"Ein Freund ist aus seinem Lastwagen ausgestiegen und hat einen absolut sauberen 100-Dollar-Schein auf dem Boden gesehen", berichtete Federico Baez, der als einer der ersten die Scheine auf der Mülldeponie in Las Parejas einsammelte, der Nachrichtenagentur AFP. Zusammen mit fünf Freunden habe er möglichst viele Scheine eingesammelt.

"Es war wie ein Spiel, wer am meisten findet", sagte Baez. Zu sechst haben wir 10.000 Dollar aufgesammelt." Ein junger Mann habe am nächsten Tag sogar 25.000 Dollar auf der Müllhalde gefunden. Laut Berichten in Onlinenetzwerken soll es sich um den Nachlass einer Dame gehandelt haben, die das Geld im doppelten Boden eines Kastens aufbewahrte. Die Behörden untersagten inzwischen den Zugang zu der Müllhalde.

Ersparnisse in Dollar daheim verwahrt

In Argentinien herrscht eine chronische Inflation. Viele Argentinier bringen ihre Ersparnisse nicht zur Bank, sondern bewahren sie in Dollar zu Hause auf. Nach Bekanntwerden des Vorfalls wurden zahlreiche Memes veröffentlicht - unter anderem von Präsident Alberto Fernández und Vize-Präsidentin Cristina Kirchner, die im Müll nach grünen Scheinen suchen, um die Wirtschaft des Landes anzukurbeln.