In China haben die Behörden am Donnerstag 55 Neu-Infektionen gemeldet. Unter diesen Fällen sei zum ersten Mal seit drei Tagen auch wieder eine sogenannte örtliche Infektion, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Alle anderen Fälle stünden im Zusammenhang mit Reisenden aus dem Ausland. Damit sind insgesamt 81.340 Infektionen bekannt. Die Zahl der Todesopfer stieg um fünf auf 3.292.

In Südkorea ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen wieder leicht zurückgegangen. Wie die Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten, kamen am Donnerstag 91 Fälle hinzu. Damit liegt die Zahl der täglich erfassten Fälle seit einigen Tagen um die Schwelle von 100. Bisher wurden 9.332 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet, 139 Todesfälle wurden vermeldet.

Zwar stellte sich in Südkorea seit dem Höhepunkt Ende Februar mit über 900 Infektionsfällen innerhalb eines Tages ein deutlicher Abwärtstrend ein. Doch warnen die Behörden, dass sich die Zahl wegen einer Zunahme der "importierten" Fälle und durch lokale Häufungen wieder schnell erhöhen könne. Am Donnerstag wurde nach 30 Fällen am Vortag bei weiteren 13 Personen das Virus festgestellt, die aus dem Ausland eingetroffen waren.

Sükoreaner kehren heim

Zahlreiche Südkoreaner kehren aus Angst vor einer Ansteckung in Ländern, die eine rasche Ausbreitung des Virus verzeichnen, zurück. Am Freitag traten die verstärkten Einreisekontrollen für Ankommende aus Europa auch für Reisende aus den USA in Kraft. Wer nicht nur für kurze Zeit einreist, sondern einen langfristigen Aufenthalt plant, muss sich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben.

Quarantäne

Auch Australien stellt Tausende aus dem Ausland heimkehrenden Bürger wegen der Coronavirus-Pandemie unter Quarantäne. Premierminister Scott Morrison erklärte am Freitag, die Menschen sollten in Hotels untergebracht werden. Es werde überwacht, dass angeordnete Isolierung auch eingehalten werde. In Australien sind bis Freitag 3.000 Coronavirus-Erkrankungen bekannt geworden. Anfang März waren es noch weniger als 100. Der Anstieg schürt Ängste, dass es zu einer größeren Verbreitung kommen könnte.