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Qualitätstourismus erwünschtVenedig hofft auf Rückkehr zur Normalität

Bürgermeister Brugnaro: "Tagestouristen sind verschwunden, wir können auf Qualitätstourismus setzen".

© eyetronic/stock.adobe.com
 

Nach über zwei Monaten Lockdown träumt Venedig von einer Rückkehr zur Normalität. Am Montag öffnen wieder der Kleinhandel, die Gastronomie und der Tourismus. Bürgermeister Luigi Brugnaro zeigt sich optimistisch: Ab Montag könnten die ersten Schritte zurück zur Normalität unternommen werden.

"Wegen des Virus sind Tagestouristen verschwunden. Jetzt können Besucher ein Venedig entdecken, wie man es nur in anderen Zeiten erleben konnte. Venedig ist eine komplexe Stadt, die im kommenden Jahr 1.600 Jahre Demokratie feiern wird", sagte Brugnaro. Jetzt könne Venedig verstärkt auf Qualitätstourismus setzen, auf einen Fremdenverkehr, der die Einmaligkeit der Stadt wirklich respektiere.

In Italien können Betreiber von Restaurants und Bars nach einer über zweimonatigen Coronasperre ab kommendem Montag öffnen, doch viele von ihnen verzichten darauf. Die drakonischen Regeln zur Abstandshaltung in Lokalen, unter anderem eine stark begrenzte Tischzahl, zwingen vor allem viele Lokale im Stadtzentrum von Venedig, weiter geschlossen zu bleiben.

Zu ihnen zählt auch die historische "Harry's Bar", die als Künstlertreff berühmt ist - US-Schriftsteller Ernest Hemingway galt als Stammgast. "Am Montag öffne ich nicht. Die von uns verlangten Vorsichtsmaßnahmen sind verrückt und von Leuten entwickelt worden, die keine Ahnung von Gastronomie haben. Wenn sie so bleiben, werde ich nie mehr öffnen", sagte der 88-jährige Lokalinhaber Arrigo Cipriani. Die Bar ist wegen der Coronavirus-Epidemie seit Anfang März geschlossen.

Kommentare (4)

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gonde
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Jetzt ist ihr Wunsch nach viel weniger Touristen in Erfüllung gegangen. Das paßt jetzt auch wieder nicht.

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Kristianjarnig
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Eben. Jetzt sollte es ja passen in Venedig.

Keine Kreuzfahrtschiffe mit lästigen Tagestouristen die die billigen(lach) Touren kaufen. Souvernirs. Überteuerte Hotels und Restaurants(darum sollte auch niemand ein Sandwitch essen, wo kommen wir da hin, vielleicht sogar selbst mitgebracht).
Markusplatz muß jetzt auch schön leer sein, es werden wohl nur ein paar Schwerreiche auf Ihren Jachten entlang des Kanals sitzen. Vorher mit dem Privatjet eingeflogen.
Man sollte meinen das das gewünschte Ziel erreicht worden ist.

Ist halt blöd wenn Träume(undurchdachte für eine Stadt die vom Tourismus LEBT) dann doch plötzlich wahr werden, gell. Damit hat niemand gerechnet in Venedig.
Letztlich war der Grund für das ganze Getöse ja nur das man die Eintrittsgelder ein bißchen erhöhen konnte, vermutlich auch die Liegegebühren für die Kreuzfahrtdampfer.

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brosinor
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Wie?

Wie interpretiert man Qualitätstourismus? Alle Löllis erhalten Betretungsverbot?

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AufmerksamerGrazer
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Qualität vor Quantität!

Also genau das was die Lokalpolitiker seit Jahren nicht gemacht haben. Es gab ja zahlreiche Initiativen denn irren Kreuzfahrttourismus direkt am Markusplatz zu stoppen, aber da war die Hier der regierenden Lokalpolitiker und Touristikerklärung immer stärker. Der Einheimische hat von diesen Massen ja kaum was. Die kaufen höchstens in China gefertigten Souvenirramsch. Qualitätstourismus ist nachhaltiger, eher nicht der schnelllebige Tourist.

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