Coronavirus in ÖsterreichAusgangsbeschränkungen, Kontrollen ab Montag, Zivil- und Präsenzdienst verlängert

In einer nie dagewesenen Geschwindigkeit winkte das Parlament heute zahlreiche neue Gesetze durch. Die Bundesregierung beschloss indes eine Ausgangsbeschränkung. Zivil- und Präsenzdienst wird verlängert, frühere Zivildiener werden wiedereinberufen.

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CORONAVIRUS - NATIONALRATSSONDERSITZUNG: UeBERSICHT
© APA/ROBERT JAEGER
 

Der Nationalrat hat die neuen "Covid-19"-Gesetze der Regierung für die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus einstimmig angenommen. Im Rekordtempo wurde im Parlament diskutiert und abgestimmt, damit Maßnahmen wie Versammlungsverbote und die Schließung von Lokalen um Schlag Mitternacht in Kraft treten können. Die Abstimmung erfolgte besonders eilig, um die Zeit, in der die Abgeordneten alle gemeinsam im Saal sind, möglichst kurz zu halten. Beschlüsse wie diese würden unter normalen Umständen Wochen, wenn nicht Monate dauern.

Die Ministerinnen Elisabeth Köstinger und Klaudia Tanner verkündeten um 15 Uhr die Details des außordentlichen Zivildienstes.

  • Aktuell im Dienst befindliche Grundwehrdiener rüsten nach sechs Monaten nicht ab, sondern ihr Dienst verlängert sich.
  • Die Einberufung zusätzlicher Milizsoldaten wird geprüft.
  • Der Dienst aktuell im Dienst befindlicher Zivildiener verlängert sich ebenfalls. Sie können von ihren derzeitigen Dienststellen an Stellen, wo sie nötiger gebraucht werden, versetzt werden.
  • Frühere Zivildiener werden gebeten, sich freiwillig zu einem außerordentlichen Zivildienst zu melden. Die Meldung soll über die Homepage der Zivildienstserviceagentur bzw. E-Mail erfolgen.
  • Falls sich nicht genügend melden, können Zivildiener der letzten fünf Jahre, die in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Rettungsdienste, Pflege tätig waren, zu einem außerordentlichen Zivildienst verpflichtet werden. In einem ersten Schritt sind diese in besonderem Maße gebeten, sich freiwillig zu melden.
  • Der Zivildienst von Maturanten, die derzeit keine Prüfungen haben, kann vorgezogen werden.

Am Nachmittag wird der Bundesrat die Gesetzesvorlage behandeln und beschließen. Danach fehlt nur noch die Unterfertigung des Bundespräsidenten sowie die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt, um die Vorhaben bereits am Montag umsetzen zu können.

Der Nationalrat tritt kommende Woche zu zwei Plenartagen zusammen, es wird aber weder eine Budgetrede noch eine Budgetdebatte stattfinden. Das hat Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) am Sonntag nach der Präsidiale bekanntgegeben. Das Budget wird lediglich eingebracht und dem Budgetausschuss zugewiesen, dort aber erst nach Ostern behandelt.

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Das Wichtigste im Überblick

  • Tirol erlässt eine de facto Ausgangssperre.
  • Laut Kurz dürfte diese auf ganz Österreich ausgeweitet werden.
  • Die Regierung ruft die Bevölkerung zur Selbstisolation auf und gibt eine Ausgangsbeschränkung aus.
  • Ab Montag kontrolliert die Polizei die Einhaltung, hohe Strafen drohen.
  • Möglicherweise zweiter Corona-Toter in Wien
  • Zivildiener und Grundwehrdiener werden verlängert, Zivis der letzten fünf Jahre werden rekrutiert.
  • Der Nationalrat beschloss im Eiltempo die neuen "Covid-19"-Gesetze.
  • Ab Dienstag müssen alle Restaurant und Lokale schließen. Die Lebensmittelversorgung bleibt mit Supermärkten und Lieferservices aufrecht.
  • Auch Spielplätze und Sportstätten werden geschlossen.
  • Zudem gilt ein Versammlungsverbot. Es dürfen sich nicht mehr als 5 Personen gleichzeitig an einem Ort aufhalten.
  • Weitere Flugverbote nach Russland, der Ukraine und Großbritannien wurden eingesetzt.

Tirol erlässt Ausgangssperre

Während der Nationalrat tagt, hat sich Tirols Landeshauptmann Günther Platter mit einer Ansprache an die Menschen gewandt. Er erlässt für das Bundesland eine Ausgangssperre. Die Menschen sollen ihre Häuser nur mehr verlassen dürfen, wenn sie zur Arbeit müssen, einkaufen gehen oder um anderen zu helfen. Die Maßnahme tritt mit Aushang der Verordnung noch am Sonntag in Kraft, erklärte Platter in der Erklärung, die im ORF sowie auf der Facebook-Seite des Landes übertragen wurde.

Die "Verkehrsbeschränkung" aller Personen, die sich in Tirol aufhalten, gelte vorerst für eine Woche, so der Landeshauptmann. "Ohne einen triftigen Grund darf niemand seine Wohnung verlassen", betonte Platter.

Ausweitung auf ganz Österreich

Die Bundesregierung ruft für ganz Österreich indes eine "Ausgangsbeschränkung" aus. Das sagte Bundeskanzler Kurz am Sonntag gegenüber der APA. Für Ausnahmen, das Haus zu verlassen, soll es nur drei Gründe geben: Berufsarbeit, die nicht aufschiebbar ist, dringend notwendige Besorgungen (Lebensmittel) und wenn man anderen Menschen helfen muss.

