10. Jahrestag des UnglücksSchettino ließ neben der Costa Concordia auch die Moral auf Grund laufen

Francesco Schettino verbüßt seit 2017 eine 16-jährige Haftstrafe, unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung: Der Ex-Kapitän der Costa Concordia ist ein Sinnbild für Flucht vor der Verantwortung.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© (c) APA/AFP/TIZIANA FABI
 

"Gehen Sie an Bord, verdammt!": Wer will, kann sich weiter unten im Text auf YouTube noch jenes Telefonat anhören, das er in der Unglücksnacht mit Gregorio De Falco, dem damaligen Kommandanten der Küstenwache, führte: Kapitän Francesco Schettino wurde von ihm angeherrscht, als seine "Costa Concordia" kenterte und er sich unter fahrigem Gewäsch davor wand, zu dem Schiff zurückzukehren, auf dem Menschen ums Überleben kämpften.

Der heute 61-Jährige, in Castellammare di Stabia am Golf von Neapel Geborene, verbüßt seit 2017 eine 16-jährige Haftstrafe, unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung: Für das Gericht war es offenbar erwiesen, dass der Kommandant des Luxusliners vor zehn Jahren aus Geltungssucht ("Auf dem Schiff komme ich als Kapitän gleich nach Gott!") viel zu nahe an die Insel Giglio herangesteuert hatte.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!