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Historischer SchneefallSturmtief "Filomena" legt Madrid lahm

Seit Freitagvormittag fielen in Madrid ununterbrochen dicke weiße Flocken vom Himmel. Die höchste Alarmstufe Rot wurde für Madrid und für zehn von insgesamt 50 Provinzen Spaniens ausgerufen. Drei Todesopfer sind zu beklagen.

Schneemassen in der Hauptstadt Spaniens © APA (AFP)
 

Das Sturmtief "Filomena" hat in Spanien mindestens drei Menschenleben gefordert - und die Hauptstadt Madrid mit historisch intensivem Schneefall lahmgelegt. "Wir haben noch schwere Stunden vor uns", sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Samstag bei einer Bilanz. Er rief die Spanier dazu auf, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben.

Allein in der besonders schwer betroffenen Region Madrid seien seit Freitagabend fast 1.500 Menschen gerettet worden, die vom Schnee in ihren Fahrzeugen festgesetzt worden seien. Nach Medienberichten warteten am frühen Samstagnachmittag bei gefühlten minus fünf Grad vor allem auf den Ringautobahnen der Hauptstadt noch Dutzende Menschen auf Hilfe, die die Nacht im Auto verbringen mussten.

Spanien: Madrid ganz in Weiß getaucht

Sturmtief "Filomena" sorgte in Madrid und anderen Teilen Spaniens mit starken Schneefällen für Spaß und Chaos.

(c) AFP (BENJAMIN CREMEL)

Während die "Madrilenos" am Samstag auf den nahezu autoleeren Straßen sich Schneeballschlachten lieferten und auch auf Skiern unterwegs waren, gab der größte Flughafen Spaniens die Einstellung des Betriebs für den ganzen Tag bekannt.

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Seit Freitagvormittag fielen in Madrid ununterbrochen dicke weiße Flocken vom Himmel.

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Der starke Schneefall sollte dort am Samstag erst gegen Mitternacht aufhören.

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Seit Freitagabend und noch bis Samstagabend galt in der Hauptstadt und auch in zahlreichen anderen Regionen des Landes die höchste Alarmstufe Rot.

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"Das ist der bisher heftigste Schneefall des Jahrhunderts in Madrid. Ähnliches hatte es zuletzt im März 1971 und Februar 1984 gegeben", sagte der Sprecher des Wetterdienstes AEMET, Rubén del Campo.

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Am Freitagabend waren in Madrid bereits mehrere Flüge ausgefallen. Die Madrider S-Bahn stellte den Betrieb bis auf weiteres ein, die Eisenbahngesellschaft Renfe strich am Samstag die meisten Verbindungen

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Zudem wurden einige Landstraßen und die Autobahnringe der Hauptstadt M-30 und M-40 gesperrt. Die Militärische Nothilfeeinheit UME musste nach eigenen Angaben seit Freitagabend mit 147 Soldaten und 66 Fahrzeugen mehrfach ausrücken, um im Schnee stehen gebliebenen Autofahrern zu helfen oder umgestürzte Bäume zu beseitigen.

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Notfälle mit Verletzten oder Toten gab es nach Medienberichten bisher nicht. Eine schlechte Nachricht gab es inzwischen für die Fans von Atlético Madrid: Das Heimspiel des Liga-Tabellenführers gegen Athletic Bilbao wurde wegen des Winterwetters abgesagt.

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Klicken Sie sich durch die Schneebilder aus Madrid...

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(c) AP (Andrea Comas)
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Nach Angaben der Behörden wurde in Zarzalejo im Nordwesten der Region Madrid ein 54-Jähriger tot geborgen, der in der Nacht von Schneemassen begraben worden war. Ein Mann und eine Frau starben in Fuengirola in der Provinz Malaga im Süden Spaniens, als ihr Fahrzeug in der Nacht bei Überschwemmungen von Wassermassen mitgerissen wurde.

Heftige Schnee- und Regenfälle

"Filomena" tobt seit Donnerstag und mindestens noch bis Sonntagabend vor allem in Madrid, im Zentrum und im Osten des Landes. Im Zusammenspiel mit anderen Wetterphänomenen verursachte das Sturmtief heftige Schnee- und Regenfälle, starke Winde und hohe Wellen.

Die höchste Alarmstufe Rot wurde für Madrid und für zehn von insgesamt 50 Provinzen Spaniens ausgerufen. In Madrid stellten der Flughafen und die S-Bahn den Betrieb am Samstag bis auf Weiteres komplett ein. Die Eisenbahngesellschaft Renfe strich viele Verbindungen. Zudem wurden im ganzen Land nach Angaben der Behörden rund 400 Autobahnen, Land- und andere Straßen gesperrt.

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