Wenig später kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz im ORF-Interview gegen 13 Uhr an, dass die heute früh in Tirol verhängte Ausgangssperre auf ganz Österreich ausgedehnt werden soll. Auf die Frage des Reportes, ob diese Beschränkungen in allen anderen Bundesländer kommen können, meinte Kurz: „Ja selbstverständlich. Das sind notwendige Schritte für alle Bundesländer. In Tirol ist die Situation akuter als in anderen Bundesländern. Wir reden von einem Unterschied von ein paar Stunden oder Tagen, wo Tirol voran ist.“

Ausnahme für Spaziergänge

Diese von der Regierung angekündigten "Ausgangsbeschränkungen" werden österreichweit einheitlich gestaltet, das gilt auch für Tirol. Dazu wird es von Gesundheitsminister Rudolf Anschober eine Weisung an die Bezirksvertretungsbehörden geben, allen Bewohnern "Verkehrbeschränkungen" anzuordnen, hieß es aus dem Kanzleramt. Konkret müssen alle in der eigenen Wohnung bleiben, abgesehen von den Ausnahmen.

Auch die Erlaubnis zum Spazierengehen wird in der Verordnung explizit genannt werden, hieß es aus dem Kanzleramt zur APA - und zwar "in dringenden Fällen alleine oder im Familienverband".

Opposition pocht auf Epidemiegesetz

SPÖ, FPÖ und NEOS haben am Sonntagnachmittag in einer gemeinsamen Presseaussendung auf den Weiterbestand des Epidemiegesetzes gepocht. Konkret fordern sie, "dass das Epidemiegesetz mit dem garantiertem Ersatz vom Verdienstentgang für Ein-Personen-Unternehmen und Betriebe mit bis zu 25 Mitarbeiter in Kraft bleibt".

Christoph Matznetter (SPÖ), Sepp Schellhorn (NEOS) und der Finanzsprecher der FPÖ, Hubert Fuchs, halten dazu gemeinsam fest: "Das wäre das einzige Aktivum, das die kleinen Betriebe und Selbstständigen in der aktuellen Krise haben; dieses Sicherheitsnetz hat die Regierung zehntausenden Betrieben mit hunderttausenden Mitarbeitern weggezogen."

Denn mit dem Covid-19-Fondsgesetz werde die Geltung des Epidemiegesetzes (§ 32, Abs. 4) für die aktuelle Corona-Krise außer Kraft gesetzt. Darin heiße es: "Für selbstständig erwerbstätige Personen und Unternehmungen ist die Entschädigung nach dem vergleichbaren fortgeschriebenen wirtschaftlichen Einkommen zu bemessen."

Polizei kontrolliert ab Montag

Die Beschränkungen im öffentlichen Raum werden laut Bundeskanzleramt ab Montag von der Polizei kontrolliert, im Bedarfsfall drohen auch empfindliche Verwaltungsstrafen. Man kann sich zwar abseits der drei Ausnahmen weiterhin im öffentlichen Raum aufhalten, etwa für Spaziergänge, dies aber nur alleine oder mit Personen, mit denen man zusammenlebt. Dies solle aber nur in dringenden Fällen geschehen.

Ab Montag drohen dann bei Zuwiderhandeln Verwaltungsstrafen in Höhe von bis zu 2.180 Euro.

Ex-Zivis werden wieder einberufen

Die Wiedereinberufung ehemaliger Zivildiener wird Männer betreffen, die in den letzten fünf Jahren ihren Dienst geleistet haben und zwar im Sanitätsbereich beim Roten Kreuz und in Pflegeheimen, präzisierte Bundeskanzler Kurz (ÖVP) im Laufe des Tages. Sie sollen helfen, potenzielle Engpässe im Pflegebereich sowie in der 24-Stunden-Betreuung zu bewältigen.

Bei der Miliz ist eine Teilmobilisierung von einigen Einheiten geplant. Genaues weiß man noch nicht. Sie sollen in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden. Im Einsatz sind auch die Heeressportler, die ja keine Sportveranstaltungen mehr haben. Sie helfen beim Schlichten in Supermärken. Bei den Grundwehrdienern sind jene betroffen, die vor der bevorstehenden Ausmusterung Ende März stehen. Diese wird sistiert. Wie viele das sind, war noch nicht bekannt.

Corona-Verdachtsfall gestorben

Ein 65-jähriger Mann, der im Verdacht stand, sich mit dem neuen Coronavirus infiziert zu haben, ist indes am Sonntag im Kaiser-Franz-Josef gestorben. Der Patient wies schwere Vorerkrankungen auf und wurde seit Samstag intensivmedizinisch betreut, gab der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bekannt.

Falls sich der Mann tatsächlich mit dem Virus infiziert haben sollte, so wäre dies der zweite Todesfall in Österreich. Am Donnerstag ist ein 69-jähriger Covid-19-Patient im Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital verstorben.

Was im Parlament besprochen wird

Die heutige Sitzung ist mehr als außergewöhnlich. Nicht nur, dass das Parlament an einem Wochenende tagt. Das neue Gesetzespaket zu Corona wird in atemberaubender Geschwindigkeit beschlossen. Was sonst Monate dauert, wird binnen zwei Tagen erledigt. Die Abgeordneten haben sich bereits eingefunden und halten Abstand. Platz nehmen müssen sie heute in mehreren Räumen und auf der Besuchergalerie, weil immer ein Platz zum Nachbarn frei sein muss. Überall sind große, blitztürkise Desinfektionsspender aufgestellt, die die Abgeordneten immer wieder nutzen.

