AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Buschbrände in Australien"Shitstorm" gegen Premier, Verschnaufpause zu Weihnachten

Australiens Regierungschef Scott Morrison hat in sozialen Medien einen sogenannten Shitstorm angesichts verheerender Buschfeuer ausgelöst. Die Feuerwehr kann indes kurz verschnaufen.

Australiens Regierungschef Scott Morrison
Australiens Regierungschef Scott Morrison © AP
 

Im Kurznachrichtendienst Twitter führten die Schlagwörter #NotMyPrimeMinister, #MorrisonMustGo und #ScoMoResign die Trendlisten an.

Ein Video, in dem eine Freiwillige beim Kampf gegen die Brände Morrison die Hand schüttelt aber erklärt, er sei nicht "ihr Ministerpräsident", verbreitete sich rasend schnell.

In sozialen Medien war bekannt geworden, dass Morrison Urlaub auf Hawaii machte, während sich in Australien die schlimmsten Feuer seit Jahren immer weiter in die Landschaft fraßen.

Milde Temperaturen über Weihnachten bescheren der Feuerwehr in Australien eine dringend benötigte Abkühlung im Kampf gegen die seit Wochen wütenden Buschbrände. Am Heiligen Abend waren dennoch rund 2.000 Feuerwehrleute im Einsatz, wie die Zeitung "Sydney Morning Herald" berichtete.

Sie nutzten das kühlere Wetter, um Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der Feuer zu treffen. Denn die Brandgefahr droht sich bald wieder zu verschärfen: Meteorologen erwarten, dass die Temperaturen nach den Weihnachtstagen wieder auf über 40 Grad steigen werden. Wind werde die Löscharbeiten erschweren.

Internationale Hilfe

Dutzende Einsatzkräfte aus Kanada, USA und Neuseeland waren in den vergangenen Tagen nach Australien gekommen, um ihren erschöpften Kollegen dort zu helfen, teilte die australische Feuerwehr mit. Ein Großteil der Feuerwehrleute in Australien sind freiwillig im Einsatz.

Allein um die Millionenmetropole Sydney herum ist seit Beginn der Brände eine Waldfläche von mehr als drei Millionen Hektar in Flammen aufgegangen, teilte die Feuerbehörde mit. Das entspricht einem Gebiet etwa von der Größe Belgiens. Landesweit verbrannten demnach gar fast fünf Millionen Hektar Land. Besonders betroffen ist New South Wales, der bevölkerungsreichste Bundesstaat, in dem auch Sydney liegt.

Immer wieder berichten örtliche Medien von außergewöhnlichen Rettungen. Am Dienstag beschrieb ein Winzer dem Sender ABC, wie er sich wegen herannahender Flammen in einen See rettete - und erst im Wasser bemerkte, dass er von Dutzenden Kängurus umgeben war.

Meteorologen erwarten erst im Februar stärkere Regenfälle. Bei den seit Oktober wütenden Buschbränden haben bereits acht Menschen ihr Leben verloren. Rund 1.000 Häuser sind bisher zerstört worden. Auch auf die Tierwelt haben die Feuer eine verheerende Wirkung: Etwa 2.000 Koalas sollen Expertenschätzungen zufolge getötet worden sein, weil sie den sich schnell ausbreitenden Flammen nicht entkommen konnten.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

Kunierer
0
10
Lesenswert?

Der Australische Trump-Bolsonaro Mix

gut daß es nicht allzu viele von dieser Spezies Mensch gibt die Welt leidet schon genug darunter.

Antworten