Jüngste Republik der WeltGoodbye, Queen – und was jetzt, Barbados?

Inselstaat ist jüngste Republik der Welt und setzte eigene Präsidentin ein. Abnabelung von britischer Queen scheint vollendet – wirtschaftliche Überlebensfähigkeit bleibt großes Fragezeichen.

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© (c) AFP (RANDY BROOKS)
 

Der Schritt kam nicht aus heiterem Karibikhimmel – er darf als heiß ersehnter Abschied von einer Ära gelten: Barbados emanzipiert sich formell und kehrte der Langzeitregentin Elizabeth II. als Staatsoberhaupt den Rücken. Der 287.000-Einwohner-Inselstaat im Atlantik, einst britische Kolonie mit leidvoller Sklaverei-Geschichte, feiert sich als jüngste Republik der Welt.

Offiziell unabhängig ist man indes schon seit genau 55 Jahren: Am 30. November 1966 war es, als die bislang relative Freiheit auch der schwarzen Bevölkerungsmehrheit zuteilwurde. Die Evolution zur parlamentarischen Demokratie, frei von kolonialen Altlasten, scheint mit der Abnabelung von der britischen Krone vollendet: Mia Amor Mottley (56), seit 2018 barbadische Premierministerin, gab sich stolz: "Ich bin im Haus meines Vaters mit dem Glauben an die Demokratie und das Vertrauen auf den Willen des Volkes aufgewachsen."

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