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Sportstätten und Restaurant bald ganz zu

Die Sitzung beginnt mit einem Statement von Bundeskanzler Sebastian Kurz. Das Parlament habe sich "in einer Zeit der Krise" zusammengefunden. Er wolle noch einmal betonen, dass die Lage ernst sei. Deshalb werde das Land die sozialen Kontakte auf ein Minimum reduzieren müssen. Zudem kündigt Kurz an, dass ab Dienstag alle Restaurants und Lokale ganz schließen werden. "Meine Damen und Herren: Bleiben Sie zuhause". Auch Spielplätze und Sportstätten werden schließen. Nur so könne das Virus "ausgehungert" werden. Er könne zudem "garantieren", dass die Versorgung mit Lebensmittel und Medikamente gewährleistet sei. Kurz kündigt zudem zusätzliche Flugverbote zu Russland, der Ukraine und Großbritannien an.

Weiters sollen sich ehemalige Zivildiener und die Miliz bereit halten, um "Dienst für das Land" zu leisten, falls dies notwendig ist. Aktuelle Zivildiener werden verlängert, Zivis der letzten fünf Jahre werden rekrutiert. Auch Grundwehrdiener müssen ihren Dienst länger ausüben, Kurz habe Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bereits ersucht, die Ausmusterung zu stopppen.

Auch ein Versammlungsverbot werde eingesetzt. "Es werden herausfordernde, schwierige und schmerzhafte Wochen werden", erklärt der Kanzler. Nur so könne man die Verbreitung des Virus einschränken. Und er hoffe, dass man nach Ostern "wieder auferstehen" werde. Nun müsse man aber "zusammenstehen". Jeder müsse nun seinen Beitrag leisten.

Kogler: Bevölkerung muss "aufwachen"

Vizekanzler Werner Kogler betont einmal mehr, wie wichtig es sei, Abstand zu halten. Offenbar haben das viele noch nicht verstanden, in Parks und in den Einkaufsstraßen haben sich Menschen gesammelt. "Das kann es nicht sein und wir werden alles tun, um das zu unterbinden." Die Bevölkerung müsse nun "aufwachen", sagt Kogler sichtlich aufgebracht. Zudem gebe es immer wieder Sportvereine, die weiterhin Trainingseinheiten abhalten. "Wer das ab Montag nicht einhält, kann sich in den nächsten Jahren von Förderungen verabschieden - ich meine das ernst." Die Vehemenz der Rede scheint viele im Saal Anwesende zu überraschen.

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SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner spricht "von der größten Gesundheitskrise" der jüngeren Geschichte, "die Situation ist ernst". Deshalb müsse man nun alles tun, um eine Situation wie in Italien zu vermeiden. "Würden wir keine Maßnahmen setzten, wäre es wahrscheinlich, dass wir bei uns eine ähnliche Lage hätten." Die Maßnahmen seien streng, "aber aus medizinischer Sicht kann ich Ihnen sagen: Sie sind alternativlos". Es brauche nun "einen Schutzschirm" für Menschen und Wirtschaft.

Kickl: "Es braucht Sieg des Optimismus"

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl spricht von einer großen gemeinsamen Anstrengung, die nun bevorstehe. Es brauche nun einen "Sieg des Optimismus und der Zuversicht", was die Bewältigung der Krise betrifft. "Das ist das große Gemeinsame, das man nun spüren kann." Nun gelte es, die gefährdeten Gruppen zu schützen. Der Virus sei nun "Neuland für uns alle". Nun müsse aber jeder seinen Beitrag leisten, um die Krise zu bewältigen. Es werde sicher mehr brauchen als jene vier Milliarden, die heute für die Wirtschaft bereitgestellt werden.

Auch Grünen-Klubchefin Sigrid Maurer ruft die Menschen dazu auf, daheim zu bleiben. "Wir wissen: 25 Prozent weniger Sozialkontakte verringern das Risiko - und wir sollten die Kontakte noch weiter senken." WGs fordert Maurer auf, "jetzt keine Partys zu machen, weil nichts anderes offen hat".

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"Harte wirtschaftliche Zeiten"

Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger bedankte sich bei dem medizinischen Personal und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Handel. Ihre Arbeit sei nun besonders wichtig. Angesichts der neuen Maßnahmen "müssen wir jetzt zusammenhalten". Nun kommen "ganz harte wirtschaftliche Zeiten" auf das Land zu. "Diese vier Milliarden sind viel, viel zu wenig."

Gesundheitminister Rudolf Anschober wünscht all jenen, die aktuell infiziert sind, "eine gute Genesung". Nun brauche es "Zusammenhalt" im Land, "und dann können wir das schaffen und diese Krise bewältigen". Innenminister Karl Nehammer betont, dass die Sicherheit im Land gewährleistet werde. Die Polizei sei gut aufgestellt, "für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher ist sieben Tage die Woche 24 Stunden lang gesorgt". Man brauche aber auch die Mitarbeit der Bevölkerung.

Hilfspaket für Wirtschaft

Kern der Gesetzesinitiative, die heute beschlossen wird, ist ein Fonds, über den Hilfen bis zu vier Milliarden Euro vergeben werden können - einerseits an die Wirtschaft bzw. zum Wohl der Arbeitnehmer, andererseits für Maßnahmen, die etwa zur Stärkung der Gesundheitseinrichtungen beitragen können. Was die Teilschließungen in Handel und Gastronomie angeht, werden auch hohe Strafen für Zuwiderhandeln fixiert.

Noch am Sonntag soll Bundespräsident Alexander Van der Bellen das Gesetzeswerk absegnen, dem folgt die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt, wodurch die Maßnahmen wie geplant schon am Montag in Kraft gesetzt werden können.

Größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat die drastischen Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Coronavirus-Krise verteidigt. In einer "ZiB Spezial" am Samstagabend betonte der Kanzler, man dürfe hier nicht irgendetwas beschönigen und meinen, das Vorgehen gegen die Krankheit sei übertrieben. "Wir stehen vor der größten Herausforderung in Österreich seit dem Zweiten Weltkrieg."

"Die Krankheit bringt Leid und vielen Menschen den Tod", sagte Kurz. Der Bundeskanzler erinnerte an die Lage in Italien, wo es "hundert Tote pro Tag" gebe. Angehörige müssten sich von ihren sterbenden Angehörigen am Telefon verabschieden. Ärzte müssten entscheiden, wen sie noch behandeln könnten, weil nicht genügend Kapazitäten vorhanden seien.

Lazarette könnten errichtet werden

Kurz verwies auch darauf, dass in den Bundesländern Lazarette errichtet würden, sollte in den Spitälern nicht genügend Platz für Corona-Patienten sein. Angesichts dieser dramatischen Lage werde die Republik ab Montag auf Notbetrieb heruntergefahren, es werde nur einen Minimalbetrieb geben. Man müsse aber darauf achten, dass das System handlungsfähig bleibe, und man habe deshalb eine Vorlaufzeit eingeplant.

Der Kanzler appellierte an die Bürger, ihren Beitrag zu leisten, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Dazu gehöre unter anderem, nur aus dem Haus zu gehen, wenn es unbedingt nötig sei, und Hygieneregeln einzuhalten. Er hoffe, dass man nach Ostern das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben wiederaufleben lassen könne. Via Twitter appellierte der Bundeskanzler zudem an die Bevölkerung, die Lage ernst zu nehmen: "Nehmen Sie die Situation ernst und glauben Sie den Beschwichtigungen nicht!", hieß es in einem Tweet am späten Samstagabend. "Nur gemeinsam können wir die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen."

 

 

 

 

 


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (99+)
kropfrob
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Informationsmail der WKO:

Bau, Baunebengewerbe, Baustellen, Montagearbeiten (Maler, Tischler, etc.), KFZ-Werkstätten: offen, da Produktionsbereich. Installateure, Entsrördienste etc: offen, da Wartung kritischer Infrasturktur.
Einschränkung: Vorbehaltlich neuer Verordnungen.
Ausnahme in allen Fällen: Verkaufslokale müssen geschlossen bleiben.

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Alle 24 Stunden was neues - Krisenmanagement?

Da soll sich jeder selbst einen Reim machen...

Mein Graz
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Sebastian Kurz

Die Regierung setzt jetzt Schritte, die m.E. wichtig und richtig sind.

Eine kleine Anmerkung zum Zeitpunkt und zur "Geschwindigkeit" der gesetzten Maßnahmen, die ich auf jeden Fall gut heiße, sei erlaubt:

Wenn ich einen Mitarbeiter hab, der 3 Wochen lang tagtäglich denselben Fehler macht und sich dann - aus welchen Gründen auch immer- plötzlich auf seine Arbeit besinnt gebe ich ihm eine zweite Chance.
Wenn ich so einen Vorgesetzten hab schaut die Sache ein bisschen anders aus, muss ich mich doch nach seinen Fehlern richten - und selbst Fehler machen.

Kurz ist BK und hat es lange verabsäumt, auf die Ratschläge der (internationalen) Experten zu hören und SOFORT Schritte zu setzen.
Dass er die momentane Situation dazu verwendet, sich selbst in Szene zu setzen, anstatt Fachleute vor die Kamera treten zu lassen stört mich.

Ja, JETZT reagiert Kurz - allerdings n.m.M sehr (oder zu?) spät.

Es muss Kritik erlaubt sein, ohne deshalb von anderen beschimpft bzw. verunglimpft zu werden, auch wenn es manchen schwer fällt, sachlich zu bleiben.

Und ja, ich bin ein Kritiker von Kurz, denn seine bisherigen Leistungen waren nicht überzeugend - aber es steht ihm jede Möglichkeit offen, mich eines Besseren zu belehren.

kritiker47
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Sie können einem leid tun

weil Sie nicht einmal in dieser Situation von Ihrem Kurz-Bashing Abstand nehmen können. Scheint auch "krankhaft" zu sein, mein Lieber.

Mein Graz
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@kritiker47

Du verwechselst "Bashing" (=heftige, herabsetzende Kritik - Duden) mit berechtigter Kritik.

Also lern erst mal die Bedeutung von Fremdwörtern, dann lies mein Posting noch einmal und dann sag mir, womit ich Kurz herabgesetzt habe.

medikus60
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@Mein Graz, das ist Sinnlos! Egal mit welchen Fakten du kommst, die Leute wollen das nicht hören! Kurz ist unantastbar! - Noch!

