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"Absurd"Zu viele Frauen in Führungspositionen: Paris muss Strafe zahlen

Bürgermeisterin Anne Hidalgo nennt die von Ministerium ausgesprochene Strafe "absurd". Bei einer Ausschreibung sind elf Posten an Frauen, nur fünf an Männer gegangen.

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Zu viele Frauen vorneweg in Paris: Bürgermeisterin Anne Hidalgo zeigt wie's geht und muss dafür Strafe zahlen © APA/AFP/STEPHANE DE SAKUTIN
 

Die Stadt Paris muss eine Strafe von 90.000 Euro wegen Diskriminierung bezahlen - weil sie zu viele Frauen in Führungspositionen hat. Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach von einer "absurden" Entscheidung, die sich auf die Ausschreibung von 16 Leitungspositionen vor zwei Jahren bezieht. Davon seien "elf an Frauen und nur fünf an Männer" gegangen, spottete die sozialistische Politikerin.

Vorschrift ist Vorschrift

Das Ministerium für öffentliche Verwaltung beruft sich bei der Strafe auf eine Vorschrift, wonach solche Posten zu mindestens 40 Prozent von Angehörigen eines Geschlechts sein müssen. Bei der Pariser Ausschreibung gingen 69 Prozent der Posten an Frauen und nur 31 Prozent an Männer. Insgesamt beträgt der Frauenanteil in den Führungspositionen der Stadt Paris 47 Prozent.

Hidalgo sagte, dass sie insgeheim "Freude" über den Bußgeldbescheid empfinde. Sie werde den Scheck zusammen mit ihren Stellvertreterinnen und anderen Frauen in Führungspositionen persönlich überreichen.

Gleichwohl sieht sie den Bescheid des Ministeriums als "unverantwortlichen, gefährlichen" Schritt. "Um eines Tages die Parität zu erreichen, müssen wir aufs Tempo drücken, damit mehr Frauen als Männer ernannt werden", betonte sie.

Kommentare (10)
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schteirischprovessa
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Mir hat schon vor 20 Jahren ein Jugendfreund erzählt,

dass man in der Finanzverwaltung als Mann keine Aufstiegschancen hat.
Der hat sich schon damals beklagt, dass bei internen Ausschreibungen besser qualifizierte Männer gegen weniger qualifizierte Frauen chancenlos sind.
Das ist genau so der falsche Weg wie Frauen zu benachteiligen. Es sollte nur die Qualifikation entscheiden und weder in die eine noch in die andere Richtung das Geschlecht.

wollanig
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tja, so schnell geht´ s anscheinend

von der Frauen- zur Männerdiskriminierung.

erstdenkendannsprechen
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wobei

ja nicht mehr frauen als männer bei der stadt beschäftigt sind - es sind nach wie vor mehr männer. aber es wurden halt einmal mehr freie stellen mit frauen besetzt.

derfalter
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Geniale Idee

zur Finanzierung der Staatsfinanzen.
Alle Firmen, Institutionen etc., in denen es analog zu viele Männer gibt, müssen auch
diese Strafe zahlen...
der/ die/das ua (laut facebook gibt es ja 60(!) Geschlechter) falter

erstdenkendannsprechen
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betrifft

den öffentlichen bereich.

Guccighost
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Es wundert mich nicht dass

Das Buch von der Gruberin
„Und erlöse uns von den Blöden“
Ein Bestseller ist.

Jiyu
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"Hidalgo zeigt wie's geht..."

Und wieder hat jemand "Gleichberechtigung" nicht verstanden.

Jiyu
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PS: Quotenregelungen sind Blödsinn egal in welche Richtung.

Die beste Person bekommt den Job und fertig.

Ichweissetwas
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...und

als nächstes ist Österreich dran...?

Guccighost
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Die Leute

Haben alle schon einen Klescha