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Nach 18 Jahren TV-HitErstmals ein Schwarzer als US-"Bachelor"

Der 28-Jähriger war ursprünglich als Kandidat bei "The Bachelorette" vorgesehen, nun ist er selbst der Umworbene.

© APA
 

Zum ersten Mal wird die Reality-Datingshow "The Bachelor" in ihrer 25. Staffel in den USA einen afroamerikanischen Junggesellen ins Zentrum stellen. Der 28-Jährige Matt James war ursprünglich als "Suitor" bei "The Bachelorette" vorgesehen, einer der Kandidaten, der sich um die Junggesellin in der Frauen-Version der Show bewirbt.

Nun sei er für die 2021 geplante Männer-Staffel als Haupt-Kandidat vorgesehen, hieß es bei der Präsentation von James im US-Frühstücksfernsehen "Good Morning America" am Freitag. Darauf angesprochen, ob es nicht zu spät für ein solches Zeichen der Gleichberechtigung sei, sagte James: "Ich glaube, es gibt nie den falschen Moment, um das Richtige zu tun."

Die seit 2002 laufende Show zählt in den USA zu den erfolgreichsten Formaten der letzten Jahrzehnte und erreichte auch zuletzt noch wöchentlich mehr als acht Millionen Amerikaner. Die Sendung steht aber seit Längerem in der Kritik, weil es in 18 Jahren keinen Schwarzen als Hauptkandidaten und nur wenige afroamerikanische "Suitors" gab. In den 15 Staffeln der Frauen-Version "The Bachelorette" gab es mit Rachel Lindsay bisher eine Schwarze in der Titel-Funktion.

Karey Burke, Unterhaltungschefin beim Sender ABC, erklärte die Wahl: "Wir wissen, dass wir eine Verantwortung haben, dass die Liebesgeschichten auf dem Bildschirm, für die Welt stehen, in der wir leben." Showproduzent Rob Mills gab auf der Branchenwebseite Variety zu, dass eine solche Wahl überfällig gewesen und erst der Anfang für mehr Vielfalt in der Show sei. "Wir wissen, dass dies ein paar Körner in einer sehr großen Sanduhr sind."

Kommentare (2)

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jsr9832
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Nur ein Fakt:

In den USA ist der Anteil an Schwarzen 14%. Man könnte fast glauben, dass es über 50% wären.

manfred130366
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@jsr

mag schon sein? Leider gibt es aber in den USA (und auch andernorts) noch immer ewiggestrige A....löcher, denen es am liebsten wäre, wenn es null Prozent wären.