Ich kann dieses Verhalten von vielen Österreichern nur einer gewissen Uninformiertheit zuschreiben. Du schreibst vollkommen richtig, dass die Maßnahmen ab 9.3.2020 wichtig und richtig sind. Jeder, der sich erst ab 9.3.2020 zu interessieren begann, da ja vorher eigentlich vorwiegend beschwichtigt wurde, der ist von der Handlungsweise der Regierung berechtigt beeindruckt. Das war ja auch hier in diesem Forum so. In der Vorwoche haben hier noch User von Panikmache, Hysterie usw. gesprochen, jetzt liest man das nicht mehr. Mir wollte in der Vorwoche der User "Miraculix11" in einigen Kommentaren erklären, dass ich ein Panikmacher sei und Grippe um vieles gefährlicher wäre als Covid-19. Wenn man sich jedoch seit Feber mit der Sache beschäftigte und sich im Internet informierte kann man die Begeisterung nicht zur Gänze teilen. Ich sage nur ein Beispiel. Am 1.3.2020 hatte Italien 1.100 Infizierte mit 29 Toten, alle in der Lombardei, also direkt zur österr. Grenze. Zu diesem Zeitpunkt waren bis einschl. 9.3.2020 die Grenzen zu Italien uneingeschränkt offen. Die ersten beiden Fälle in Österr. waren auch Italiener, oder? Bis einschl. 9.3.2020 landeten in Schwechat täglich ca. 6 000 Passagiere aus dem Iran. Da sind keine Flüge aus China, Japan, Korea und vor allem aus Italien (Mailand) berücksichtigt. Nachdem unsere Regierung nun selbst sagt, dass eine schnelle Handlungsweise entscheidend ist, frage ich mich schon, warum man ca. 14 Tage zugesehen hat, wie Italien im Chaos versinkt.

Landbomeranze
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Und Frankreich und Bayern gehen heute zur Wahl!

Ein kleiner Trost medikus. Dort sitzen die noch weitaus größeren Idioten als in Österreich. Die vertrauen noch immer auf das "wir schaffen das". Unsere Politiker lernen wenigstens aus Fehlern. Was sagt uns das über jene in Deutschland und Frankreich?

medikus60
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@Landbomeranze, da gebe ich die recht! Die Deutschen werden aber noch die Rechnung dafür bekommen.

In Frankreich schließt man wenigstens jetzt, auf Druck der Experten, die Lokale. Aber das genau sind doch die genauen Beispiele wie "politisch" Entscheidungen getroffen werden. Mit "politisch" meine ich, dass die Regierungen immer die Ratschläge der Experten, möglichen Auswirkungen gegenüberstellen und dann entscheiden. Leider ist es so, dass sehr oft wirtschaftliche Interessen vor die Gesundheit gestellt werden. Jeder halbwegs normal denkende Mensch, kann doch nicht nachvollziehen, warum die Deutschen und Franzosen, noch immer nicht durchgreifen. Warten die auf ein Wunder? In österr. hatte unsere Regierung gerade noch rechtzeitig die Erleuchtung, hoffe ich, wenngleich ich felsenfest davon überzeugt bin, dass man 2 Wochen, mindestens jedoch eine Woche zu lang gewartet hat. Eine Woche ist nicht viel, doch in Anbetracht der Schnelligkeit in der sich das Virus ausbreitet ist eine Woche eine lange Zeit und womöglich wäre die eine oder andere drastische Maßnahme nicht erforderlich gewesen. Dies ist von mir natürlich auch hypothetisch, aber aus gesundheitlicher Sicht und ich glaube auch aus wirtschaftlicher Sicht, geschadet hätte es nicht.

samro
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schon vergessen?

ich erinnere mich sehr gut an artikel hier die da lauteten wie souverän frau merkel sich zurückhält und die experten reden lässt. und warum man denn immer unsere 3 herrschaften sieht.
nach wie vor ziehe ich unsere regierung weit vor.
ich bin richtig froh nicht die deutsche regierung zu haben denn ausser wirtschaft wirtschaft wirtschaft was wurde da schon gemacht im vergleich zu österreich?

ich glaube zur zeit geht es wirklich nur darum an einem strang zu ziehen und das haben gott sei dank schon viele verstanden, was vor 5 tagen auch noch hier anders war. ein hickhack hilft jetzt keinem weiter.
ich hoffe dass es bald alle verstehen und die massnahmen ernstgenommen und mitgetragen werden.


der alte M.
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Die Lombardei

Grenzt nicht an Österreich.

medikus60
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@der alte M., Sie scheinen geografisch auf der Höhe, doch nicht in Deutsch.

Ich habe direkt ZUR (zu der) österr. Grenz und nicht direkt an der österr. Grenze, so wie Sie das interpretieren, geschrieben. Aber egal wie das gemeint war, von der lompardischen Grenze, bis nach Tirol sind es 47 Straßenkilometer. Also ob Ihr Kommentar jetzt so besonders hilfreich war, bin ich mir nicht sicher.

ericmccall
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Lombardei

wollte ich auch grad schreiben, aber das ist in der jetzigen Situation unerheblich. ...
Jedenfalls sollte man sich nicht narrisch machen. Es ist wie es ist. Ich glaube nicht, dass die Regierung etwas tut um der Wirtschaft ABSICHTLICH zu schaden...... Es wird der Wirtschaft so und so schaden, jedoch ist jede Krise irgendwann zu Ende und ein Neustart möglich, wie auch immer dieser aussieht. Alles Gute und hab ein bisschen Vertrauen in Gott und andere höhere Kräfte und übernehmt selbst Verantwortung.

Mein Graz
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@medikus60

Auch für deinen Kommentar wird es 👎 hageln - denn Kurz ist für viele Sakrosankt.

Wobei ich noch einmal betone: meine Kritik gilt dem Zeitpunkt der Maßnahmen - da hatte Kurz wohl die lauteren Einflüsterer aus Reihen der IV - er hörte bestimmt nicht im richtigen Ausmaß auf die Experten, was daran ersichtlich ist, dass er zum "Hände waschen" aufrief (was natürlich sinnvoll aber zu wenig ist)...

