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Kurz dämpft Hoffnungen"Lage nach Ostern wird ähnlich wie jetzt sein"

Kanzler Kurz will die Testkapazität auf 15.000 pro Tag erhöhen, erst am Freitag soll klar sein, ob die aktuellen Maßnahmen wirken. Kogler mahnt: weniger Bewegung im Freien.

MINISTERRAT: NEHAMMER / KURZ / KOGLER / ANSCHOBER
© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die Regierung lieferte am Dienstag Vormittag erneut ein Update zur aktuellen Corona-Lage. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) eröffnete damit, dass Österreich nun eine "schwierige Zeit" durchlebe. Ihm sei klar, dass die soziale Distanzierung für viele besonders schwer sei. Deshalb wolle er sich "für Ihren Verzicht" bedanken. Dies sei ein "wesentlicher Beitrag". Viele fragen sich nun, wie es weitergeht "und wie lange wir das ertragen müssen". Seine ehrliche Antwort lautet: "Ich bitte Sie um Geduld", am Freitag werde die Regierung valides Zahlenmaterial dazu haben, wie gut die ergriffenen Maßnahmen wirken.

Aktuell werde an Plänen für die Zeit nach Ostern gearbeitet. Diese hängen jedoch von eben diesen Zahlen ab. "Bitte verabschieden Sie sich davon, die Lage tageweise beurteilen zu können." Es gehe hier um einen längeren Zeitraum. Ziel sei es, bis Ende April die Maßnahmen schrittweise zurückzunehmen. Kurz warnte jedoch vor voreiligem Optimismus: "Wir werden nach Ostern in einer Phase sein, die der heutigen mehr ähnelt, als der Zeit davor."

Bis dahin sei es wichtig, "die Regeln einzuhalten". Dies habe direkte Auswirkungen darauf, "wie es uns in Österreich in ein paar Wochen gehen wird". Wer sich daran nicht hält, werde bestraft. "Wir können nicht zulassen, dass manche die Gesundheit anderer gefährden."

"Testen, testen, testen"

Zudem werde die Regierung nun "Kapazitäten schaffen", was Schutzbekleidung und Testmöglichkeiten betrifft. In den nächsten Wochen treffen viele Lieferungen ein, 20 Millionen Schutzmasken werden z.B. aus China geliefert. "Unser wichtigstes Ziel nun: Testen, testen testen." Bis zu 15.000 Tests sollen pro Tag durchgeführt werden, unter anderem dank Schnelltests. Diese haben zwar "nicht die gleiche Qualität", aber es sei die einzige Möglichkeit, mehr Menschen zu testen.

Eine große Herausforderung werde die Pflege sein. Dafür habe man nun Zivildiener mobilisiert. Kommende Woche sollen zudem Auszahlungen für die Wirtschaft anlaufen, an die Arbeitgeber appellierte Kurz, die Kurzarbeit anzustreben. "Denn die ist besser als die Menschen kündigen zu müssen."

Kogler: Bewegung im Freien einschränken, "sonst Einschränkungen"

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) betonte indes, auch die Bewegung im Freien nicht zu übertreiben. "Das war nicht die Idee", man solle für kurze Zeit und nicht für Stunden raus, um sich zu bewegen. Sonst "würden wir uns gezwungen sehen, hier weitere Einschränkungen vorzunehmen". Auch Kogler betont die Wichtigkeit der Kurzarbeit. "So gut wie alle können das nutzen, also tun Sie das."

Wenn es hier "mehr braucht, wird eben mehr gebraucht, da muss sich keiner Sorgen machen", so Kogler. Diese Woche noch soll der "Härtefond" fertiggestellt werden, ab nächster Woche sollen die Auszahlungen starten.

Neues Maßnahmenpaket

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) gab einen Überblick über die Zahl der Infizierten in der Welt, die überall ansteige, vor allem in den USA verzeichne man starke Zuwächse. In Österreich verzeichne man aktuell einen geringeren Anstieg bei den Infektionen. "Das ist noch nicht unser Ziel", aber man sei am richtigen Weg. Einen Anstieg verzeichne man aktuell bei Fällen in Tirol, wo nun auch vermehrt getestet werde. Aktuell arbeite man "mit aller Vehemenz" an einer Steigerung der Testhäufigkeit. Man sei jedoch auch vom Weltmarkt abhängig, "der derzeit umkämpft ist".

