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Heikle MissionÖlkatastrophe vor Mauritius: Frachter vor dem Auseinanderbrechen

Laut dem Betreiber sind bisher mehr als 1.000 Tonnen Öl ausgetreten, es waren ungefähr rund 4.000 Tonnen im Schiff.

© (c) AFP (DAREN MAUREE)
 

Nach dem Schiffsunglück vor Mauritius versuchen die Behörden, ein noch größeres Öl-Desaster zu vermeiden. Zwei Tanker helfen dabei, den noch vorhandenen Treibstoff aus dem auf Grund gelaufenen Frachter abzupumpen, wie das japanische Unternehmen Nagashiki Shipping als Eigner des verunglückten Schiffs am Montag mitteilte. Schlepperboote und Helikopter unterstützten die Maßnahmen.

Allen Bemühungen zum Trotz lässt sich eine noch größere Umweltkatastrophe vor der Küste von Mauritius offenbar kaum noch abwenden: Der auf Grund gelaufene Frachter mit tausenden Tonnen Öl an Bord stand am Montag nach Angaben von Regierungschef Pravind Jugnauth kurz davor, auseinanderzubrechen.

"Der Prozess ist schon weit fortgeschritten, der Frachter hat nicht mehr viel Zeit vor sich", sagte auch ein an den Rettungsbemühungen beteiligter Wissenschaftler.

Taucher berichteten von neuen Rissen am Schiffsrumpf. An den Stränden, wo tausende Freiwillige den weißen Sand vom Ölschlick zu säubern versuchten, war ein verdächtiges Knarzen zu hören

Der Hauptfokus sei derzeit, die Auswirkungen des Ölaustritts zu reduzieren und die Umwelt zu schützen, hieß es. Die "Wakashio" war vor mehr als zwei Wochen vor der Südostküste von Mauritius auf Grund gelaufen. Am Donnerstag verlor dann einer der Tanks Kraftstoff. Laut dem Betreiber sind bisher mehr als 1.000 Tonnen Öl ausgetreten, es waren ungefähr rund 4.000 Tonnen im Schiff. Umweltschützer befürchten, dass dies verheerende Auswirkungen auf die Meeresökologie haben könne.

Foto © (c) AFP (DAREN MAUREE)

Mauritius: Ölkatastrophe im Urlaubsparadies

Das Schiff Wakashio ist vor dem Urlaubsparadies Mauritius auf Grund gelaufen und verliert immer mehr Öl.

(c) AP

Regierungschef Pravind Jugnauth rief am Freitagabend den Umwelt- Notstand aus und bat um dringende Hilfe aus dem Ausland. Er wandte sich dabei zunächst an Frankreich.

(c) AP

Fast zwei Wochen lang lag der Frachter "Wakashio" gestrandet auf einem Korallenriff vor Mauritius, Bewohner konnten ihn vom Strand aus sehen. 

(c) AP

Dann sank eine Seite des Schiffs ab, und Öl begann sich in dem türkisfarbenen Wasser auszubreiten.

(c) AP

"Die ganze Lagune ist voller Öl. Das Öl hat das Ufer erreicht", beschrieb ein Mauritier und ehemalige Mitarbeiter von Greenpeace die Szenerie am Freitag. "Überall ist eine massive Verschmutzung."

(c) AP

Die "Wakashio" war am 25. Juli vor der Ostküste von Mauritius im Indischen Ozean auf Grund gelaufen. Das Schiff war laut seinem japanischen Inhaber ohne Fracht von Singapur nach Brasilien unterwegs. Wie es genau zu dem Unfall kam, war zunächst unklar. Am Donnerstag riss dann der Rumpf.

(c) AP (Georges de La Tremoille)

Rund ein Viertel der 4000 Tonnen Öl seien bereits ausgelaufen, sagte Deborah de Chazal, die Exekutivdirektorin der Mauritian Wildlife Foundation. Dies sei womöglich "eine der schlimmsten ökologischen Krisen, die dieser kleine Inselstaat jemals erlebt hat", teilte Greenpeace mit.

(c) AP (Georges de La Tremoille)
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Mauritius: Ölkatastrophe im Urlaubsparadies

Das Schiff Wakashio ist vor dem Urlaubsparadies Mauritius auf Grund gelaufen und verliert immer mehr Öl.