Sam125
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Mein Graz und Medikus60, hören SIE in Anbetracht der Lage in der wir uns ALLE

(ganz Europa)befinden,stets gegen Herrn Kurz zu intervenieren und ihn schlechtzureden! Steht denn diesmal nicht die gesamte österreichische Regierung gemeinsam mit der Opposition hinter Herrn Kurz? Wie die muss ihr Hass gehen Hern Kurz sein,dass sie sogar in dieser Situation einfach ihren Mund nicht halten können!! Auch Frau Rendi Wagner als Ärztin, steht voll und ganz zu den Vorgaben und Bestimmungen der Regierung! Und noch was, es muss erst ein böser Virus uns alle bedrohen ,damit endlich alle Parteien an einem "Strang" ziehen! Dafür ein großes Dankeschön an die Politiker aller Franktionen!!!

M

medikus60
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@Sam125, bitte lesen Sie nochmals meine Zeilen. Vielleicht schaffen sie es sinnerfassend zu lesen. Es kotzt mich einfach an wenn man mir die Worte im Mund umdreht.

Erstens, die Opposition wird genau seit heute eingebunden und da auch NUR um die Entscheidungen und Gesetzesänderungen der Regierung im Nationalrat mit Mehrheit abzusegnen. Im sogenannten Krisenstab sitzt kein einziger Politiker aus der Opposition. Zweitens, mache ich niemanden schlecht, doch Kritik Muss in einer Demokratie erlaubt sein. Drittens, habe ich immer, und da habe ich auch eingefleischten Kurzgegnern hier im Forum widersprochen, die Maßnahmen die ab 9.3.2020 getroffen wurden. als wichtig und richtig bezeichnet! Meine Kritik richtet sich alleine auf die Zeit VOR dem 9.3.2020 und kein Mensch kann mich davon abbringen, dass unsere Regierung da um viele Tage zu spät reagiert hat. Heute, gerade eben, werden auch im "total schwarzen Tirol" Stimmen laut, dass man sich womöglich vieles erspart hätte, wenn man um eine Woche früher reagiert hätte. Wenn Sie das als "schlechtreden" bezeichnen ist das Ihre Sache, ich spreche hier von berechtigter Kritik und ich werde mit Sicherheit nicht aufhören meine Meinung zu sagen, auch wenn es hier einigen nicht passt.

Sam125
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Medicus60 und mein Graz,sie bescherren sich,dass Kurz nicht schon vor dem 9.MÄRZ

Mit allen nur möglichen Einschränkungen und der daraus entstehenden Nachteilen für die Wirtschaft und vorallem, für die Bevölkerung, es keinen Aufstand unter den Österreichern und auch der Opposition, gegeben hätte? Denn alles,aber auch wirklich alle und jede noch so kleine Änderung wurden von vielen Menschen und auch der Opposition belächelt und als dumme Maßnahmen heruntergespielt! Ja was glauben sie welchen Aufschrei es da überall gegeben hätte!?

Mein Graz
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@Sam125

Ein guter Anführer vermittelt Maßnahmen so, dass sie verstanden und somit akzeptiert werden.

Mein Graz
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@Sam125

Berechtigte Kritik an der Zögerlichkeit ist "Hass"?
Nein, ist es nicht. Denn das EINZIGE was ich hier kritisiere ist, dass die Regierung so lange gezögert hat und dass Kurz seine Selbstdarstellerei nicht einmal in dieser Zeit aufgibt!

Zeig mir einen einzigen Satz von mir, aus dem Hass gegen Kurz spricht und ich entschuldige mich sofort dafür.

Also lass besser deine Anschuldigungen - oder beweise sie!

medikus60
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@Mein Graz, das sehe ich genau so!

;-))

HPIK1RXCA6MZ63IL
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@Mein Graz@medikus60

Die Gereiztheit der Kurz Adoranten ist doch putzig, die haben mit der gleichen Inbrunst vor wenigen Monaten Strache und Kickl gelobt.

medikus60
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@gerbur, das ist aber lieb, dass Sie mir das mitteilen. Das ist mir auch schon aufgefallen.

Ich verstehe allerdings nicht ganz, warum Sie meinen Nickname in der Überschrift anführen. Soll dies bedeuten, dass Sie mir womöglich unterstellen, dass ich vor wenigen Monaten Strache und Kickl gelobt hätte? Das glaubt Ihnen hier ohnehin niemand, zudem ist dies verleumderisch und zu guter Letzt sei angemerkt, dass sich Ihre Parteifreunde in einer Koalition mit der FPÖ befanden, und die einzigen die hier lobende Worte dafür fanden waren Sie und Ihre Kampfposterkollegen.

medikus60
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@gerbur, sorry ich habe jetzt zwei Kommentare vermischt und komplett falsch geantwortet!

Man sollte nicht auf 2 Seiten gleichzeitig arbeiten. Ich bin nicht mulititasking fähig. Habe Ihre Zeilen komplett falsch verstanden, da ich diese überflogen habe und mit den Gedanken nicht bei der Sache war. Sorry.

fliegenpilz123
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Aber heut lassen wir es nochmal krachen

Auf zu den Schipisten und diversen Lokalen heut nochmal richtig unter die Leut,wie ognorant sind manche Mitbürger eigentlich?

Sashoma
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Planai hot

Heite offen
Jetzt gehts auf

heku49
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Ja, ich staune richtig, wenn ich Trauben von Skibegeisterten an den Kassen sehe!

Als ob es kein Ersuchen gäbe, Menschenansammlungen zu meiden - als ob es nicht eine nächste Wintersaison gäbe. In erster Linie Saisonkartenbesitzer beweisen sich als unbelehrbare Egoisten.....ich bin fassungslos! Das nenn ich Freizeitwahn......ohne Rücksichtnahme auf alle vernünftigen Menschen in unserem Land. Als ob dieser minimale Verzicht auf einen Tag Skifahren ein Drama wäre!

