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Hochwasser-AlarmSchwere Unwetter in Italien: Familien bei Modena gerettet

Italien ist am Sonntag von schweren Unwettern heimgesucht worden. Während viele Regionen unter Hochwasser leiden, besteht in weiten Teilen Südtirols große Lawinengefahr.

© (c) AP (Alessandro Trovati)
 

Italien ist am Sonntag von schweren Unwettern heimgesucht worden. Schwierig war die Lage in der norditalienischen Provinz Modena, wo der Fluss Panaro über die Ufer trat. Dutzende Familien wurden im Raum zwischen den Ortschaften Gaggio und Nonantola aus ihren Häusern gerettet, berichteten italienische Medien. Die in Sicherheit gebrachten Personen wurden vom Zivilschutz versorgt und in einer Sporthalle untergebracht.

In Gosaldo in der Dolomiten-Provinz Belluno stürzte wegen des Unwetters eine Brücke ein. Niemand wurde verletzt. Der Pegel des Flusses Po, dem längsten in Italien, stieg kräftig an.

Die Schlechtwetter-Front belastete auch Süditalien. So mussten die Fährverbindungen zwischen Neapel und den Inseln Ischia und Procida unterbrochen werden. Keine Fähren fuhren vorerst zwischen Sizilien und den Äolischen Inseln. Mit schlechtem Wetter wird auch in der kommenden Woche gerechnet

Südtirol stark betroffen

Die starken Niederschläge und Unwetter haben auch vor Südtirol nicht Halt gemacht. Aus der autonomen Provinz wurden Straßensperren, Erdrutsche und sonstige Schäden gemeldet. Die Lawinengefahr wurde in den meisten Regionen mit Stufe "4", also großer Gefahr, angesetzt. In Sexten herrsche jedoch mit Stufe "5" sehr große Lawinengefahr, berichtete das Landeswarnzentrum.

Zu einem Lawinenabgang kam es etwa nahe eines Hofes in St. Walburg in Ulten. Die Berufsfeuerwehr war mit Radlader und Schneefräse im Einsatz, verschüttet wurde niemand. 547 Anrufe waren in der Nacht bei der Notrufnummer 112 eingegangen. 1.400 Feuerwehrleute waren seit Samstagfrüh im Einsatz.

Auch Sperren im Straßen- und Bahnverkehr waren die Folge: Die Nordspur der Brennerautobahn war seit Samstagabend zwischen Sterzing und der Staatsgrenze gesperrt, ebenso wie beide Fahrspuren der Staatsstraße ab Gossensaß bis zum Brenner. Das hintere Ultental und das hintere Martelltal waren ebenfalls gesperrt. Zudem blieb etwa die Pustertaler Straße nach einem Erdrutsch bei St. Sigmund zu.

Auch das Bahnnetz wurde in ganz Südtirol stark beeinträchtigt. Die Bahnlinie 100 zwischen Bozen und Brenner wurde wegen mehrerer Erdrutsche gesperrt. Die Züge der Bahnlinie 200 zwischen Bozen und Meran verkehrten nur zwischen Meran und Sigmundskron. Zudem hatten die Einsatzkräfte südlich des Brenners mit einem "Flickenteppich an Stromausfällen" zu kämpfen, wie es hieß.

In der Schweiz machte der viele Schnee laut der deutschen Nachrichtenagentur dpa unter anderem der Matterhorn Gotthard Bahn zu schaffen. Die Bahn meldete am Sonntag auf Twitter eine Streckenunterbrechung zwischen Andermatt und Sedrun. Für Skitouren, Freeriden und Schneeschuhwanderungen abseits gesicherter Pisten seien die Verhältnisse kritisch. In einigen Regionen kam es zu Überschwemmungen durch geschmolzenen Schnee

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