Es sei schwierig, dass man sich seit 10 Tagen engagiert, aber noch keinen Niederschlag in der Statistik sehe. Aber es gelte nun, hier ständig zu evaluieren und in weiterer Hinsicht ein neues Maßnahmenpaket zu schnüren. Positiv sei, dass über 95 Prozent der Erkrankten im Land einen milden Verlauf der Krankheit aufweisen.

Nehammer: "Lebensgefährder"

Laut Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) "nehmen die Menschen die Beschränkungen ernst". Wer sich nicht daran halte, werde "zum Lebensgefährder". Diese werden nun angezeigt, "und diese Anzeigen, das kann ich Ihnen versichern, sind heftig". Das Strafmaß gehe bis zu 3.400 Euro. Aktuell verzeichne man einen Rückgang bei Wohnungseinbrüchen, jedoch einen Anstieg bei der Internetkriminalität. "Seien sie skeptisch, fragen sie nach und melden Sie sich bei der Polizei, wenn sie Opfer werden."


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

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Natur56
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ein Minus für die Justizministerin

Leider hat sich unsere Justizministerin schon sehr schwach gezeigt indem sie nicht einfach klare Punkte gerichtlich sichert im Mietenproblem für Geschäfte. Das kann ja wohl nicht sein dass sie sich da rauswindet. Wie wird das erst werden. Die Entschlusskraft fehlt, und enttäuschend dass gerade die Grünen hier gegenüber der Mietmafia keine Zähne zeigen kann und sich auf die Seite der KMU und EPU stellt. Ein dickes Minus. Jetzt kann sich in diesem Brüokratiedschungel wieder jeder selbst durcharbeiten. Unglaublich wie verfranzt und verknüpft hier alles ist.

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Irgendeiner
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Ja,so ist das in einer komplexen Gesellschaft,

alles hängt zusammen aber Zadic braucht auch Zeit und macht wenigstens keine frechen Gesetze die nur zur Eigenwerbung dienen wie Edtstadler und mich interessiert einer der eine Pandemie im Griff hatte,beschwichtigte und Maßnahmen verzögerte und jetzt Testen,testen,testen ruft,das Ei des Columbus also wieder einmal frech neu erfindet und sichs auf slim fit Revers heftet,was man schon am Anfang hätte machen müssen und nicht tat,der interessiert mich mehr.Und ich muß mit einer Schnöseltruppe mit der ich keine Ruderbootparty machen würde durch eine von ihnen verschlafene Pandemie.Und auch wenn ich den Wunsch nach Regelung dieser Dinge verstehe,wir haben zur Zeit ein existentielleres Problem,ehrlich.

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KVKG
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Ich vermute,

ich habe ein Forum gefunden, in dem sich relativ viele Standard-User herumtreiben. Die geschwollenen Texte samt Verwendung von Fremdwörtern, die Dr. Google immer wieder gerne auswirft, kommen mir bekannt vor. Subtile Beleidigungen sind auch dabei...zählt ebenfalls zu den Standard-Klassikern.

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Irgendeiner
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Interessant, ich seh nur einen

von dem ich jetzt sicher weiß daß er sich offenbar regelmäßig in der Lachsfarbenen rumtreibt und mir ist das wurst.Aber in einem muß ich Dich enttäuschen,auch im steirisch-kärtnerischen Gebirgsbereich haben manche ein Fremdwörterlexikon und manche wissen sogar welchen Zweck methodologisch fachsprachliche Termini haben und müssen nichtmal nachsehen,ist so,einen Standard gibts nicht nur im Standard.

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KVKG
23
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Mir reichts,

...wenn ich den Grünen nur sehe oder höre. Drohungen, aber das war's auch schon, sonst nix dahinter. Dem würde etwas mehr Bewegung nicht schaden.

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Marcuskleine
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subtil

Sie sind aber mächtig subtil?
Der Vizekanzler ist pragmatisch und tut was in der jetzigen Situation wichtig ist - ich denke dass heute mehr Bürger auch die Grünen schätzen als 2019?

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Irgendeiner
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Tja,manche Grünwähler

wieder sind zutiefst unglücklich mit der Performance.

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KVKG
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@Markuskleine

Meine Meinung, seine Drohungen kann er sich behalten. Sie träumen schlecht? Mehr Fans für die Grünen? Im Schätzen dürften Sie nicht so toll sein, verlassen Sie sich lieber auf Fakten.

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UHBP
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"Lage nach Ostern wird ähnlich wie jetzt sein"

Nur mehr Infizierte und mehr Tote und mehr PR Auftritte.
Aber sonst alles super.