BernddasBrot
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ARD und NDR

haben ein CORONA VIRUS UPDATE mit dem Virologen Christian Drosten von der Charite Berlin eingerichtet . Dort können wir die wichtigsten Neuigkeiten dazu hören und nachlesen . Drosten u.a. um einen Lock Down ( völlige Ausgangssperre zu verhindern ) sollen die Regeln unbedingt eingehalten werden . Der Aufenthalt in der freien Natur dient zur Stärkung unserer Abwehrsysteme und des Herz- und Keislaufsysems....u.a......

6AQQ1YEDMFLAPOX8
6
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Unser Staat

funktioniert! Maßnahmen sind hier schneller und besser umgesetzt als in der restlichen EU oder Schweiz! Danke hierfür! Kritik und Politik sind jetzt zweitrangig. Alle müssen zu verzichten lernen! Sei es wegen Mehrarbeit oder Verdienstentgang! Jede Firma und Organisation hat ihre Selbstverantwortung, ob Baufirma oder Büro! Das ist dich zumutbar!

Sashoma
7
0
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Also

Hier in der Schweiz wird ein anderer Ansatz verfolgt

9956ebjo
2
1
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Schweiz

Und welcher?

mim7742
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Sehe das ähnlich...

habe aber trotzdem das Gefühl, dass die Maßnahmen vielleicht etwas zu spät getroffen wurden....aber ja, ein Wahnsinn wie gut unsere Regierung handeln kann - wenn sie will...👍

....das größte Risiko sehe ich darin, dass es sehr viele Leute noch immer auf die leichte „coole“ Schulter nehmen...ich bemerke in meinem Umfeld bei vielen Jüngeren, dass das Thema erst dann ernst genommen wird, wenn in der näheren Umgebung Fälle auftreten...ich denke da bräuchte es etwas mehr Aufklärung...

medikus60
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@mim7742, das ist schnell erklärt. Man sagt immer, dass Alte und Vorerkrankte besonders in Gefahr sind.

Wir haben jetzt den 2'ten Todesfall, ein 65 jähriger Mann. In Italien sind die Intensivstationen mit Patienten voll, die zw. 19 und 50 Jahre alt sind. Die benötigen alle Beatmungshilfen. Das war, bzw, ist in China genau so gewesen. Der Unterschied ist jedoch, dass die Alten und Vorerkrankten das Stadium der Beatmung leider oft nicht überleben, daher, ich sage es einmal so, stehen nur diese Fälle in der Zeitung. Von den vielen Jüngeren, die an der Beatmungsmaschine hängen, hört, sieht und liest man eben nicht, doch sie erkranken genauso und der Verlauf ist auch oft schwer. Es ist ein Problem dies klar zu kommunizieren. Auf der einen Seite darf man das Personal in den Gesundheitsbereichen nicht verunsichern, auf der anderen Seite, sollte man die Jugend nicht in falscher Sicherheit wiegen. Ich denke, das Personal ist in der Zwischenzeit schon komplett informiert und ist vorsichtig, jetzt muss man nur unserer Jugend die Gefährlichkeit klar machen, die nicht nur den Opa und die Oma betrifft!

Lodengrün
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Und immer die Älteren

als ob es die Jungen nicht auch erwischt. Ja, die Älteren haben eine höhere Sterblichkeitsrate, aber was soll’s? Können die etwas dafür älter zu sein. Macht man das jetzt nur für sie? NEIN, das geht uns ALLE an. Also keine Gräben bei den Generationen errichten. Gehöre noch nicht dieser Risikogruppe an.

Windstille
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Die Jüngeren nehmen es ernster!

Jeder weiß, dass die ältere Bevölkerung gefährdeter ist, wenn es sie erwischt. Unsere Erfahrung der letzten Tage: Es kommen kaum junge Menschen ins Büro, die meisten KundInnen sind +70!!! Und was wollen sie? Buschenschankkalender, eine Verlängerung der ÖBB-Vorteilscard, obwohl die aktuelle erst Ende April ausläuft, und andere, völlig unwichtige Dinge. Auf der Straße stand am Freitag eine Pensionistenrunde und meinte: "Am Sonntag müssen wir noch in die Kirche gehen, dann geht´s wahrscheinlich einige Wochen nicht ..."
Ohne Worte, gerade SIE - und damit meine ich die ältere, besonders gefährdete Zielgruppe - scheint etwas zu versäumen, das logische Denken hat leider bei einigen ausgesetzt.

fred4711
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naja, kirchenbesuch hilft ja bekanntlich

gegen ALLE übel dieser welt…..oder doch nicht?

schteirischprovessa
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... aber bald

😅

Lodengrün
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Mein Freund @provessa

kannst Du Dir da einen Reim darauf machen was es bei Deinem Einwurf zu bewerten gibt?

Lodengrün
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Richtig @provessa

aber auch Du Begleiter meiner Jugend. Und ich sage Dir noch etwas. Ich habe nicht die geringste Furcht, halte aber dennoch die Vorschläge ein. Darüber hinaus habe ich eine robuste Gesundheit und kann stolz sagen in den letzten 25 Jahren nicht einmal verschnupft gewesen zu sein. Ich habe dafür etwas getan und konnte so meinen Beruf der mit Krankheit nicht vereinbar geweswen wäre ohne Unterbrechung ausüben. Schönes Wochenende.

Gedankenspiele
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Habe gerade die Parlamentssitzung im Fernsehen eingeschalten gehabt.

Werte ÖVP,

wie stumpfsinnig kann man sein, wenn man es nicht mal in dieser internationalen Gesundheits- und Wirtschaftskrise nicht schafft, bei guten Vorschlägen der Opposition zumindest Beifall zu zeigen.

