien zählt jeder Tote der auch nur Husten hatte, ohne je auf Corona getestet worden zu sein, als Coronatoter.
Die Totesrate hängt stark von der "befallenen" Altersgruppe ab. In Bezirk Hartberg-Fürstenfeld sind leider viel mehr Ältere betroffen als anderswo und deshalb ist auch die Steberate höher.

samro
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lesen

wohl nichts gelesen oder in reports gesehen, dass in itslien ein riesen kritikpunkt is,t dass die daheim sterben gar nicht in der statistik sind.

schteirischprovessa
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@UHP

Welcher Zahl aus den gängigen Statistiken ist deiner Meinung nach die verlässlichste Zahl?
Und zu Norditalien so weit daneben wir die dort veröffentlichten Zahlen nicht sein. Denn es gibt immer noch den Vergleich zur Zahl der Todesfälle vor Corona.

erstdenkendannsprechen
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ja - eben:

bergamo märz 2019: ca. 900
märz 2020: 5400 (davon nur ein teil in der statistik)

samro
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italien

die zahlen der toten in italien sind ja nur vier fuenfmal so hoch wie im vorjahr.
da muss man noch nicht gleich so frech sein und denken, dass das mit corona zu tun hat. das ist sicher ein zufall dann.

X22
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Covidsechser oder wieviele muss ich abbusseln um mich anzustecken, anhand der Studie und ihrem Höchst- und Tiefstauschwenkungen

Höchstwert (67400)
1:131 (für die die nicht so gerne Busseln)
Ergebnis (28500)
1:310 (das könnt schon anstregend werden)
Minimalwert (10200)
1:869 (sich dazu überwinden, ist schon ein spezieller Hero)

und ich hab nich an den Juncker gedacht bzw. den c-losen getrunken

Carlo62
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Um das Covidvirus zu übertragen...

...muß nicht gebusselt werden. Da ohne Maßnahmen jeder ca. 3-4 andere anstecken würde, käme es automatisch wieder zu einem exponentiellen Anstieg der Infektion.

Butterkeks
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...

Jeder 4?
Dann wäre nach 10 Tagen jeder in Österreich infiziert...

X22
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Momentaufnahme. wenn's solange brauchen zum durch busseln

gib ich Ihnen recht, ansonsten nicht, außerdem glaube ich haben sie es nicht so verstanden, wie es gemeint ist, hier geht's rein um die Wahrscheinlichkeit, wenn man sich anstecken will, wieviel Versuche es benötigt

wjs13
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..... auch Antikörpertests durchführen zu lassen

Ohne die hat man sowieso keine Chance alle zu ermitteln, die infiziert wurden.
Oder hat es sich noch immer nicht herumgesprochen, dass schon nach einer Woche mittels PCR-Tests aus dem Mund-/Rachenraum nur noch vereinzelt Viren, die längst in die Lunge abwanderten, gefunden werden. M.a.W. ein negativer Test bedeutet noch lange nicht, dass die Testperson nicht doch infiziert ist.
Auch die, ach so tolle Ärztin, P R-W sollte vor Verbreitung ihrer Forderungen die Podcasts mit Professor Christian Drosten, der Leiter der Virologie an der Berliner Charité, im NDR anhören.

UHBP
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@wjs..

Jetzt ist die Geschichte mit PRW schon drei Wochen her und du hast sie immer noch nicht verstanden. Das wird wohl nichts mehr.
Aber zunmindest haben es Kurz seine Berater verstanden.

wirklichnicht
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0,33% von 1.544 Personen sind 5 (!) Personen

Sie haben also ganze 5 positive Personen erwischt, das kann ja statistisch nicht gerade Aussagekraft haben. Oder kann mir das jemand besser erklären?

RaraAvis
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Zusätzlich muss man fragen

Ob unter den 5 welche waren, die schon erfasst waren. Dann gehören die ja nicht zur Dunkelziffer.

Und dann kann man nur hoffen, dass die Tests nicht falsch positiv waren oder irgendein Schnupfen Coronavirus erfasst hat.

menatwork
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Die Aussagekraft ist vorhanden

Die Aussagekraft ist vorhanden, aber eben im Rahmen der Schwankungsbreite.
Eine garantiert richtige Aussage ist z.B: Eine hohe Dunkelziffer an aktiv Erkrankten gibt es nicht.

Die Schwankungsbreite ist bei niedrigen Werten immer größer und man kann sie nur verringern, indem man die Anzahl der Stichproben massiv erhöht.

Das ist auch regelmäßig bei Wahlvorhersagen so, dass die Werte für die kleineren Parteien mit größerer Schwankungsbreite behaftet sind. Wie bei dieser Stichprobe ist die Schwankungsbreite oft größer als das errechnete wahrscheinlichste Ergebnis, nichtsdestotrotz stellen diese Parteien dann nie den Wahlsieger.

Miraculix11
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Ja das ist so

Wennst fragst wer die CPÖ wählt wirds auch nicht mehr sein. Warum wohl?

erstdenkendannsprechen
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ja, die aussagekraft ist wahrscheinlich nicht so groß,

vor allem, weil es regional große unterschiede geben dürfte. vgl. tirol mit burgenland, etc.

UHBP
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@wirklich..

Glück gehabt. Sie hätten auch Null Infizierte erwischen können.
Dann wäre Österreich praktisch coronafrei :-))

Carlo62
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Genau deshalb wird eine Bandbreite angegeben.

Zusammen mit den bisherigen Erfahrungen wurde dann die wahrscheinlichste Zahl ermittelt.

scionescio
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Rein mathematisch betrachtet stimmt natürlich das Konfidenzintervall ...

