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Massive Kritik an RhetorikNach US-Massakern: Wieviel Schuld trifft Trump?

Mehrere prominente Demokraten beschuldigten den Republikaner am Sonntag, er ebne mit seiner Rhetorik den Weg für Hassverbrechen.

Wut, Trauer und Verzweiflung nach der Tat in El Paso
Wut, Trauer und Verzweiflung nach der Tat in El Paso © APA/AFP/Nicholas Kamm
 

Nach der Bluttat im texanischen El Paso mit 20 Toten sieht sich US-Präsident Donald Trump verstärkt Vorwürfen ausgesetzt, er befeuere Rassismus im Land. Mehrere prominente Demokraten beschuldigten den Republikaner am Sonntag, er ebne mit seiner Rhetorik den Weg für Hassverbrechen.

Trump selbst sprach den Menschen in El Paso und in Dayton, wo sich ein weiteres Massaker mit neun Toten ereignet hatte, sein Mitgefühl aus. "Hass hat keinen Platz in unserem Land, und wir werden uns darum kümmern", sagte er vor Journalisten.

Inländischer Terrorismus

Die Bluttat von El Paso behandeln die Ermittler als Fall von inländischem Terrorismus. Ein 21-Jähriger wird verdächtigt, in einem Einkaufszentrum in der Grenzstadt das Feuer eröffnet und 20 Menschen getötet zu haben. 26 weitere wurden verletzt. Der mutmaßliche Schütze hatte sich ergeben.

Die Ermittler prüfen, ob er vor der Tat ein "Manifest" verfasste, das im Internet gefunden wurde. El Pasos Polizeichef Greg Allen sagte am Sonntag, es sehe mehr und mehr danach aus, dass der Mann es geschrieben habe. In dem Pamphlet heißt es unter anderem: "Dieser Angriff ist eine Antwort auf die hispanische Invasion in Texas."

El Paso: Schießerei in Einkaufszentrum

Tausende Menschen waren am Samstag zum Einkaufen in dem Walmart-Supermarkt neben einem großen Einkaufszentrum in El Paso - die meisten wollten für den bevorstehenden Schulanfang einkaufen.

AP

Der Schütze wurde beim Betreten des Supermarktes gefilmt.

APA/AFP/KTSM 9 news Channel/COUR

Unter den Angestellten und Kunden brach Panik aus.

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Weitere Fotos vom Polizeieinsatz und den ersten Gedenkfeiern samt Protesten gegen Waffengewalt....

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Mexiko erwägt inzwischen ein Auslieferungsgesuch gegen den mutmaßlichen Schützen. "Wir werten diese Tat als einen Terroranschlag auf die mexikanisch-amerikanische Gemeinde und die mexikanischen Landsleute in den Vereinigten Staaten", sagte Mexikos Außenminister Marcelo Ebrard am Sonntag. Unter den 20 Todesopfern waren nach Angaben des mexikanischen Außenministeriums auch sechs Mexikaner.

Foto © AP

Kritiker werfen Trump seit längerem vor, mit seiner Rhetorik den Rassismus im Land zu befeuern. Der demokratische Abgeordnete Adam Schiff erklärte am Sonntag auf Twitter: "Wenn der Präsident und andere Führungspersönlichkeiten sich einer rassistischen und entmenschlichenden Sprache bedienen, um Einwanderer und Muslime als Eindringlinge zu beschreiben, dann hören wütende und einsame Männer mit Waffen zu. Und sie schreiten zur Tat."

Foto © AP

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Beto O'Rourke, der aus El Paso stammt, sagte dem Sender CNN, neben einem Verbot kriegsartiger Waffen müsse man auch den Hass und den offenen Rassismus ansprechen, der von Fox News und dem Präsidenten komme. "Er ermutigt es. Er toleriert es nicht nur, er ermutigt es", sagte O'Rourke mit Blick auf Trump.

