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Neue Eruptionen befürchtetVulkan hält Goma weiter in Atem: Erste Fälle von Cholera

Nach dem Ausbruch des Vulkans Nyiragongo im Osten der Demokratischen Republik Kongo bleibt die Lage rund um die Millionenstadt Goma angespannt.

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Tausende Menschen harren in elenden Notlagern © AP
 

Während neue Eruptionen befürchtet werden, harren Tausende Menschen in elenden Notlagern in der Umgebung aus. Dort wurden am Wochenende acht Cholera-Fälle gemeldet. Die Behörden fürchten außerdem, dass sich in den beengten Verhältnissen das Coronavirus leicht verbreiten kann.

In einem Lager in Sake rund 30 Kilometer von Goma gab es nach Behördenangaben sechs Cholerafälle. Zwei weitere wurden in einem Camp in Kirotshe 40 Kilometer von Goma registriert.

Nyiragongo: Kongo von Vulkanausbruch erschüttert

Nach dem Ausbruch eines Vulkans in der Demokratischen Republik Kongo sind Tausende Menschen aus Goma auf der Flucht.

Goma mit seinen rund zwei Millionen Einwohnern liegt rund zehn Kilometer von dem Vulkan Nyiragongo entfernt, der erstmals seit knapp 20 Jahren wieder ausgebrochen ist.

Zuletzt war der Vulkan Nyiragongo 2002 ausgebrochen. Damals starben 250 Menschen, rund 120.000 wurden obdachlos. 

Die Eruption hatte bei vielen Bewohnern der Stadt zu Panik geführt. Zum Teil flohen sie in Richtung der Grenze zum nahe gelegenen Ruanda.

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Lavastrom reicht bis zum Flughafen

Der 3.470 Meter hohe Nyiragongo, der als einer der aktivsten Vulkane der Welt gilt, war am 22. Mai wieder ausgebrochen. Sein Krater erhebt sich nur 20 Kilometer nördlich von Goma. Ein Teil der Lava hatte sich Richtung Goma gewälzt, stoppte dann aber 300 Meter vor dem Flughafen der Grenzstadt.

Viele Einwohner flüchteten in Panik aus ihren Häusern. Der Militärgouverneur der Nord-Kivu-Region ordnete am Donnerstagmorgen die Räumung von zehn Bezirken Gomas an. Zehntausende Menschen mussten teilweise unter freiem Himmel übernachten. Nach Behördenangaben aus der vorigen Woche wurden 40 Menschen vermisst und 20.000 obdachlos. Wegen der schlechten Lebensbedingungen in den Lagern versuchten am Wochenende etliche der zuvor ausquartierten oder geflüchteten Einwohner nach Goma zurückzukehren.

Am Samstag meldeten die kongolesischen Behörden einen weiteren Vulkanausbruch, korrigierten ihre Angaben aber später als Fehlalarm. Das Ministerium für Kommunikation hatte zunächst eine Eruption geringer Intensität an einer Flanke des nur wenig nördlich des Nyiragongo gelegenen Vulkans Nyamulagira gemeldet. Später hieß es, dass der viele Rauch aus der Verkohlung von Holz fälschlich als vulkanische Aktivität wahrgenommen worden sei.

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