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Drama in Moria Flüchlingslager in Flammen

Fast 13.000 Menschen auf Lesbos sind nun ohne Bleibe oder Obdach. Das Lager in Moria wurde während der Flüchtlingskrise vom "Hotspot" zum Flüchtlingslager der Schande.

Das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Ägäis-Insel Lesbos gilt als Sinnbild für das Versagen der europäischen Asylpolitik. Nun wurde es Opfer von Flammen.

(c) AP (Panagiotis Balaskas)

Ursprünglich war Moria einer von fünf "Hotspots", die nach der Flüchtlingskrise in Griechenland eingerichtet wurden, um bei der Überfahrt aus der Türkei gefasste Menschen zu internieren. Es ist aber seit Jahren völlig überfüllt.

(c) AP (Panagiotis Balaskas)

Das Lager hat eine Kapazität von rund 2.800 Menschen, doch leben dort mehr als 12.700 Asylsuchende unter schwierigsten Bedingungen. 

(c) AP (Panagiotis Balaskas)

Zur humanitären Notlage kam heuer auch die Coronakrise. Nach der Feststellung des ersten Coronafalls wurde das Lager Anfang September unter Quarantäne gestellt. 

(c) AP (Panagiotis Balaskas)

Einer kompletten Schließung und Evakuierung des Lagers verschließt sich die konservative griechische Regierung bisher.

(c) AP (Panagiotis Balaskas)

Eingerichtet wurde Moria im Oktober 2015. Zunächst wurden Asylbewerber dort nur registriert und dann nach kurzer Aufenthaltsdauer auf das griechische Festland gebracht. Dies änderte sich durch das EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen im Frühjahr 2016.

(c) AP (Panagiotis Balaskas)

Mitte September 2016 waren bei einem Brand große Teile der Einrichtung des Lagers zerstört worden, Ende September starben zwei Menschen bei einem weiteren Brand. Im November 2016 kam es zu Auseinandersetzungen von Lagerinsassen mit Sicherheitskräften, zwei Menschen starben bei einer Gasexplosion.

(c) AP (Panagiotis Balaskas)

Im Februar 2020 kam es zu einem Marsch von 2.000 Flüchtlingen zum Hafen der Inselhauptstadt Myrtilini, um gegen die Lebensbedingungen im Lager zu protestieren. 

(c) AP (Panagiotis Balaskas)
(c) AP (Panagiotis Balaskas)
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Kommentare (4)

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lilith73
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ja die Flüchlinge

das sind sie wirklich, ein freudscher Verschreiber :-)

Edelstahl 50
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Lesbos

Spätestens jetzt müsste jeden klar sein was da läuft .

ausTirol
6
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Ob Christ oder nicht, ob gläubig, agnostisch oder atheistisch ...

... jedem auch nur einigermaßen menschlich Empfindenden sollte eigentlich schon seit Längerem klar sein, daß wir Europäer
sowohl das Eine zu tun hätten, das Andere aber nicht lassen dürfen. Hilfe vor Ort natürlich und stärkste Initiativen, um den vermaledeiten Krieg zu beenden einerseits, und aber in Not Befindliche, vor allem Frauen und Kinder, sind aufzunehmen.

Sogar dem oft zu Recht gescholtenen Boulevard wird diese krasse Politik der Türkisen schon zu viel: So haben die Krone und der Chefredakteur der deutsche Bild Online – „Werden Sie nicht zum Herzlos-Kanzler“ – ziemlich klar ihre Ablehnung des Kurz–Kurses erkennen lassen. Ein desaströser Imageschaden für unser Österreich!

WIR reiche Länder verdienen an Waffen …
WIR machen Megagewinne mit billigen Rohstoffen …
WIR shoppen Billigstzeug aus Asien und Afrika …
WIR nehmen uns von allem mehr, als uns zusteht …
WIR sind für den Klimawandel hauptverantwortlich …

… und dann wundern wir uns, wenn Menschen aus diesen unerträglichen Umständen fliehen???

Wer ist denn gewaltbereit – die Flüchtlinge, die aus schierer Verzweiflung ihre „Hölle“ anzünden, weil sie keinen Ausweg wissen – oder die Staaten, die diese Hölle geschaffen haben?

Kurz–Clique als das erkennbar, was sie von Anfang an war und immer noch ist: eine Gruppe von kalten Machttechnokraten. Kurz meinte ja schon früher, daß es nicht ohne „grausliche Bilder“ gehen werde … Die Kurz–Farbe „türkis“ ist ja entlarvend: eine kalte, künstliche Farbe der Beliebigkeit.

Kirby
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Tiroler,

WIR reichen Österreicher haben Obdachlose, WIR haben Alleinerziehende, Rentner, Mindestverdiener etc, die in Armut leben, WIR haben Menschen, die in schimmligen, feuchten, zugigen Gemeinde- und Sozialwohnungen leben, und und und. Aber mit einem armen Österreicher gewinnt man keine Wählerstimme, keine Tränen und keinen Heiligenschein