"Genug ist genug"

Die ranghöchste Demokratin Nancy Pelosi forderte die Republikaner im Senat auf, sich Bemühungen anzuschließen, um die Waffengesetze im Land zu verschärfen. "Genug ist genug", erklärte sie.

Bemühungen um schärfere Waffengesetze laufen seit Jahren ins Leere - vor allem, weil Trumps Republikaner dagegen sind. Die mächtige Waffenlobbyorganisation NRA bekämpft vehement jeden Versuch, Waffenbesitz stärker zu regulieren. Auch Trump ist dezidiert gegen eine Einschränkung des Rechts auf Waffenbesitz, das in der US-Verfassung verankert ist.

Auf die Frage, ob er etwas gegen die Waffenprobleme im Land tun werde, sagte Trump am Sonntag, seine Regierung habe bereits viel getan. Aber vielleicht müsse mehr geschehen. Er fügte hinzu, dass es bei Taten wie denen vom Wochenende auch um ein Problem psychischer Erkrankungen gehe. "Das sind Menschen, die sehr, sehr ernsthaft psychisch krank sind", erklärte er. Der Republikaner kündigte an, sich am Montag noch einmal äußern zu wollen.

Rätselraten Motiv des Schützen in Dayton

Unterdessen herrschte über das mögliche Motiv des Schützen in Dayton (Ohio) Rätselraten. "Wir haben darauf noch keine Antwort", sagte der stellvertretende Polizeichef Matt Carper dem Sender CNN.

Der 24-jährige Weiße soll nahe einer Bar im Zentrum das Feuer eröffnet und neun Menschen getötet haben, darunter seine eigene Schwester. Polizisten erschossen den Angreifer. Die Opfer waren 22 bis 57 Jahre alt. Die Schwester des Mannes ist demnach die jüngste unter ihnen. Sechs der Toten waren Afroamerikaner.

Nach Angaben von Bürgermeisterin Nan Whaley trug der Täter dunkle, schusssichere Schutzkleidung. Er habe eine Waffe mit vielen zusätzlichen Patronenmagazinen benutzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass das schnelle Eingreifen der Polizei Schlimmeres verhinderte. Einsatzkräfte hätten ihn rund 30 Sekunden nach Beginn seiner Tat gestoppt, sagte Daytons Polizeichef Richard Biehl.

 

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Danke für Ihr Verständnis.

weinsteirer
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trump

taugt in keiner hinsicht als positives beispiel...
aber wenn den die gutmenschtheorie stimmen würde dürfte es unter einem obama kein einziges massaker gegeben haben - dem war aber leider nicht so!

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mapem
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Solche Postings sind definitiv zum Weinen, Steirer …

jedes nähere darauf Eingehen, wäre beleidigend und würde nicht durch die Zenz gehen …
Was da hanebüchenes Zeugs reingestellt wird, ist ja kaum mehr packbar … wird bald mal Zeit, um übers allgemeine Wahlrecht zu diskutieren …

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Mein Graz
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@weinsteirer

Obama versuchte, die Waffengesetze zu verschärfen, scheiterte allerdings am Kongress.
Trump will das Waffengesetz keinesfalls verschärfen.

Erkennst du den Unterschied?

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umo10
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Man kann die Mentalität einer Nation

Nicht in ein paar Jahren umdrehen

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umo10
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Politisch die größte Schuld

Er ist das Vorbild der Nation; wie bei einer Vater-Sohnbeziehung.

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TheTranslator
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Wie viel schuld trifft einen Brandstifter?

Wenn es mir gelingt, jemanden dazu zu inspirieren, das Haus jener Menschen anzuzünden, die ich nicht leiden kann - wer ist dann der Brandstifter? Trump, Putin, Erdogan, und die vielen anderen "Politiker", die heute zum Schwarzweiß-Denken dressieren - sie alle sind Brandstifter, die später, wenn gelöscht ist, alle Schuld von sich weisen. Sie haben ja "nichts" getan und alles nur gut gemeint...