Die Gepflogenheiten im Parlament sind wie eh und je. Von einem nationalen Schulterschluss scheint man noch einiges entfernt zu sein.

Traurig!!!

jaenner61
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@gedankenspiele

aber das eine gewisse frau strache abwesend am handy tippselt, anstatt sich dort konstruktiv einzubringen ist ihnen egal 😐

kropfrob
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Jetzt hält sie gerade ...

... eine Rede (12 Uhr 16), aber sehr interessiert schaut sie auch dabei nicht aus.

knapp
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Als Meinl-Reisinger vorhin dem öffentlichen Rundfunk

für die seriöse unfassende Berichterstattung dankte, hat die FPÖ demonstrativ ihre Unterstützung verweigert. Hofer hat nur teilnahmslos und apathisch ins Leere geblickt. Selbst wenn wir viele Opfer zu beklagen haben werden, schaffen wir es nicht Parteiräson und Ideologien dem Wohle der Menschen in Österreich unterzuordnen. Einfach nur dumm!!

Gedankenspiele
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@knapp

Ich bin absolut Ihrer Meinung!

voit60
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wenn interessiert

schon die Frau Strache? Die wird sich wahrscheinlich Tipps von ihrem Spesengauner erwarten.

schteirischprovessa
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Gilt auch für eine gewisse Frau Hammerschmied,

und wohl auch für viele andere Parlamentarier quer durch alle Parteien.
(nur erstere hat man gezeigt)

Gedankenspiele
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@jaenner61

Hab ich das irgendwo gesagt, dass mir das egal ist?

p.s. ich habe nicht die ganze Sitzung gesehen.

Windstille
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Eine Frage:

Warum politisieren Sie in dieser so schwierigen Zeit? Türkis und grün leisten hervorragende Arbeit, allen voran Kanzler Kurz, Gesundheitsminister Anschober und Innenminister Nehammer. Es hat alles Hand und Fuß, man versucht mit allen Mitteln, das Land langsam herunter zu fahren, damit es zu keiner Massenpanik kommt. Die Haushalte hatten so die Möglichkeit, Vorräte anzulegen und die Familien werden auch in den nächsten Wochen nicht verhungern.
PS: Wissen Sie, bei welcher Vorstellung es mir übel wird? Wenn ich daran denke, dass eine gewisse Frau Beate Hartinger-Klein noch Gesundheitsministerin wäre ...

Gedankenspiele
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@Windstille

"Warum politisieren Sie in dieser so schwierigen Zeit?"
Genau die selbe Frage hab hier in meinem Posting aufgeworfen!
Warum gibt es von den Parteien im Parlament keinen Applaus für gute Vorschläge einer anderen Partei?
Genau das ist das Problem!

Beim Punkt Hartinger-Klein bin ich voll bei Ihnen.

Trotzdem ist meine Meinung, dass es sehr wohl Punkte gibt, die schneller umgesetzt hätten werden müssen.

Ein Beispiel.
Wenn die Unis vor 2 Wochen schon herunter gefahren worden wären, wären viele ausländische wie inländische Studierende (die im Übrigen oftmals gar keine Symtome entwickeln und deshalb eine besondere Gefahr für die Virenübertragung darstellen) gar nicht quer durchs Land gereist. Viele Studierende aus Südtirol z.B..

Natürlich ist man im Nachhinein immer gescheiter. Trotzdem war es von der Bundesregierung keine kluge Entscheidung damit zuzuwarten!

SoundofThunder
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🤔

Das man die Wirtschaft mit 4 Milliarden Euro unterstützt ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Die Deutschen geben ihrer Wirtschaft unbegrenzte Liquiditätsgarantien. Und in einem hat der Kickl recht: Für die Bankenrettung 2008 gab es 100 Milliarden Euro. Und das viele Lernresistent sind ist ja nicht neu. Wenn man schon drohen muss den Verbänden die Förderungen auf Jahre zu streichen wenn die ihren Spielbetrieb nicht einstellen ist es ein typisches Beispiel dafür.

Miraculix11
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100 Milliarden für die Bankenrettung?

Das war ein Kredit des Staates. Der war mit Zinsen zurückzuzahlen. Krachenden Betrieben eine verzinste Leihgabe zu geben wird nicht funktionieren.

Sam125
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Soundofthunter,ja die 4 Milliarden sind NUR für die Wirschaft,damit die

Menschen weiterhin ihre Arbeit haben und die Betriebe finanziel unterstützt und vorallem den Klein- und Mittelbetrieben geholfen wird!! Doch nun sage ich ihnen noch etwas, was glauben sie, wer die vielen extra rekrutierten Menschen die wir bald, auch noch im Gesundheitswesen, bei der Polizei, Militär und auch im Zivildienst brauchen wird? Und wer muss auch im Aufbau und Umbau von Quarantäne- Stadionen und Schutzbarrieren usw,usw ,finanziell aufkommen? Ja genau ,der Vater Staat und das wird uns auch nocheinmal viele Milliarden Euro kosten! Aber in einem muss ich ihnen wirklich recht geben,die "BANKENRETTUNG 2008" war die größte Schweinerei überhaupt, die der Menschheit WELTWEIT angetan wurde! Da wurden einige wenige,auf Kosten aller anderen Erdenbüger supperreich,doch die ganz normalen kleinen Leute, standen oft genug vor den Scherbenhaufen ihres Lebens! Gott schütze Österreich und ganz Europa!!

schteirischprovessa
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Kurz hat gesagt, dass die 4 Milliarden ein

Soforthilfeprogramm sind und voraussichtlich weitere folgen werden müssen.

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