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ItalienNGOs fordern Wiederaufnahme der Rettungseinsätze

Die Schiffe würden "mit fadenscheinigen Begründungen" am Auslaufen gehindert, um die Ankunft von Geretteten in Europa mit allen Mitteln zu verhindern.

© (c) AP (Emrah Gurel)
 

Die Hilfsorganisationen Sea Watch, Open Arms, Ärzte ohne Grenzen und Mediterranea planen am Samstag in Rom, Mailand, Palermo und anderen italienischen Städten Protestaktionen gegen die von der Regierung in Rom beschlossene Festsetzung ihrer im Mittelmeer eingesetzten Rettungsschiffe. Sie forderten die Reaktivierung eines europäischen Mechanismus zur Rettung von Migranten im zentralen Mittelmeerraum.

Die vier NGOs forderten hinzu die Zuweisung eines sicheren Landehafens für alle Rettungsschiffe, die Migranten an Bord nehmen. Sie plädierten für ein Treffen mit der Regierung in Rom.

Rettungsschiffe festgesetzt

Italiens Behörden halten auf Sizilien aktuell die Rettungsschiffe der vier Hilfsorganisationen fest. Die Schiffe würden "mit fadenscheinigen Begründungen am Auslaufen gehindert, um die Ankunft von Geretteten in Europa mit allen Mitteln zu verhindern", hieß es in einem Schreiben der NGOs, die ein "Versagen der EU" beklagten.

Die italienische Regierung hat zuletzt wiederholt Rettungsschiffe festgesetzt. Bei Inspektionen stellte die italienische Küstenwache "technische und betriebliche Mängel" fest. Diese gefährdeten nicht nur die Sicherheit der Schiffe und ihrer Besatzung, sondern auch jene der Flüchtlinge, die sie nach Rettungseinsätzen aufnehmen. NGOs, die die Schiffe betreiben, sprachen von "behördlicher Schikane mit dem Ziel, die lebensrettenden Einsätze der zivilen Seenotrettungsschiffe zu blockieren".

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