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Drei Tote, sechs Verletzte Macron: Angriff in Nizza war islamistischer Terroranschlag

Die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen - der mutmaßliche Täter, der eine Frau enthauptet hat, soll "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen haben. Frankreich ruft indes höchste Terror-Warnstufe aus. Macron: Angriff war islamistischer Terroranschlag.

Macron war nach dem Anschlag in Begleitung von Ministern nach Nizza gereist
Macron war nach dem Anschlag in Begleitung von Ministern nach Nizza gereist © AP
 

Bei einer Messerattacke in der südfranzösischen Küstenstadt Nizza hat es am Donnerstag drei Tote und sechs Verletzte gegeben. Das bestätigten Polizeikreise in Paris. Demnach wurde eine Frau enthauptet. Auch die rechtspopulistische Politikerin Marine Le Pen sprach von einer Enthauptung. Frankreich rief indes die höchste Terror-Warnstufe aus, nachdem es auch in Avignon zu Attacken kam. Zudem wurde ein Wachmann des französischen Konsulats im saudi-arabischen Dschedda bei einem Messerangriff verletzt. 

Die Messerattacke in Nizza mit drei Toten war laut Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron ein "islamistischer Terroranschlag". Frankreich sei angegriffen worden, sagte der 42-Jährige am Donnerstag in der südfranzösischen Küstenmetropole. Er kündigte einen verstärkten Schutz von Kirchen und Schulen an.

Der schon länger laufende inländische Anti-Terroreinsatz "Sentinelle" des Militärs solle von bisher 3.000 auf nun 7.000 Soldaten aufgestockt werden. Macron war nach dem Anschlag in Begleitung von Ministern nach Nizza gereist.

Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi twitterte, der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden. Estrosi zufolge gleicht die Tat einem terroristischen Anschlag. "Ohne Zweifel" passe die Art und Weise zu dem Mord am Geschichtslehrer Samuel Paty vor wenigen Tagen. Zu Journalisten sagte Estrosi, die Opfer seien auf "entsetzliche Art" getötet worden.

Erneut Terroralarm in Frankreich: Gräueltat in Kirche

Bei einer Messerattacke in der südfranzösischen Küstenstadt Nizza hat es drei Tote und sechs Verletzte gegeben.

(c) AFP (VALERY HACHE)

Polizeikreisen zufolge wurde eine Frau wohl enthauptet, die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. 

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Laut Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi soll der mutmaßliche Täter soll "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen haben.

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Der Mann wurde angeschossen und verhaftet.

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Estrosi twitterte, die Tat gleiche einem terroristischen Anschlag. "Ohne Zweifel" passe die Art und Weise zu dem islamistisch motivierten Mord am Geschichtslehrer Samuel Paty vor wenigen Tagen.

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(c) AP (Alexis Gilli)
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Täter soll 21-Jähriger Tunesier sein

Bei dem mutmaßlichen Attentäter von Nizza handelt es sich Ermittlern zufolge um einen 21-jähriger Tunesier. Er soll am 20. September mit anderen Migranten über Lampedusa nach Europa gekommen sein, berichten italienische Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise. Demnach wurde er am 9. Oktober in einem Flüchtlingslager in Bari registriert. Wann und wie er nach Nizza gelangte, sei noch unklar, hieß es weiter.

Italienische Medien erinnerten in ihrer Berichterstattung an den Tunesier Anis Amri, der für den Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin 2016 mit elf Todesopfern verantwortlich gemacht wird. Auch er war im Februar 2011 auf Lampedusa eingetroffen.

Die italienischen Rechtsparteien reagierten unterdessen empört auf den Bericht über die angebliche Einreise des Täters über Lampedusa. Die postfaschistische Gruppierung "Fratelli d ́Italia" (Brüder Italiens) forderte von der Regierung Auskunft darüber, ob der Tunesier tatsächlich in Lampedusa eingetroffen sei. Lega-Chef Matteo Salvini forderte den Rücktritt der Innenministerin, sollte sich die Route des mutmaßlichen Täters bestätigen.

Der Täter habe immer wieder "Allahu Akbar" - Arabisch für "Gott ist groß" - gerufen, selbst nach seiner Festnahme noch. Das Motiv für die Tat blieb zunächst aber unklar. Estrosi zufolge wurde der Angreifer bei seiner Festnahme angeschossen. "Er ist auf dem Weg ins Krankenhaus, er ist am Leben."

Frankreichs Innenminister Gerald Darmanin bestätigte den Vorfall, ohne zunächst Details zu nennen. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft wurde nach eigenen Angaben damit beauftragt, die Ermittlungen zu übernehmen. Dabei gehe es unter anderem um den Vorwurf des Mordes in Verbindung mit einem terroristischen Vorhaben, bestätigte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur dpa.

