Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Coronavirus in Italien Zwischen Angst und Alarmismus

Aus Italien werden mehr als 200 Infektionen mit Corona-Virus gemeldet. Die Freizügigkeit in der EU ist auf die Probe gestellt.

Hamsterkäufe: Lange Warteschlangen vor den Supermärkten in Casalpusterlengo © AP
 

Über Casalpusterlengo scheint am Mittwoch eine grelle Februar-Sonne. Es ist Montagmorgen, normalerweise sind die Landstraßen in der südlichen Lombardei zu dieser Zeit stark befahren. Die Region ist Italiens Wirtschaftsmotor, 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden hier erwirtschaftet. Seit Sonntag hingegen herrscht Stille. An der Ortseinfahrt stehen zwei Polizisten und halten jedes Fahrzeug mit der Kelle an. Ein Lastwagenfahrer reicht Dokumente aus dem Fenster, ein Polizist kontrolliert. Dann darf der Wagen weiter fahren. Auf der Verkehrsinsel in der Mitte haben sich Kamerateams aufgestellt, sie senden die Bilder in alle Welt. Die Reporterin eines spanischen Senders hat sich für ihren Bericht einen Mundschutz und blaue Plastikhandschuhe übergestreift, auch wenn die Verkehrsinsel am Ortseingang ein eher sicherer Ort zu sein scheint. Italien schwankt zwischen Alarm und Alarmismus, das Corona-Virus hat die Öffentlichkeit im Griff.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren