Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Mathematiker warntExperte Popper: „Den Deckel weiter auf dem Drucktopf lassen“

TU-Wien-Experte Niki Popper: Wir dürfen stolz auf uns sein, aber nicht unvorsichtig werden.

Simulationsexperte Popper
Simulationsexperte Popper © APA/Herbert Neubauer
 

Der tägliche Anstieg der Covid-19-Infektionen lag in Österreich in den vergangenen Tagen im niedrigen einstelligen Bereich. Laut einer Prognose, an der auch Mathematiker Niki Popper von der TU Wien mitwirkte, soll die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen bis Freitag von aktuell knapp 12.000 auf rund 14.000 anwachsen. Erwartet werden etwa 800 bis 1200 Patientinnen und Patienten mit Coronavirus im Spital sowie „unter 300“ Personen, die intensivmedizinische Behandlung benötigen. Die Zahl der Covid-19-Patienten im Krankenhaus ist valider als jene der Erkrankten, diese sei nur ein „ungenaues Barometer“, erklärt Popper, der von „positiven Nachrichten“ spricht. Denn man könne diese Entwicklung als „Erfolg sehen: „Ja, wir können alle ziemlich stolz sein darauf“, meint Popper, „aber das ist kein Anlass, nachzulassen“.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (16)

Kommentieren
altbayer
3
3
Lesenswert?

TU-Experte

Der (wahrscheinblich) pragmatisierte TU-Experte möchte am liebsten (vielleicht aus Angst) die jetzige Situation lange aufrecht erhalten.
Die Arbeit wird im Home Office gemacht, der Staat (also wir) zahlen sowieso das Gehalt - und die ganzen Trotteln, die draußen arbeiten müssen, sind selber Schuld.

Nur wenn die "Wirtschaft" nicht bald wieder ein wenig Fahrt aufnimmt, ist auch sein Professorengehalt nicht mehr gesichert - und auch seine Beamtenpension.

Es ist ein schmaler Grad - der richtige Weg muss gefunden werden.

maexx558
46
17
Lesenswert?

Experte für was!!??

Mathematik oder Pandemien
Wer hier alles als Experte für diese Situation durchgeht ist stark zu hinterfragen.
Ja, wenn ich ein mathematisches Problem habe, nein bei Viruserkrankungen bzw. Pandemien.
Ich frage ja auch keinen Automechaniker wenn mein Katze krank ist.

MaBe
3
29
Lesenswert?

Sie wollen also Epidemiologie

ohne Mathematik betreiben, Sie Experte?

Ihr Vergleich hinkt.

Lodengrün
6
29
Lesenswert?

Dann

ist bei Ihnen noch nicht durchgedrungen wie weit die Modelle der Mathematik in unser Leben hinein reichen. Die können auch die Resttage Ihres PKW präzise ermitteln. Und die Statistiker mit welcher Wahrscheinlichkeit Sie vom Virus heimgesucht werden.

archiv
28
6
Lesenswert?

Kristallkugel durch "Kaffee-Sud" =

... mit "hoher Wahrscheinlichkeit" ...
usw.
usw....

Carlo62
4
12
Lesenswert?

@archiv

Wo haben Sie sich Ihre umfassende Bildungslücke angeeignet?

steinmhe
13
12
Lesenswert?

Prognosen

Die Prognose von Herrn Popper entspricht nicht dem bisherigen Kurvenverlauf und kann maximal als schlechtester möglicher Fall angesehen werden (Kurve siehe Info.gesundheitsministerium.at). Realistisch liegt die Zahl der positiv getesteten bis Freitag bei 12500. Wobei mögliche weitere Einflüsse infolge der letzten Verschärfungen nicht berücksichtigt sind.

checker43
0
13
Lesenswert?

Eine

Prognose kann auch keinem bisherigen Kurvenverlauf entsprechen, weil die Prognose die weitere Entwicklung prognostiziert.

steinmhe
0
2
Lesenswert?

Klarstellung

Die Prognosekurve setzt sich nicht entsprechend dem bisherigen Verlauf fort, sondern weicht davon mit einem starken Knick zu einer höheren Neuinfiziertenzahl ab.

checker43
2
0
Lesenswert?

steinmhe

Von welcher Prognose Popper sprechen Sie? Im Artikel werden von Popper Prognosen für den Freitag gemacht. Kennen Sie die durch Testungen ermittelten Zahlen bereits?

schulzebaue
14
21
Lesenswert?

Jetzt

Sollte der Herr Mathematiker noch erklären warum und wie lange der Deckel am Druckkochtopf bleiben soll.

Es wäre hoch an der Zeit einmal ehrlich kundzutun, dass die Maßnahmen über Monate aufrecht bleiben müssen.

Und dass sich so oder so Millionen anstecken werden müssen um eine Herdenimmunität zu erreichen.

Das wir das aber über Monate durchhalten können ist mehr als unwahrscheinlich.

DieGrazerFamilie
4
9
Lesenswert?

Weit über 12 Monate ist leider realistisch

Wer selbst mal den „Epidemic Calculator“ ausprobiert (online verfügbar) kann sich die Dauer mit den aktuellen Zahlen aus Österreich ganz leicht ausrechnen lassen. Unter Beibehaltung der aktuellen Maßnahmen wird die Pandemie noch rund 400 Tage in Österreich andauern! Das setzt aber auch voraus, dass niemand ein- oder ausreist, oder alle Reisenden min. 14 Tage gleich an der Grenze in Quarantäne gesteckt werden. Das ist aber unrealistisch, weil das ob der fehlenden Ressourcen nicht machbar sein wird.
Leider gibt es auch noch keinen Impfstoff. Nur dieser könnte die Dauer deutlich herabsetzen.
Zitat „Epidemic Calculator“: „This calculator implements a classical infectious disease model — SEIR (Susceptible → Exposed → Infected → Removed), an idealized model of spread still used in frontlines of research“.

GanzObjektivGesehen
2
6
Lesenswert?

Egal wie gut dieser Rechner auch sein sollte...

....es gibt viele Variablen die noch unbekannt sind. Damit ist er nur eine bessere Glaskugel. Die Pandemie wird noch viel länger anhalten, siehe HIV, Cholera.

checker43
0
5
Lesenswert?

Der

Rechner ist weitaus besser als eine Glaskugel. Die hat nämlich nur Glas und überhaupt keine Bekannten und Unbekannten. Die bisherigen Verläufe folgten recht brav einfachen mathematischen Funktionen und die Maßnahmen zeigten die erwartete Wirkung auf deren Parameter. Hättens mit einer Glaskugel nicht geschafft.

kog1
3
16
Lesenswert?

Medikament?

Ich nehme an, dass sich die Situation deutlich entspannt, sobald es ein Medikament gibt, das in der Frühphase der Infektion eingesetzt werden kann. Da ist z B. auf einen Erfolg von J. Penniner zu hoffen. Damit sollten die meisten Erkrankten gar nicht ins Krankenhaus kommen, zumindest ist das die Idee.

Amadeus005
3
22
Lesenswert?

So lange bis der Topf von selbst abkühlt

Dafür muss einfach die Hitze unterm Topf lang genug reduzieren.