Nach der Messerattacke und einer ähnlichen Attacke in Avignon, bei der Passanten von einem Bewaffneten bedroht wurden, hat die französische Regierung am Donnerstag die höchste Terror-Warnstufe ausgerufen. Sie wird landesweit gelten. Die Antwort der Regierung auf die Anschläge werde "hart und unerbittlich" sein, erklärte Premierminister Jean Castex vor der Nationalversammlung. Castex verurteilte den Anschlag in Nizza als "ebenso feige wie barbarische Tat, die das ganze Land in Trauer versetzt".

Auch bei Avignon Attacke auf Passanten

Auch in der Nähe der südfranzösischen Stadt Avignon hat es einen mutmaßlich islamistischen Angriff auf Passanten gegeben. Ein Mann habe in dem Ort Montfavet mehrere Menschen mit einer Pistole bedroht, bestätigte die Polizei entsprechende Medienberichte. Die Polizei habe den Mann erschossen. Der Hörfunksender Europe 1 meldete, der Angreifer habe "Allahu akbar" (Gott ist groß) gerufen. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.

Der Vorfall habe sich in der Kirche Notre-Dame gegen 9 Uhr ereignet, berichtete der Nachrichtensender BFMTV am Donnerstag. Der Täter wurde dort mit Schüssen gestoppt, Bürgermeister Estrosi erklärte laut Nachrichtenagentur Reuters, der Mann sei daraufhin verhaftet worden. Auch Polizeikreise bestätigten eine Festnahme.

Aus der Kathedrale wurden Medienberichten zufolge kleinere Detonationen vernommen, es könnte sich laut der Zeitung Nice-Matin um vom Täter angebrachte Sprengminen handeln. Die gesamte Kirche wird derzeit genau untersucht. Die Polizei riet indes, den Bereich zu meiden. Innenminister Gérald Darmanin bestätigte einen Polizeieinsatz in der Innenstadt von Nizza. Im Ministerium gebe es eine Krisensitzung.

Darmanin hatte mehrfach von einer hohen Terrorgefahr im Land gewarnt. Erst vor zwei Wochen hatte ein Islamist einen Geschichtslehrer auf offener Straße enthauptet. Der Lehrer hatte die umstrittenen Mohammed-Karikaturen im Unterricht genutzt und für Meinungsfreiheit geworben.

Der Fall sorgte für große Bestürzung im Land. Zehntausende gingen auf die Straße, um sich solidarisch zu zeigen.

Kommentare (69)
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panasonic11
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Frankreich

Es wäre gut wenn gewisse Zeitungen mit der Verunglimpfung
von Mohammed aufhören würden . Wir wären auch nicht einverstanden wenn Jesus ständig lächerlich gemacht würde.
Das hat mit Freiheit nichts zu tun .

Plantago
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Da frage ich mich dann doch,

wie viele Schlachten Jesus geschlagen und wie viele Kriege er geführt hat.

ordner5
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Abenteuerliche Neuorientierung.

Das Ausreisezentrum hat man geschlossen und in ein Willkommenszentrum verwandelt.

Landbomeranze
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Im ORF dazu nahezu nichts,

dazu muss man schon Servus schauen oder die Kleine Homepage bemühen. Dafür gestern ein groß angekündigter ZIB 2 Beitrag über griechische Küstenwacheboote, die illegale von der Türkei kommende Flüchtlinge zurückdrängten in türkische Gewässer. Konklusio des Filmchens, der ORF-Redakteur am Türkenboot konnte kein solches Manöver filmen, lediglich einen Schlauchbootmigranten befragen, der obiges „behauptete“. Das nennt man eben Objektivität nach ORF-Manier, die sind sich nicht zu blöd, für einen "politisch korrekten" Beitrag ein Boot des türkischen Paschas zu besteigen.
Diese "Qualität" darf einen nicht verwundern. Nur so nebenbei auch beim ORF-Wetterbericht gibt es nur mehr 2 Himmelsrichtungen, den Westen und den Osten. Servus Wetterfrösche kennen noch alle Himmelsrichtungen und wissen, dass sich mit den Tauern eine Wetterscheide zwischen Norden und Süden befindet. Der Unterschied? Die einen verlangen Zwangs-Gebühren (wohl auch der Grund, dass sie ohne Rücksicht auf die Seher,machen was sie wollen) und die anderen bieten viele Qualitätssendungen gratis.

LOEWEGRAZ
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Blind

Wäre der Anschlag auf die Grazer Synagoge von einem Österreicher verübt worden hätten wir am nächsten Tag stundenlange Fakelzüge durch die Innenstadt erlebt, vorneweg die Omas gegen" rechts" . Jetzt war es aber ein Syrischer Asylant.... Wo waren die Proteste ? Von linker Seite kam gleich gar nichts.

Hildegard11
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Aber die "Raute" verkündet:

"Der Islam gehört zu Europa". Merkel go home!!

