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Experten sehen Vorhaben skeptischHarry und Meghan: Sind ihre Pläne zum Scheitern verurteilt?

Der Versuch finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, hätte schon bei anderen Royals "immer in Tränen geendet", warnte der frühere BBC-Royals-Korrespondent Peter Hunt.

Harry und Meghan © APA/AFP/DANIEL LEAL-OLIVAS
 

Auf dem königlichen Landsitz Schloss Sandringham kommen Mitglieder des britischen Königshauses heute, Montag, zu einem Krisentreffen zusammen. Nach der überraschenden Rückzugsankündigung von Prinz Harry (35) und dessen Frau Meghan (38) soll dabei über die künftige Rolle des Paares diskutiert werden. Wann das Treffen beginnen sollte, wurde nicht mitgeteilt.

Prinz Harry und Meghan wollen bekanntlich ihr Leben neu ausrichten - und künftig auch ihr eigenes Geld verdienen. Experten sehen dieses Vorhaben skeptisch. Derartige Versuche der Royals hätten "immer in Tränen geendet", warnte der frühere BBC-Royals-Korrespondent Peter Hunt.

Auch David McClure, Autor eines Buchs über die Finanzen des britischen Königshauses, sagt: "Ich glaube nicht, dass das funktionieren wird." Royals und Geldverdienen sei "eine giftige Mischung" voller "Gefahren". Diese reichen von Interessenskonflikten über peinliche Misserfolge bis hin zum finanziellen Ruin, wie andere Mitglieder des Königshauses in der Vergangenheit vorgeführt haben:

Prinzessin Diana: Nach ihrer Trennung von Thronfolger Prinz Charles 1993 kündigte Harrys Mutter Diana an, ihre offiziellen Verpflichtungen zurückzufahren. Nach ihrer Scheidung von Charles 1996 durfte sie sich nicht mehr als "königliche Hoheit" anreden lassen. Sie beendete ihr Engagement für 93 von 99 wohltätigen Einrichtungen, für die sie sich bis dahin eingesetzt hatte. Auch wenn sie nicht mehr wirklich zum Königshaus dazu gehörte, sagte sich Diana aus Sorge um ihre Söhne nicht völlig los. Sie lebte weiter im Kensington-Palast, hatte aber keinen Personenschutz wie ein Royal. 1997 starb sie bei einer Verfolgungsjagd mit Paparazzi in Paris.

Prinz Edward: Als viertes und jüngstes Kind von Königin Elizabeth II. wusste Prinz Edward nicht viel mit sich anzufangen. Er begann, für ein Musicaltheater zu arbeiten. Später beteiligte er sich an künstlerisch anspruchsvollen, aber erfolglosen TV-Produktionen. Mit seiner Royals-Version der Slapstick-Fernsehshow "It's a Knockout" erlebte er nach landläufiger Meinung ein erniedrigendes Desaster. Edward kehrte schließlich in den Schoß des britischen Königshauses zurück. Dort übernimmt er regelmäßig öffentliche Aufgaben und verhält sich ansonsten unauffällig.

Sophie, Gräfin von Wessex: Nach ihrer Hochzeit mit Prinz Edward 1999 betrieb Sophie von Wessex weiter ihre PR-Firma. 2001 berichtete allerdings die Zeitung "News of the World", dass sie sich gegenüber einem angeblichen potenziellen Geschäftspartner abfällig über Mitglieder des Königshauses und Politiker geäußert habe. Ihr wurde vorgeworfen, ihre Beziehungen zum Königshaus für geschäftliche Zwecke zu missbrauchen. Daher zog sich Sophie 2002 aus dem Geschäftsleben zurück. Seitdem hat sich Edwards Frau zu einer der zuverlässigsten Royals entwickelt und tritt oft als Begleitung der Queen auf.

Sarah, Herzogin von York: Nach ihrer Scheidung vom zweitältesten Sohn der Queen, Prinz Andrew, im Jahr 1996 musste Sarah Ferguson sich selbst um Einkünfte bemühen. Sie war Werbebotschafterin für das Diät-Unternehmen Weight Watchers, schrieb Kinderbücher und trat im US-Fernsehen auf. Dennoch hatte die Herzogin von York mit Schulden zu kämpfen. 2010 berichtete "News of the World", "Fergie" sei mit versteckter Kamera dabei gefilmt worden, wie sie einem als Geschäftsmann getarnten Journalisten für 500.000 Pfund Zugang zu ihrem Ex-Mann Prinz Andrew anbot.

