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GraffitisMehr als 80 Gräber auf jüdischem Friedhof in Dänemark beschädigt

Jüdische Gemeinde in Randers ist die zweitgrößte des Landes.

Gedenken an Opfer der Reichskristallnacht
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Auf einem jüdischen Friedhof in Dänemark sind mehrere Dutzend Gräber mutwillig beschädigt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurden in der Stadt Randers im Westen des Landes "mehr als 80 Grabsteine mit grünen Graffitis bemalt und einige Grabsteine umgestoßen". Nach Angaben eines Polizeisprechers hinterließen die Täter weder Symbole noch Inschriften auf den Gräbern.

Die Polizei leitete Ermittlungen ein, nachdem am Samstag eine Beschwerde eingereicht worden war. Zunächst war demnach unklar, wann die Gräber beschädigt wurden. Der jüdische Friedhof von Randers wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt. Mit rund 200 Gläubigen ist die dortige jüdische Gemeinde die zweitgrößte in Dänemark.

In Dänemark leben derzeit rund 6000 Juden. In der Hauptstadt Kopenhagen hatte ein dänisch-palästinensischer Jihadist im Februar 2015 ein Kulturzentrum gestürmt, den dänischen Filmemacher Finn Nörgaard erschossen und drei Polizisten verletzt. Ein paar Stunden später tötete der vorbestrafte 22-Jährige vor einer Synagoge einen jüdischen Wachmann und verletzte zwei Polizisten, bevor ihn die Polizei vor seiner Wohnung erschoss.