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AucklandErschießung von unbewaffnetem Polizisten erschüttert Neuseeland

Ein weiterer Beamter und Passant wurden in Auckland verletzt.

© AFP
 

In Neuseeland sorgt die Erschießung eines unbewaffneten Polizisten für Erschütterung. Wie Polizeichef Andrew Coster mitteilte, waren zwei Beamte am Freitag in Massey, einem Vorort der Stadt Auckland, auf einen Unfallwagen zugegangen, als ein Mann mit einem Gewehr das Feuer eröffnete. Ein Polizist starb, ein zweiter wurde schwer am Bein verletzt. Außerdem erlitt ein Passant schwere Verletzungen.

Der Schütze und ein zweiter Mann flohen in einem zweiten Auto, wie der Polizeichef ausführte. Nach einer Verfolgungsjagd sei schließlich ein 24-Jähriger festgenommen und wegen mehrerer Vergehen, darunter Mord, beschuldigt worden. Für Samstag wurde eine Anhörung des Mannes vor Gericht angesetzt.

"Das ist eine schockierende Lage", sagte Coster. "Unsere Polizisten begeben sich jeden Tag in Gefahr, unsere Aufgabe ist es, ihre Sicherheit zu bewahren." Die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern sprach von einer "niederschmetternden Nachricht". "Unsere Polizisten arbeiten jeden Tag hart, um unsere Sicherheit und die unserer Gemeinden sicherzustellen."

Neuseelands Polizisten sind üblicherweise unbewaffnet. Gewaltsame Todesfälle von Beamten kommen in dem Inselstaat selten vor, zuletzt im Jahr 2009. Der Beamte in Auckland war der 23. Polizist seit 1890, der im Dienst getötet wurde.

Vergangene Woche hatte sich die neuseeländische Polizei gegen die Einführung bewaffneter Patrouillen entschieden. Die Beamten in Massey sollen nun wegen des Vorfalls vom Freitag aber vorerst vorsorglich Waffen bekommen.

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