Hildegard11
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Natürlich schweigt...

..der islamische Haufen dazu?!

Tyche
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Nein, nein …

irgendwie passt es nicht ganz, wenn hier sich noch immer welche irgendwie ein Verständnis für sowas aus den Fingern zuzeln … von wegen Religion … und beleidigen usw. …
Wir sollten nicht vergessen, dass diese Leute ja zu uns kommen – und dann berufen sie sich auch noch auf ihren Glauben, der die Gastfreundschaft ganz oben auf ihrer Agenda stehen hat?! Und dann massakriert man immer und immer wieder da und dort die Menschen, die sie hier aufnehmen?!

Das ist bereits ein geopolitischer Prozess, der da läuft – und entweder WIR assimilieren uns, oder wir ändern unsere gesellschaftspolitischen Paradigmen: Mit Toleranz kannst solch einem intoleranten Religionsfaschismus nicht begegnen …

georgXV
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???

"Er ist auf dem Weg ins Krankenhaus ..."
In Paris war es anders ...

freeman666
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Europäische Union

Ständig predigen die meisten Politiker und nahezu alle Journalisten den europäischen Gedanken.
Diese wiederholten Terrorakte in Frankreich, die unglaublichen Frechheiten eines Despoten hinterm Bosporus erfordern eine klare Antwort Europas:
Abbruch der Beitrittsverhandlungen,
sofortiger Stopp der Almosen an die Türkei,
Ausweisungen aller bekannter Islamisten.
Intoleranten kann man leider nicht mit Toleranz begegnen, die denken es sei Schwäche.

catdogbeba
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Islamistisch.

Wer hätte das gedacht.

herwig67
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Erschreckend

Aber abzusehen, der Terror ist in Europa längst angekommen. Man sollte nun ernsthaft überlegen, ob man gewisse Internetseiten ( vor allem wo Prädiger ungeniert Hass verbreiten) sperrt. Ebenso gehören (auch mögliche) Gefährder in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Und man sollte endlich gegen Erdogan etwas unternehmen, denn vieles schürt er, die Türkei unterstützt immerhin islamistische Gruppen massiv.

Popelpeter
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Darum sollte einfach

verhindert werden, dass diese Leute hier um Asyl ansuchen können bzw europäischen Boden betreten dürfen! Das gehört mit allen Mitteln verhindert! Der Typ ist angeblich Tunesier und in Lampedusa als Asylant eingereist!

sugarless
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Neue

Frankreich tut mir nicht mehr leid. Es war das erste Land, das neue Flüchtlinge von Moria aufgenommen hat. Sie lernen nicht, die Betroffenheit der Politiker ist zynisch und welche Lösungen sollen Sie jetzt anbieten?

Guccighost
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Es gibt Tage

Da wünsch ich mir den Kickl zurück

Tyche
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Um Gottes Willen, Gucci!

Also mir reicht da schon der Islamisten-Terror … da brauch ich den von rechts nicht auch noch …

catdogbeba
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Ja,

ich auch. Täglich.

einmischer
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Guccighost

Und was ausser herumschreien würde er machen?
neue Pferde anschaffen?

Plantago
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@einmischer: neue Pferde wären wenigstens etwas.

Die jetzt Zuständigen tun NICHTS bzw. fördern diese Zustände noch.

Landbomeranze
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Ausreisezentren!

Kriminelle, rassistische und extremistische Muslime würden dort auf die Ausreise vorbereitet, wenn es stimmt, denn es kam nicht mehr dazu. Den Versuch wäre es wert gewesen. Ist auch nicht muslimfeindlich, denn dort sollten nur die oben beschriebenen hinkommen.

JK1976
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Zumindest mehr als der derzeitige Innenminister

Von dem hört und sieht man nichts. Gibts den noch?

Hildegard11
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Die Selbstdarsteller versagen...

..wahrscheinlich als erste. Alle Moscheen prüfen, ggfalls schließen. Prediger ausweisen oder verhaften. Schluß.

mbretter
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Absehbar

Nachdem heute am 12. Rabi' al-Awwal der Geburtstag der Propheten Mohammed begangen wird, war das leider irgendwie abzusehen.

logon 1
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Es gibt Journalisten,die..

..Leute als psychisch gestört bezeichnen, wenn sie islamophob sind, also Angst vor dieser Religion haben
Ich stelle hier ausdrücklich fest, islamophob zu sein.
Ich fürchte mich vor einer Religion, die hunderte Millionen Christen verfolgt, zehntausende im Jahr ermordet und Andersgläubigen den Kopf abschneidet.

Miraculix11
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Haben die Christen auch ähnlich gemacht

vor ein paar hundert Jahren.

Plantago
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@Miraculix11: ja, das ist der Unterschied:

die Muslime praktizieren das "SEIT ein paar hundert Jahren".

 
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