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CoronavirusKurz: Flugverkehr wird bald weitgehend eingestellt

Flüge in Corona-gefährliche Gebiete werden bald gestoppt, sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz.

CORONAVIRUS - NATIONALRATSSONDERSITZUNG: NEHAMMER/KOGLER/KURZ
Sebastian Kurz (rechts) © APA/ROBERT JAEGER
 

Der Flugverkehr von und nach Österreich werde "fast zum Erliegen kommen", erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Sonntag in der "Sonder-ZiB" zur Coronakrise - und appellierte an alle Österreicher im Ausland, sich "dringendst auf den Weg" heim zu machen oder das Außenministerium zu kontaktieren, um heimgeholt zu werden.

Derzeit werde der Flugverkehr noch auf "Minimalbetrieb" durchgeführt, um Menschen heimzuholen. Aber sobald dies abgeschlossen ist, werden alle Flüge in Corona-gefährliche Gebiete gestoppt, betonte Kurz. Am Sonntag hat die Regierung - nach Schweiz, Spanien und Frankreich - weitere Flugverbote für Russland, Ukraine, Großbritannien und die Niederlande bekanntgegeben.

Kurz rechnet mit massivem Defizit

Zudem sagte Kurz, dass er wegen der Coronakrise mit einem "massiven Defizit" rechnet. Das werde aber notwendig sein, damit "die Unternehmen überleben und die Arbeitnehmer, überall dort, wo es möglich ist, ihre Jobs nicht verlieren". Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) sicherte der Wirtschaft nach den bereits beschlossenen vier Mrd. Euro weitere Unterstützung zu.

Vielen Unternehmen würde zum Teil die Geschäftsgrundlage wegbrechen, und Arbeitnehmer hätten weiter ihre Lebenserhaltungskosten und auch Mieten zu tragen. Es sei "gut gewesen", dass man im vergangenen Jahr einen Überschuss erwirtschaftet habe, so Kurz: "Jetzt brauchen wir das Geld dringend", stellte Kurz fest. Man müsse unbedingt verhindern, dass zu viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, merkte Kogler an.

Auch Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) zeigte sich bereit, weiteres Geld locker zu machen, wenn dies nötig ist. "Wir werden das notwendige Geld bereitstellen", versicherte er. Das 4-Mrd.-Paket sei einmal ein erster Schritt. Ziel müsse sein, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten, "damit wir nach der Krise wieder schnell durchstarten können".


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