"Alles verschlungen"Nach Tornados: Biden verspricht Hilfe

"Diese Tornados haben alles in ihrem Pfad verschlungen", sagte Biden. An die Anrainer im Ort Dawson Springs gerichtet fügte er hinzu: "Sie werden sich erholen und sie werden wieder aufbauen."

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© APA/AFP
 

Nach den verheerenden Tornados in Kentucky mit Dutzenden Todesopfern hat US-Präsident Joe Biden dem Bundesstaat und den betroffenen Anwohnern jegliche mögliche Hilfe der Regierung zugesagt. Er werde alles in seiner Macht stehende tun, um beim Wiederaufbau zu helfen – und das so lange wie es nötig sei, versprach Biden am Mittwoch bei einem Besuch im Katastrophengebiet. Das Ausmaß der Zerstörung sei "fast nicht zu glauben".

"Diese Tornados haben alles in ihrem Pfad verschlungen", sagte Biden. An die Anrainer im Ort Dawson Springs gerichtet fügte er hinzu: "Sie werden sich erholen und sie werden wieder aufbauen."

Kosten für einen Monat

Biden kündigte an, die Bundesregierung werde in Kentucky für die Bergungsarbeiten, das Beseitigen von Trümmern und nötige Einsätze der Rettungskräfte einen Monat lang die gesamten Kosten tragen. Zuvor hatte er dem südöstlichen Bundesstaat eine Kostenübernahme in Höhe von 75 Prozent zugesagt. Biden betonte, die Katastrophenschutzbehörde Fema stehe bereit, betroffenen Anwohnern zu helfen.

Hunderte Tote nach Tornados befürchtet: USA

Tornados haben in den USA eine Schneise der Verwüstung durch mehrere Bundesstaaten geschlagen und zahlreiche Menschenleben gekostet.

(c) AFP (TIM VIZER)

 Alleine im Südwesten des Bundesstaates Kentucky könnte es bei den Stürmen in der Nacht auf Samstag bis zu 100 Tote gegeben haben, sagte Gouverneur Andy Beshear

(c) AFP (JOHN AMIS)

Der Direktor der Katastrophenschutzbehörde in Kentucky, Michael Dossett, sagte dem Sender CNN, Tornados hätten eine Schneise über 200 Meilen (320 Kilometer) von Südwesten nach Nordosten in dem südöstlichen Bundesstaat geschlagen. Er sprach von einem der "dunkelsten Tage" Kentuckys.

(c) AFP (JOHN AMIS)

Auch andere Bundesstaaten wurden in der Nacht auf Samstag von dem verheerenden Sturmsystem getroffen. CNN berichtete von Tornados in sechs Bundesstaaten. 

(c) AFP (JOHN AMIS)

Aus dem Staat Arkansas wurden zwei Tote gemeldet.

(c) AP (Timothy D. Easley)

In Illinois stürzte das Dach eines Verteilzentrums des Online-Händlers Amazon teilweise ein, auch dort soll es Tote gegeben haben. Es dürften Tage vergehen, bis das volle Ausmaß der Verwüstungen bekannt wird.

(c) AP (Christian Gooden)
(c) AP (Michael Clubb)
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Unmittelbar zuvor hatte Biden auch den besonders betroffenen Ort Mayfield besucht. Dort sah er zahlreiche beschädigte oder komplett zerstörte Häuser und sprach bei einem Rundgang mit Anwohnern. Er sei gekommen, um zuzuhören und sicherzustellen, dass die örtlichen Behörden alle verfügbaren Hilfen bekämen, sagte er. Der Wiederaufbau werde lange dauern, warnte Biden. "Wir werden nicht verschwinden. Ich verspreche es Ihnen, die Bundesregierung wird beteiligt sein, bis das wieder aufgebaut wird." Davor war Biden über das Katastrophengebiet geflogen, um sich aus der Luft ein Bild von der Lage zu machen.

Die Tornados hatten in der Nacht zu Samstag schwere Zerstörungen angerichtet. Allein in Kentucky kamen mehr als 70 Menschen ums Leben, Dutzende galten auch am Mittwoch noch als vermisst.

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lombok
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Jetzt ist Mal genug, oder?