... aber die Kunst in der Statistik liegt auch in der Interpretation der gewonnenen Ergebnisse - und da ist die belastbare Aussagekraft bei diesem kleinem Sample im Verhältnis zur Grundgesamtheit und der geringen Anzahl von Treffern denkbar gering - oder anders gesagt: wenn man diese Testanordnung wiederholen würde, müsste mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem stark abweichendem Ergebnis gerechnet werden.

PoetschSt
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Warum Daumen runter?

Viel besser und objektiver als scionescio oben kann man kaum argumentieren. Warum also so viele Daumen runter?

johnnyinmotion69
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Naaaaja.

Dafür gibt es Fallzahlberechnungen, und diese wurde wohl von einem Mathematiker/Statistiker durchgeführt. Wie groß eine Stichprobe denn sein muss überhaupt.

Carlo62
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Ich stimme vollinhaltlich zu,

bei einer kleinen Anzahl an Samples ist die Auswahl entscheidend. Ich habe auch nicht verstanden, warum man nun nicht einmal die 2.000 Samples gemacht hat, sondern nur rund 75% davon.

redbull
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Zwingen?

Man kann niemanden zwingen dazu, 25% haben verweigert.
Dann einfach 500 andere zu nehmen, würde die Statistik vermutlich verfälschen.

samro
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jagen

"Vermeintlich geheilte Covid-19-Patienten können womöglich erneut an dem durch das Coronavirus ausgelösten Lungenleiden erkranken. Diese Möglichkeit stellte das dem südkoreanischen Gesundheitsministerium unterstellte „Korean Centers for Disease Control and Prevention“.

Bisher war man davon ausgegangen, dass Patienten nach einer überstandenen Infizierung fürs Erste immun seien. 51 Patienten in Südkorea, die als geheilt gegolten hatten, seien nun allerdings erneut positiv getestet worden, berichtete die Behörde. Allerdings scheine es, als hätten sich diese Patienten nicht erneut infiziert.

Vielmehr könnte sich das Virus gewissermaßen „reaktiviert“ haben, sagte Jeong Eun-kyeong, der Direktor der Behörde. Immerhin seien diese Menschen bereits kurz nach Ablauf ihrer Quarantäne erneut getestet worden"

vielleicht jagen wir dem richtien pferd noch zu wenig nach? das frage ich mich.

erstdenkendannsprechen
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mittlerweile meinen andere virologen dazu,

dass die ersten negativen tests falsch waren. deswegen müssen bei uns auch zwei tests hintereinander negativ sein.

menatwork
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können womöglich ...

es war bereits vorher bekannt dass Erkrankte auch nach Gesundung Virenbruchstücke ausscheiden, auf die der Test anspricht, bzw. dass der Test bei Gesundeten auch einmal falsch negativ sein kann, je nach Art der Probenentnahme.

In den von Korea hier zitierten Fällen wurde dezidiert nicht untersucht, ob diese Personen wieder lebende, d.h infektiöse Viren ausscheiden.

Es herrscht derzeit leider ein Überangebot an halbfertigen Erkenntnissen und Studien, wir sollten uns auf gesicherte Erkenntnisse, die wir in Europa selbst gewinnen, fokussieren.

samro
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erwiesen

es gab und das erwiesen, faelle in denen jemand sich ein zweites mal ansteckte und erkrankte.
ich denke da gibt es noch sehr viel zu erforschen.
vieles hat man bereits nach oben korrigiert puncto gefaehrlichkeit und da wird noch genug kommen.
nach unter korrigiert wurde leider bisher noch nichts.

romagnolo
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Vielleicht jagen wir ja doch dem falschen Pferd nach?

Infektionsrate um die 1%, damit scheint das Virus ja nicht besonders ansteckend zu sein. Ev. sind die schweren Verläufe und Todesfälle bei den Risikogruppen, aber auch die unerklärlichich schweren Fälle der Jungen auf zusätzliche Faktoren zurückzuführen, die wir noch nicht kennen und das Coronavirus wirkt hier als Co-Faktor, oder Katalysator( Beschleuniger). Somit wäre der ganze lockdown zu hinterfragen,und wir sollten uns wirklich mehr auf den Schutz der Riskogruppen konzentrieren, ohne die gesamte Bevölkerung einzusperren. Ich bin auch nicht im Besitz der Wahrheit, deshalb bleibt es wichtig, alle Seiten zu beleuchten, ohne Denkverbot.

menatwork
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falsches Pferd, nein, Ihre Schlussfolgerung ist falsch

Die hohe Übertragungsrate ist zweifelsfrei in jenen Ländern dokumentiert, wo die Gefahr später entdeckt und entsprechend später gehandelt wurde.

In Österreich wurde die Gefahr relativ rasch entdeckt und gehandelt und die Distanzierungsmaßnahmen von einer großen Mehrheit vorbildlich verstanden und eingehalten. Das und nur das hat die Zahlen niedrig gehalten.

Die jetzige Studie dokumentiert das Ergebnis der ersten Maßnahmen, aber nicht was passiert wäre, wenn wir später reagiert hätten oder auf die Maßnahmen vorschnell verzichten würden.

Die Idee von Harmlosigkeit oder großer symptomloser Dunkelziffer ist damit wiederlegt und das wird sich auch durch Antikörpertests nicht ändern, denn viele bereits Immune würden als Voraussetzung ebenfalls viele Infizierte haben, die aber nicht gefunden wurden.

UHBP
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@men

".. die Distanzierungsmaßnahmen von einer großen Mehrheit vorbildlich verstanden und eingehalten. Das und nur das hat die Zahlen niedrig gehalten."
Dann erklär mir bitte warum die selben Maßnahmen in Belgien, Maßnahmen ebenfalls sehr früh gesetzt, nicht so wirken?
Der Virus ist doch der selbe.

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