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Flüchtlingsdrama in Lesbos"Wenn Kurz glaubt, hier passiere Hilfe vor Ort, belügt er entweder sich selbst oder uns"

Doro Blancke ist Helferin der ersten Stunde, im Insta-Live mit Redakteurin Larissa Eberhardt ist sie sichtlich frustriert und enttäuscht über die Lage im neuen Camp. "Ich will das hier nicht mein Leben lang machen, deswegen macht bitte richtig Druck auf die Politik", appelliert sie an alle Österreicher.

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Noch immer hilft Doro Blancke auf Lesbos geflüchteten Menschen © Privat
 

Beim Thema Hilfe vor Ort kann Flüchtlingshelferin Doro Blancke nur lachen. Sie verdreht die Augen, kann das Thema kaum mehr hören. "Wenn man 20 Sommerzelte für Hilfe vor Ort hält, dann hat Österreich geholfen", sagt sie zynisch. Auch die Heizungen, die geschickt werden sollten, waren ihrer Meinung nach sinnlos. "Man hätte sich vorab erkundigen sollen, ob es einen Stromanschluss im Camp gibt, der das aushält. Das ist ein bisschen so, als würde ich mit einem Bügeleisen auf eine Berghütte gehen, in der es keinen Strom gibt. Da kann ich das Bügeleisen gleich den Berg runterwerfen."

Doros Frustration scheint zu wachsen, besonders die gegenüber der Regierung. Das monatelange Miterleben der Zustände im Camp auf Lesbos zehren an ihr, doch aufgeben wird sie nicht. "Wir müssen hier sein, es geht um Menschenrechte und Menschenwürde", sagt sie immer wieder. 

Wir haben mit Doro Blancke über die versprochenen 276 Millionen Euro der EU gesprochen, darüber, wie es dem dreijährigen Mädchen ging, das vor einigen Monaten im Camp missbraucht wurde und darüber, wie Journalisten im Camp die Berichterstattung erschwert und Corona dafür genutzt wird, die Geflüchteten zunehmend im Camp zu isolieren

Kommentare (4)
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dieRealität2020
9
20
Lesenswert?

@Hapi67 - So gehts auch nicht.

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Mit englischem Humor wie Sarkasmus, Ironie und Zynismus ist dieses Problem nicht zu lösen, wenn es überhaupt lösbar ist.
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Wir stehen nicht mehr am Anfang einer Völkerwanderung, sondern sind aus meiner Sicht bereits mitten drinnen. Hier gehts nicht um eine 3-stellige Zahl Menschen zu helfen, sondern generell nach Möglichkeit in Lösung zu finden. Die gibt es aber nicht.
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Theoretisch, wenn wir uns also zumindest nur zum Großteil jetzt abschotten könnten, wie viel Menschen würden dann in den nächsten 30-50 Jahren aufnehmen und in 30-50 Jahren in unmittelbarer Nähe der EU in den Lagern untergebracht sein?
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Nicht zu vergessen, auch das muss korrekt und sachlich angesprochen werden. Die auch in den Lagern immer mehr ansteigenden Mehrfachgeburten in dieser Zeit. An die denkt anscheinend niemand (nicht die Politik noch die Aktivisten) nicht von hüben und drüben.

dieRealität2020
10
30
Lesenswert?

Was hat ihr karitativen Selbstdarstellungsdrang damit zu tun? Wer muss hier sein? Sie? dann seien sie es, aber zwingen sie nicht anderen Menschen ihren Willen auf.

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>>>>>> Doros Frustration scheint zu wachsen, besonders die gegenüber der Regierung. Wieso gegen die Regierung? Dadurch auch gegen das österreichische Volk? <<<<<< Schön, es ist löblich wenn sie helfen wollen, tun sie das, haben schon andere Menschen in anderen Lebenssituationen vor Jahrzehnten gemacht. Ohne den Mitmenschen und der Regierung ihren Willen aufzuzwingen.
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Nur versuchen sie nicht anderen Menschen ihren Willen, ihre Ansichten, ihre Meinung aufzuzwingen. Hat die Mehrheit in Österreich keine Stimme? Ich und hunderttausende Österreicher habe zu diesem Thema wie wir wissen eine andere Meinung und Ansicht.
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"Wir müssen hier sein, es geht um Menschenrechte und Menschenwürde" Natürlich geht es das. Nur in Österreich gibt es noch mehr Menschen die Menschenrechte und Menschenwürde benötigen. Soll ich ihnen eine punktuelle Liste schreiben?
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>>>>> Und es geht auch weltweit in tausenden Flüchtlingslager und bei Millionen von Menschen um Menschenwürde und Menschenrechte. <<<<<

Hapi67
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25
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Österreich sollte endlich die Grenzen

öffnen und alle Menschen aufnehmen.

Nicht nur aus Lesbos, Griechenland, sondern wirklich alle und jeden.

Wir können es uns leisten und durch die hohe Integrationbereitschaft der Kinder, Frauen, Alten, Familien haben wir keinerlei Probleme.
Die jungen, etwas schwierigeren Männer bleiben ohnehin lieber zu Hause und bauen Ihr Land wieder auf.

Über auftretende Probleme wird öffentlich wertfrei berichtet und spontane Lösungen gesucht und gefunden. Kritische Stimmen werden gehört und berücksichtigt.
Der Arbeitsmarkt findet endlich genügend Hochqualifizierte.

Österreich löst alle Probleme weltweit und ist mit zigMillionen neuer Einwanderer eine internationale Macht und ein Vorbild für andere Staaten.

Vielen Dank

tenke
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4
Lesenswert?

Blauäugig,

mit rosaroter Brille?