9/11 Der Terror und seine Folgen

Am 11. September 2001 kamen bei Terroranschlägen des islamistischen Terrornetzwerkes Al-Kaida in New York City rund 3.000 Menschen ums Leben, mehr als 6.000 wurden verletzt. Ein Tag, der die Welt veränderte: die Folgen.

Brennende "Twin Tower""

Am Morgen des 11. Septembers 2001 wurden vier Passagierflugzeuge entführt, American-Airlines-Flug 11 und 175 fliegen in die Zwillingstürme des World Trade Centers, worauf diese vollständig einstürzten. Flug Nummer 77 wurde ins Pentagon gesteuert, das vierte entführte Flugzeug konnte nach Kämpfen an Board über dem Bundesstaat Pennsylvania zum Absturz gebracht werden. Auf die Flugzeugentführungen folgten weitere Selbstmordattentate.

 

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Proklamation "Krieg gegen den Terror"

Am 20. September 2001, nur neun Tage nach den verheerenden Anschlägen, proklamiert Präsident George W. Bush in einer Ansprache vor dem Kongress den "War on Terror" (Krieg gegen den Terror). Sein Versprechen: Unser Krieg gegen den Terror beginnt mit Al-Kaida, aber endet nicht dort. Er wird nicht enden, bis jede terroristische Gruppe von globaler Reichweite gefunden, gestoppt und geschlagen ist

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Operation Enduring Freedom

Die "Operation Enduring Freedom" (Operation andauernder Freiheit) ist eine militärische Großoperation der USA, die im Zuge des "Krieg gegen den Terror" am 7. Oktober 2001 begann. Insgesamt wurde sie in vier Regionen durchgeführt: in Afghanistan,  auf den Philippinen, südlich und innerhalb der Sahara sowie am Horn von Afrika. 

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Krieg in Afghanistan

Im Zuge der "Enduring Freedom-Operation" beginnt auch der Krieg in Afghanistan, wo das seit 1996 herrschende Taliban-Regime gestürzt werden sollte, um Al-Kaida zu bekämpfen.

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Homeland Security

"Homeland Security", das Heimatschutzministerium der Vereinigten Staaten, wird 2002 in Folge der Terroranschläge des 11. Septembers ins Leben gerufen. Es soll die US-amerikanische Bevölkerung bzw. das Staatsgebiet vor terroristischen Bedrohungen schützen.

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Krieg im Irak

Auch der Krieg im Irak wurde, unter anderem, mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 begründet und rationalisiert. Am 20. März 2003 begann die Bombardierung Bagdads, um den irakischen Diktator Saddam Hussein zu stürzen.

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"Mission Accomplished"

Am 1. Mai 2003 war das Regime um Hussein vertrieben, Präsident Bush verkündet auf einem Flugzeugträger auf dem Weg nach San Diego: "Mission Accomplished" (Mission erfüllt) und erklärt den Irak-Krieg für siegreich beendet.

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Besetzung des Irak

Während des verhältnismäßig kurzen Irak-Krieges (20. März 2003 bis 1. Mai 2003) sterben relativ wenige Soldaten. In der nachfolgenden Besetzungszeit (bis 2011) werden mehr als 4.000 amerikanische Soldaten getötet, im Land kommt es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen und Terror. Auch nach Abzug aller ausländischen Truppen 2011 ist der Irak weit entfernt von einer Befriedung.

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Murat Kurnaz

Im "Krieg gegen den Terror" wurden von den USA terrorverdächtige Personen entführt und ohne Gerichtsverfahren inhaftiert. Das Verschwindenlassen von Terrorverdächtigen wurde vom US-Militär als "Black Sites", geheime Gefängnisse, bezeichnet. Es wurden mehrere Fälle bekannt, in denen die Verdächtigen entweder unschuldig waren oder verwechselt wurden. Zu ihnen gehörte beispielsweise Murat Kurnaz (im Bild).

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Operation Neptune Spear

Am 1. Mai 2011 (US-Zeit) ordnet Präsident Barack Obama den Militäreinsatz "Operation Neptune Spear" in Abbottabad in Pakistan an, bei der Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden liquidiert werden sollte. In diesem Bild verfolgten der Präsident und Teile seines Kabinetts den Einsatz.

(c) Official White House Photo (Pete Souza)

Barack Obama

In einer Fernsehansprache danach verkündete Barack Obama, dass eine US-Spezialeinheit den Gründer und Anführer der Terrorgruppe Al-Kaida, Osama bin Laden, in seinem Anwesen in Pakistan erschossen hatte. Seit dem 11. September 2001 galt Al-Kaida als eine permanente islamistische Bedrohung.

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Letzter US-Soldat in Afghanistan

20 Jahre nach Beginn der militärischen Intervention "Operation Enduring Freedom" wurden im August 2021 alle US-Streitkräfte aus Afghanistan abgezogen, die übrigen NATO-Länder schlossen sich der Entscheidung des US-Präsidenten Joe Biden an. Im Bild ist der letzte US-Soldat zu sehen, der Afghanistan verließ.

Die Taliban konnten rasch Gebiet um Gebiet zurückerobern, worauf die afghanische Regierung die Macht an die radikal-islamistischen Taliban übergab.

(c) AFP (JACK HOLT)
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