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Missbrauchs-GutachtenWeiterer Kölner Weihbischof freigestellt

Weihbischof Ansgar Puff bat Kardinal Woelki selbst um Beurlaubung - er wäre der vierte von seiner Aufgabe Abgezogene.

Weihbischof Ansgar Puff auf der Fronleichnamsprozession 2020 in Köln
Weihbischof Ansgar Puff auf der Fronleichnamsprozession 2020 in Köln © (c) Wikipedia/Raimond Spekking
 

Als Konsequenz aus dem am Donnerstag vorgestellten Gutachten zum Umgang mit sexuellem Missbrauch im deutschen Erzbistum Köln ist ein weiterer Weihbischof vorläufig beurlaubt worden. Ansgar Puff habe den Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, selbst darum gebeten, teilte das Erzbistum Köln am Freitag mit.

Ein unter Leitung des Juristen Björn Gercke erstelltes Gutachten war am gestrigen Donnerstag präsentiert worden. Erzbischof Woelki suspendierte daraufhin umgehend Weihbischof Dominikus Schwaderlapp und den Leiter des Erzbischöflichen Gerichts, Offizial Günter Assenmacher, wegen Pflichtverletzungen beim Umgang mit Verdachtsfällen von ihren Ämtern.

Am Nachmittag bot dann auch der Hamburger Erzbischof Stefan Heße Papst Franziskus seinen sofortigen Amtsverzicht an. Heße war vor seiner Berufung nach Hamburg Personalchef und Generalvikar in Köln gewesen und wird durch das Gutachten ebenfalls belastet.

Kommentare (3)
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pinsel1954
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Jener religiöser "Verein".......

.....der in Sachen Sexualität den Menschen alles verbietet und mit ewiger Verdammnis droht, der geschiedene Menschen als Strafe von den Sakramenten ausschließt, aber den finanziellen Beitrag einfordert, genau dieser "Gottesverein" hat in seinen eigenen Reihen die größten Sünder und
die grausamsten Sexualverbrecher. Sie vergreifen sich an Kinder und Schutzbefohlene und wie bei Verbrecherorganisationen üblich halten sie zusammen und vertuschen ihre Sexualverbrechen um den Schein zu wahren...... einfach eine Schande für alle die an Gott und seinen irdischen Vertretern glauben.

future4you
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Es ist einfach nur erschreckend,

und zutiefst verstörend, welch verabscheuungswürdiger Missbrauch wieder einmal passiert ist und vertuscht wurde. Und dies in einer Institution, von der man so etwas nie und nimmer erwarten dürfte. Das ist ein absolutes no go und wenn die Kirche nur etwas Glaubwürdigkeit zurück gewinnen will, dann ist hier konsequent durchzugreifen und zwar weltweit.

georgXV
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???

wie schon im "Fall Alois Schwarz" (hier geht es Gott-sei-Dank NICHT um sexuellen Missbrauch), ist die Gefahr LEIDER sehr, sehr groß, daß wieder alles unter den Teppich gekehrt und ausgesessen wird.