Fritz-Csoklich-Demokratie-PreisTichanowskaja: "Sie haben gedroht, meine Kinder ins Waisenhaus zu stecken"

Es ist ein Kampf gegen Folter, Wahlfälschung, Willkür-Urteile: Swetlana Tichanowskaja führt die weißrussische Protestbewegung gegen Diktator Alexander Lukaschenko an. Ein Kampf gegen Unmenschlichkeit und Repression, für den sie vom Styria-Medienkonzern mit dem Fritz-Csoklich-Demokratie-Preis 2021 ausgezeichnet wird.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Oppositions-Ikone Swetlana Tichanowskaja
Oppositions-Ikone Swetlana Tichanowskaja © AFP
 

Ihr Mann ist seit Mai 2020 im Gefängnis in Weißrussland. Sie sprangen für ihn als Präsidentschaftskandidatin gegen Lukaschenko ein, obwohl sie nie Politikerin sein wollten. Nach Ihrem Sieg mussten sie mit Ihren zwei Kindern ins Exil nach Litauen und führen von dort aus die Demokratiebewegung an. Wie kommen Sie mit dieser permanenten Ausnahmesituation zurande?

SWETLANA TICHANOWSKAJA: Ein normales Familienleben ist ohne meinen Mann unmöglich. Ich versuche eine gute Mutter für meine Kinder zu sein. Die Zeiten sind wirklich hart, aber ich weiß, welche Verantwortung ich trage. Ich muss mit vielem fertig werden. Doch hinter mir stehen Millionen Bürger, die dasselbe wollen wie ich: die Freilassung aller politischen Gefangenen und Neuwahlen in Weißrussland. Mein Leben ist ein Kampf, aber ich habe keine Wahl; ich muss tun, was zu tun ist.

Kommentare (2)
Hermi14
1
9
Lesenswert?

Diktatur

Pflichtlektüre für alle, die Österreich in diesen Tagen als Diktatur bezeichnen!!!

GordonKelz
0
36
Lesenswert?

Was für tapfere FRAU! GROßARTIG !

Gordon