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Ewiges Wahrzeichen Mythos Notre Dame

Zwei Jahre nach dem verheerenden Brand im oberen Bereich der weltberühmten Kathedrale Notre Dame in Paris ist die Vorbereitung für den Wiederaufbau in vollem Gange - doch die Pläne dafür gefallen nicht allen.

Am 15. April 2019 schlug um genau 18.20 Uhr ein Rauchmelder-Alarm an - doch erst ein zweiter Feueralarm führte zu einer Evakuierung der weltberühmten Kathedrale Notre Dame in Paris.

(c) APA/AFP/BEN FATHERS (BEN FATHERS)

Kurz darauf standen bereits der Dachreiter und der Dachstuhl bereits in Flammen.

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Die Ursache für die Katastrophe ist bis heute ungeklärt - vermutet wurde ein Kurzschluss oder eine weggeworfene Zigarette.

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Das Feuer breitete sich im Dachstuhl von Notre-Dame aus, die Welt schaute fassungslos live im Netz oder vor dem Fernseher zu. "Notre Dame heute zu sehen, ist wie der Blick auf einen verstümmelten Kadaver, ein Spiegel unserer Unzulänglichkeiten", sagte Alexandre Gady, Professor für moderne Kunstgeschichte an der Sorbonne.

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Zur Zeit des Brandes fanden an Notre-Dame Bauarbeiten statt, das tonnenschwere Metallgerüst schmolz in der Hitze der Flammen.

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Zwei Jahre nach dem verheerenden Brand, scheint der Wiederaufbau endlich voranzugehen. Die Restaurationspläne werden konkreter und auch die Gefahr, dass das Jahrhunderte alte Bauwerk doch noch einstürzt, scheint gebannt.

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Besonders zwei Dinge dürften vielen noch im Kopf sein: Da ist zum einen das Versprechen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, das Gebäude innerhalb von fünf Jahren wieder aufzubauen. Klar ist dabei aber schon jetzt: Egal, wie weit die Bauarbeiten bis 2024 vorangekommen sein werden - sie werden auch danach noch weitergehen.

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Und zum anderen ist da die Debatte über den Wiederaufbau - konkret über das Wie. Macron machte sich anfangs für einen zeitgenössischen Ansatz stark - es wurde sogar ein Architekturwettbewerb ausgerufen. Doch nach mehr als einem Jahr Streit, in dem sich teilweise öffentlich beleidigt wurde, ließ der Präsident mitteilen: Notre-Dame wird in der bisher bekannten Form wieder aufgebaut.

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Dafür braucht es nun zum einen Eichen, viele Eichen. Etwa 1000 sollen noch in diesem Jahr gefällt werden. Sie werden für den Wiederaufbau des Spitzturms und des Dachstuhls benötigt. Die ersten Bäume stammen aus dem Wald von Bercé im Département Sarthe, der an der Mündung der Loire liegt.

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Zum anderen werden Steine benötigt. Auch davon braucht es größere Mengen als bei der Restaurierung normaler historischer Denkmäler. Notre-Dame wurde zwischen 1163 bis 1345 mit Kalksteinen aus dem Pariser Becken errichtet. Solche Steine werden auch heute noch in einigen Steinbrüchen rund die Hauptstadt abgebaut.

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Notre-Dame, das ist klar, ist keine normale Baustelle: Dort arbeiten zahlreiche Menschen mit besonderen handwerklichen Fähigkeiten. Sie restaurieren die Wandgemälde und Skulpturen oder müssen sich um die Reinigung der berühmten Orgel, die nach dem Brand komplett auseinandergebaut werden musste, kümmern.

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Der größte Meilenstein bisher war der vollständige Abbau des bei dem Brand verformten Gerüsts. Es bestand aus rund 40.000 Teilen, wog 200 Tonnen und befand sich teils in 40 Meter Höhe. Dieser Abbau war extrem kompliziert.

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Als das Gerüst noch auf dem Dach hing, gab es Zweifel an der Standhaftigkeit des alten Gebäudes.

(c) AFP (ANTOINE BOUTHIER)

Im vergangenen November wurde schließlich die gute Nachricht verkündet: Der Abbau ist geglückt. Kulturministerin Bachelot sagte, nun sei Notre-Dame "gerettet".

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Zu Ostern gab es wie im Vorjahr wieder eine kleine Messe, aber auch dieses Mal ging es nicht ganz ohne Bauhelm. Die Veranstaltung, an der wenige ausgewählte Menschen teilnahmen, wurde - wie immer - nur im Fernsehen übertragen.

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Notre-Dame sei so etwas wie das Gemeindehaus der Franzosen, ob sie nun gläubig seien oder nicht, sagte Alexandre Gady, Professor für moderne Kunstgeschichte an der Sorbonne, der Zeitung "Le Parisien". Der Brand habe Spuren hinterlassen. "Unsere Ohnmacht angesichts dieser Tragödie stand auch im Kontrast zu unserem Gefühl der Überlegenheit als Industrieland", so der Expert

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Doch, und das betont auch die Diözese, die Anteilnahme am Schicksal der Kathedrale ist weiterhin groß. Notre-Dame sei so etwas wie das Gemeindehaus der Franzosen, ob sie nun gläubig seien oder nicht, sagte Gady.

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"Unsere Ohnmacht angesichts dieser Tragödie stand auch im Kontrast zu unserem Gefühl der Überlegenheit als Industrieland", so der Experte.

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