Beim ersten Unfall in Südanatolien wurden ein Krankenwagen, ein Feuerwehrauto und ein Fahrzeug eines Journalistenteams, die alle zu einem Unfallort unterwegs waren, von einem Bus frontal erfasst. 250 Kilometer weiter östlich raste beim zweiten Unfall ein Lkw mit versagenden Bremsen in eine Menschenmenge.

Zu dem ersten Unglück mit 15 Toten kam es laut der türkischen Nachrichtenagentur DHA zwischen Gaziantep und Nizip. 31 Menschen seien dabei verletzt worden, teilte die Provinzregierung von Gaziantep mit. Unter den Toten befanden sich nach Angaben örtlicher Medien drei Feuerwehrleute, vier Rettungssanitäter und zwei Mitarbeiter der türkischen Nachrichtenagentur Ilhas. Bilder, die von der Nachrichtenagentur DHA verbreitet wurden, zeigten das Heck eines teilweise aufgerissenen Krankenwagens und zahlreiche Fahrzeugtrümmer.

Busunglück in Südanatolien
Busunglück in Südanatolien
© (c) APA/AFP/Demiroren News Agency (DHA)/- (-)

Einige Stunden später raste in der Stadt Derik in der Provinz Mardin ein Lastwagen in eine Menschenmenge, als seine Bremsen versagten, wie der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca auf Twitter erklärte. Koca sprach zunächst von 16 Toten, später teilte er mit, die Zahl der Opfer sei "leider auf 19 gestiegen". 26 weitere Menschen wurden verletzt.

Von türkischen Medien veröffentlichte Videoaufnahmen zeigten, wie der Lastwagen mit voller Geschwindigkeit in mehrere Fahrzeuge raste und wie Fußgänger zu fliehen versuchten. Kurz zuvor hatte sich am Unglücksort laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu ein weiterer Unfall mit drei Fahrzeugen ereignet. Deshalb waren bereits Rettungskräfte vor Ort, als der Lastwagenfahrer die Kontrolle verlor und in die Menschenmenge fuhr.

Justizminister Bekir Bozdag kündigte auf Twitter Ermittlungen zu beiden Unglücksfällen an. "Alle unsere Mittel sind mobilisiert", erklärte er.