(c) AP

Regierungschef Pravind Jugnauth rief am Freitagabend den Umwelt- Notstand aus und bat um dringende Hilfe aus dem Ausland. Er wandte sich dabei zunächst an Frankreich.

(c) AP

Fast zwei Wochen lang lag der Frachter "Wakashio" gestrandet auf einem Korallenriff vor Mauritius, Bewohner konnten ihn vom Strand aus sehen. 

(c) AP

Dann sank eine Seite des Schiffs ab, und Öl begann sich in dem türkisfarbenen Wasser auszubreiten.

(c) AP

"Die ganze Lagune ist voller Öl. Das Öl hat das Ufer erreicht", beschrieb ein Mauritier und ehemalige Mitarbeiter von Greenpeace die Szenerie am Freitag. "Überall ist eine massive Verschmutzung."

(c) AP

Die "Wakashio" war am 25. Juli vor der Ostküste von Mauritius im Indischen Ozean auf Grund gelaufen. Das Schiff war laut seinem japanischen Inhaber ohne Fracht von Singapur nach Brasilien unterwegs. Wie es genau zu dem Unfall kam, war zunächst unklar. Am Donnerstag riss dann der Rumpf.

(c) AP (Georges de La Tremoille)

Rund ein Viertel der 4000 Tonnen Öl seien bereits ausgelaufen, sagte Deborah de Chazal, die Exekutivdirektorin der Mauritian Wildlife Foundation. Dies sei womöglich "eine der schlimmsten ökologischen Krisen, die dieser kleine Inselstaat jemals erlebt hat", teilte Greenpeace mit.

(c) AP (Georges de La Tremoille)
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Der Inselstaat Mauritius mit seinen rund 1,3 Millionen Einwohnern liegt im Indischen Ozean und zieht jährlich wegen seiner Strände und Gewässer Hunderttausende Touristen an.

Kommentare (7)

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untermBaum
1
20
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Unfähigkeit

So wie ich das Verstanden habe liegt dieser Tanker seit Wochen fest....und erst jetzt, kurz bevor es zu spät ist wird mit dem Abpumpen begonnen?! War es wirklich so schwer die Mittel an den Ort zu bekommen? Oder war es wiedereinmal taktieren um die Kosten für den Eigner möglichst gering zu halten?
Die Japaner sollen dafür zahlen, Kosten+Strafe+Wiedergutmachung. Auch wenn das die Zerstörung nicht gut machen wird. Der Mensch ist eine Katastrophe für alle anderen Lebewesen..

steirablut
1
8
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Tankschiff

Inhaltlich stimme ich absolut zu!

Aber als Information am Rande:
Es handelt sich bei dem Schiff um kein Tankschiff für Öl. Es ist ein Capesize-Massengutfrachter für Schüttgut. Was hier ausrinnt ist der Treibstoff des Schiffsmotors bzw der Hilfsaggregate.

longaway
8
6
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Bitte trotzdem ja nicht auf E-Mobilität wechseln....

...die Umweltschäden durch die zahlreichen Ölkatastrophen der Geschichte sind nichts im Vergleich zu dem bösen Lithiumabbau...

steirablut
2
3
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Tankschiff

Nur mal zur Information:
Es handelt sich bei dem Schiff um kein Tankschiff für Öl. Es ist ein Capesize-Massengutfrachter für Schüttgut. Was hier ausrinnt ist der Treibstoff des Schiffsmotors bzw der Hilfsaggregate.

joektn
6
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Hm

Lithium ist eigentlich nur ein Abfallprodukt bei der Gewinnung von anderen Stoffen und der Vorteil ist, dass man Lithium auch nach dem Akkuleben recyceln kann. Übrigens nur 2% des weltweiten Lithiums werden derzeit für E-Autos verwendet. Der Rest geht in sonstige Elektronik (PC, Smartphones etc). Selbst Verbrenner kommen nicht ganz ohne Lithium aus...

berndhoedl
1
35
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den Schiffseigner zur Kasse bitten

wenn diese Eigner einmal richtig zur Kasse gebeten werden, hört sich es auf mit schlechter Besatzung und noch schlechteren Schiff herum zuschippern...

checker43
6
16
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Und

der soll die Kosten an die Tankstellen bzw. die Konsumenten weitergeben.