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6. + 9. August 194574 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki ist das Atomwaffengespenst zurück

Gerade ließ man den INF-Abrüstungsvertrag sterben, und das Atomwaffen-Gespenst ist zurück: Ein Blick auf die Bomben von 1945 sollte Menschen bekehren.

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Hiroshima am 8. September 1945 vor einer Ruine, die einst ein Kino war
Hiroshima am 8. September 1945 vor einer Ruine, die einst ein Kino war © AP/Stanley Troutman
 

Es war zweifellos eine der dunkelsten Stunden in der Menschheitsgeschichte: Als Pilot Paul W. Tibbets am 6. August 1945 auf Befehl über Hiroshima den Bombenschacht seines allen Ernstes nach seiner Mutter benannten B-29-Bombers "Enola Gay" aktivierte, öffnete er auch das Tor zur Hölle: Die 9.450 Meter über der japanischen Stadt ausgeklinkte, "Little Boy" getaufte Uranbombe detonierte in den Morgenstunden nur 576 Meter über dem Shima-Krankenhaus – mit einer Sprengkraft von 12.500 Tonnen TNT.

Die Verwüstung übertraf alles bis dato Bekannte: Der erste kriegerische Atombombenabwurf zerstörte etwa 90 Prozent der Stadt und tötete auf einen Schlag schätzungsweise 70.000 Menschen. Bis Ende des Jahres 1945 sollten dann weitere 70.000 sterben. Die Temperatur am Boden erreichte für eine Sekunde bis zu 4000 Grad Celsius – im Umkreis eines halben Kilometers rund um „Ground Zero" war in einer Sekunde alles Leben ausgelöscht. Nur drei Tage später, am 9. August,  warf die US-Luftwaffe dann eine weitere, noch deutlich stärkere Atombombe über Nagasaki ab, mit ähnlich desaströser Wirkung. In Trümmern lag nicht zuletzt auch die Menschlichkeit.

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