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laster
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testen, testen, testen

was Rendi Wagner schon seit Tagen fordert, verkauft Kurz jetzt als seine Forderung. Gestern noch pfui, heute hui

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medikus60
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Demnächst 15.000 Tests täglich, laut BK. Kurz! Populismus hat einen Namen!

Prof. Meryn fragte soeben in ORF 3: "Wie soll das gehen?" Wo sollen die Menschen sich testen lassen? Sollen die dann vor gewissen Labors Schlange stehen? Also, wenn man es bisher in 3 Wochen nicht geschaft hat die Wartezeiten bei 1450 in den Griff zu bekommen, wie soll man dann "demnächst" 15.000 Test täglich schaffen?

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SoundofThunder
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Interessante Frage.

Wie soll man 15000 Tests täglich schaffen? KurzIV ist doch unser Messias! Der schafft das! Ich finde es schon traurig dass wir nur eine Hotline (1450) haben welche komplett überlastet ist. Eine Hotline pro Bundesland 1450 DW 01-09 kann nicht so teuer sein.

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Natur56
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Hotline pro Bundesland

Wäre sicher die beste Lösung aber dazu müßten auch die Länder mitspielen. Aber nur mit coolen Sprüchen unserer steirischen Gesundheitslandesrätin - wie Corona ist ja viel ungefährlicher als die Grippe - null Aktionen für die Steiermark wie das rechtzeitige Absagen großer Events - wird auch das nicht funktionieren.

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ChihuahuaWelpe56
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@Irgendeiner Bald wird Kurz ihre Idee mit der Bundeslanddurchwahl als seine verkaufen

😄

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Tina Schuster
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Sie haben vollkommen Recht!

Unser Heiland behauptet auch, ganz Europa würde „seine Ideen“ 1:1 kopieren!
Bisher hieß es, der Virus schlägt sich auf die Lunge - nein - kann sich auch in Köpfe verirren!

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medikus60
9
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@SoundofThunder, es ist in der Politik nicht wichtig, ob das was du machst gut ist. Wichtig ist wie du es verkaufst und da ist Kurz ein Meister seines Faches!

;-))

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Irgendeiner
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Ja, aber wir

zahlen und diesmal nicht nur pekuniär.

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hfg
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Meint er die heurigen oder

Die Ostern vom nächsten Jahr.
Durch die zögerlichen verspäteten Maßnahmen ist es gelungen das Virus hauptsächlich von Italien aber auch von China in ganz Europa zu verbreiten und praktisch die gesamte Wirtschaft zu schädigen - die zusätzlichen Tausenden Toten sind auch nicht ohne.
Aber trotzdem hat die österreichische Regierung noch ziemlich gut und rasch reagiert. Aber leider auch zu spät. Wie heißt es unter den Blinden ist der Einäugige König. Jetzt sieht man in China wie man ein Land vor der Einschleppung und Verbreitung eines Virus schützt.
Strenge Quarantäne für alle die vom Ausland kommen. Umgekehrt wäre die Pandemie zu verhindern gewesen.
Hoffentlich lernt man für zukünftige Epidemien. Das sollte ein kleiner Trost sein.

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halelale
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Dass die Leute ihr Handy dann in

Zukunft zu Hause lassen wenn sie in den Wald gehen, daran denkt keiner wenn sie mit Stasimethoden arbeiten?

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Mein Graz
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@halelale

Du hast scheinbar keine Ahnung, wie die Stasi tatsächlich vorging, sonst würdest du sie hier nicht für einen einfältigen Vergleich heranziehen.

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KVKG
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@halelale

Wie auch? Damals gab es ja noch keine Handys. Sie waren aber scheinbar dabei? Also, wir freuen uns auf ungeschminkte Tatdachenberichte.

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halelale
22
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@Mein Graz

Muss ich ja auch nicht und die Aussage ist trotzdem zulässig.

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Mein Graz
1
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@halelale

Dann wäre es auch zulässig, wenn ich deine Schreibweise mit der eines Ungebildeten vergleiche?
Ich muss dann ja auch nichts wissen und die Aussage wäre trotzdem zulässig?

Ich tue es aber nicht weil ich mir nicht vorstellen kann, dass du tatsächlich nichts weißt...

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HansWurst
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Zuässig?

Wohl eher dumm!

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Irgendeiner
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Natürlich, deshalb ist das auch völlig sinnfrei

abgesehen davon daß Du das deanonymisieren mußt und späteres abstrafen für die Fisch ist.Ihr müßt es jetzt verstehen,aber sie sagen immer noch nicht hart und klar worum es geht

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halelale
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@irgendeiner

Technisch kein Hindernis und juristisch wird die Straße gerade planiert

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