Herzogin Sarah soll sich außerdem von dem US-Milliardär und verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein aus einer finanziellen Klemme geholfen haben lassen. Wegen seiner Kontakte zu dem mittlerweile in US-Haft gestorbenen Geschäftsmanns legte Andrew im November seine öffentlichen Aufgaben nieder.

Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie: Die Töchter von Andrew und Sarah sind die ranghöchsten Mitglieder der britischen Königsfamilie, die keine royalen Pflichten ausüben. Die 31-jährige Beatrice arbeitet in New York als Vize-Chefin für Strategie und Partnerschaften von Afiniti, einem Entwickler von Software für Künstliche Intelligenz. Die 29-jährige Eugenie arbeitet in leitender Stellung bei der Londoner Kunstgalerie Hauser and Wirth. Interessenskonflikte werden den beiden Schwestern nicht vorgeworfen. Sollten Harry und Meghan ihre royalen Pflichten völlig abgeben, dürfte auf Harrys Cousinen der Druck wachsen, sich als Vertreter der jungen Generation bei den Royals zu engagieren.

Angst bei den Royals vor TV-Interview

Befürchtungen zufolge könnten Harry und Meghan mit einem Fernsehinterview an die Öffentlichkeit gehen, sollte Königin Elizabeth II. ihnen nicht bei ihren Plänen entgegenkommen. Der Schaden eines nicht vom Palast genehmigten Interviews wäre immens, zitieren britische Zeitungen am Montag nicht näher genannte Quellen am Königshof.

Erst vor wenigen Wochen hatte sich Prinz Andrew (59), der in einen Missbrauchsskandal verwickelt sein soll, in einem TV-Interview um Kopf und Kragen geredet. Eigentlich wollte er mit dem Interview seinen Ruf wiederherstellen. Experten sprachen von einer "PR-Katastrophe". Der Druck auf Andrew wurde so groß, dass er seine royalen Verpflichtungen vorübergehend ruhen lässt.

Das Paar hatte überraschend angekündigt, viele offizielle Aufgaben abzugeben. Die beiden Royals wollen künftig in Großbritannien und in Kanada leben und finanziell unabhängig sein. Doch dafür müssen noch viele Fragen geklärt werden - zum Beispiel, womit sie künftig ihr Geld verdienen dürfen und wer für ihren Personenschutz zahlt.

Treffen soll Klarheit bringen

Erwartet zu dem Treffen wurden neben der Queen (93) und ihrem Privatsekretär Sir Edward Young auch Thronfolger Prinz Charles (71) und sein älterer Sohn Prinz William (37). Harry sollte nach Sandringham kommen. Meghan hält sich in Kanada auf und wollte sich Berichten zufolge telefonisch zu dem Treffen zuschalten. Britische Zeitungen spekulierten, dass die Herzogin von Sussex - so Meghans offizieller Titel - länger mit ihrem acht Monate alten Sohn Archie in Kanada bleibt, weil sie ihre Hunde nach Nordamerika mitgenommen habe.

 

Kommentare (2)

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gerbur
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Wenn das Experiment gelingt

dann ist letztendlich die Monarchie in dieser Form ( vom Steuerzahler bezahlte Marionetten) in Gefahr. Es könnte in Mode kommen, dass sich die Royals ihr Geld selber verdienen müssen und ihre Repräsentationspflichten gratis efüllen müssen nur um weiter als "königlich" zu gelten.

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pink69
4
13
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da

er ja der Sohn von Rittmeister James Hewett ist, wird's ja wohl nicht so dramatisch sein. Ich glaube, das wir andere Sachen zu fokussieren haben als diesen elendigen Mist dieser Royals, das ist ja sowas von Wurscht was die 2 machen und man kann nur hoffen das die Medien endlich einen Gang rückschalten und mit solch entbehrenswerten Berichterstattungen aufhören. Nervig bis ins Mark.

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