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Legu
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Aber ...

dressieren muß man/frau sich nicht lassen- Einer der tut, Einer der läßt ...
Und Verrückte, Fanatisierte werden ermuntert von so einem Irren.

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mostlant
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Legal und nicht illegal

Das Problem große Ängste und Hass gegen Zuwanderung wird erst dann deutlich reduziert bzw teilweise beseitigt sein, wenn die gesamten Außengrenzen der USA so beschaffen sind , das nur legale Grenzübertritte möglich sind. Solange illegale und daher unkontrollerbare Grenzübertritte möglich sind werden Ängste und Hass vieler Amerikaner wahrscheilich weiter zunehmen. Derzeit gibt es schon geschätzt ca 11 Millionen Illegale in den USA. Es bedarf dringend einer Lösung damit die Sicherheit an bestimmten Grenzbereichen gewährleistet wird. Die gezeigten Reportagen über die Grenzsituation von dort sind erschreckend und ich kann verstehen, dass es einem Angst und Bang wird, wenn man dieses Chaos sieht oder als Amerikaner in dieser Region direkt betroffen ist. Keinesfalls nachvollziehen kann ich den Standpunkt der linken Politik, dass man die Mäglichkeit illegaler Grenzübertritte als gegeben hinnimmt.

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Mein Graz
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@mostlant

Kein Mensch nimmt die "Mäglichkeit illegaler Grenzübertritte als gegeben hin". Wo steht so etwas?
Die Wirtschaft profitiert - nicht nur in den USA - von Illegalen. Keinen anderen kann man so leicht ausbeuten.
Trump wird sich hüten alle Illegalen auszuweisen, denn dann gibt es viel zu wenig Erntehelfer, Kindermädchen, Haushaltshilfen, LKW-Fahrer, Reinigungspersonal, Köche, Kellner, Gärtner usw. Viele US-Bürger wollen diese Jobs nicht - also nehmen die "Illegalen" den Amerikanern auch keine Jobs weg. Die Illegalen zahlen genau so Steuern, die dem Staat bei Ausweisung dann natürlich auch entgehen.

Das alles weiß Trump - deshalb wettert er zwar gegen die "Illegalen" - tut aber nichts, er würde sich den Zorn der Massen zuziehen. Er schürt lieber Hass und Angst - und die Menschen fallen auf dieses populistische Schema immer wieder rein.

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dmastermindm
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Naja,

ich weiß nicht so recht was ich mit ihrer aussage anfangen soll, sie versuchen irgendwie zu erklären warum trump nicht schuld hat, ich denke das hält aber nicht ganz. trump ist nicht direkt schuld aber mit seiner rhetorik trägt er halt dazu bei, dass die ohnehin angespannte situation noch angespannter ist.

die "illegalen" sind den amerikanern teilweise recht, denn gewisse wirtschaftszweige nutzen diese menschen schamlos aus und zahlen hungerlöhne. das ist auch herrn trump bewusst und das soll auch so bleiben, wer außer illegale geht den für 1,50 die stunde aufs feld arbeiten.

andererseits haben die amerikaner viel zu lasche waffengesetze.

die grenzsituation mag angespannt sein, gibt aber niemanden das recht wahllos menschen zu erschießen.

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lieschenmueller
4
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Illegale Grenzübertritte - wenn diese in großen Maßen sind - machen Angst

Diese 11 Millionen im Land, welchem Zeitraum werden die zugerechnet. Wer profitiert von denen? Wer hat die Nachteile? Bei erstem wohl wo Illegale angestellt sind und bei zweitem ein US-Amerikaner will diesen Job. Kommt wie oft vor? Meistens sind die prekär beschäftigt.

Sicherheit! Verhältnis wieviele US-Amerikaner von Illegalen zu Schaden kommen zu Einheimischen? Wissen Sie Zahlen?

Linke Politik nimmt diese Grenzübertritte als gegeben hin? Richtig ist - rechte lebt davon, möchte gar keine Zahl von Null, weil sonst die Daseinsberechtigung schwer leidet. Die braucht das Thema wie das tägliche Brot.

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Planck
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‘Show me a 50-foot wall, and I’ll show you a 51-foot ladder’

Mehr ist zu dem Unsinn nicht zu sagen.

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UHBP
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Ist wohl nur eine Frage der Zeit

bis Trump mit der Meldung kommt, dass sie mehr Waffen brauchen. Denn wenn jeder eine Waffe getragen hätte, hätten sie den Angreifer schneller erschießen können.

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Legu
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Hat er...

doch eh ! schon !!!
Alle Lehrer brauchen Waffen und so weiter.

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Schwupdiwup
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.

Die lockeren Waffengesetze sind das Benzin
Politiker wie Trump sind das Feuerzeug

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Maverrick29
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So ist es

Leider die Wahrheit...

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lieschenmueller
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@Schwupdiwup

Perfekt!

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SoundofThunder
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Vorbildwirkung ist nicht zu unterschätzen

Deshalb sollten sich alle Politiker als Vorbilder verhalten. Deswegen sollten KurzIV,Kickl,Nehammer und Co. es sich überlegen was sie sagen wenn sie wieder gegen Ausländer hetzen.Und die Mitglieder der Identitäre,Pegida,Burschenschaften und der FPÖ werden diese Manifeste ganz sicher eifrig lesen.

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dmastermindm
4
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Waffen

die probleme in amerika liegen doch an anderer stelle, die waffengesetze sind einfach viel zu lasch. außerdem haben viele amerikaner eine für uns unverständliche einstellung zu waffen. gerade mit einem amerikaner gesprochen, er sagte folgendes - "you need weapons to protect your freedom". da sollte man einmal hinterfragen wie sehr die waffenlobby die menschen einer gehirnwäsche unterzogen hat.

trägt trump dazu bei, zum teil, er schürt den hass gegen mexikaner und migranten und dadurch kommt es zu gezielten attacken auf gewisse bevölkerungsgruppen. ich denke aber nicht das es der auslöser ist. vermutlich wäre der typ ansonsten in eine schulde gegangen und hätte wahllos leute erschossen.

deswegen benötigen wir in österreich keine liberalen waffengesetze, wie es zB die fpö fordert.

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Hieronymus01
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Trump ist nicht schuld....

....schuld sind die, die ihm bei der Wahl unterstützt und gewählt haben.
Es ist besorgniserregend dass trotz steigendem Wohlstand die Radikalisierung der Gesellschaft und Armutsschere immer grösser wird.

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Mein Graz
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@Hieronymus01

Doch, Trump ist MIT schuld! Er wurde doch gewählt, weil er schon im Wahlkampf erkennen lies, in welche Richtung seine Politik geht!

In seinen Aussagen hetzt er ständig gegen Migranten und Ausländer, sogar Landsleute greift er an, bevorzugt Frauen mit Migrationshintergrund, die allerdings schon in den USA geboren und somit US-Staatsbürger sind.
Alles, was nicht "weiß" ist widerstrebt ihm.

Auch wenn er es nicht immer direkt sagt, alle seine Statements enthalten zumindest unterschwellig seinen Hass auf alles, was "anders" ist als er es gerne hätte.

Und das Erschreckende ist, dass die Menschen das nicht erkennen.

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lieschenmueller
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Berichterstattung ist notwendig, keine Frage,

über das Ausmaß bin ich mir nicht klar. Dieses "Manifest", das momentan jeder dieser Verbrecher glaubt hinterlassen zu müssen und dessen Inhalt, dass der immer wiederholt wird, da mache ich schon ein Fragezeichen. Genauso über die Anzahl und den Inhalt der Fotos.

Was ich über die Dauerschleife auf CNN denke, sage ich hier lieber nicht .......

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anzughildbert
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Trump / Ballerspiele

Kann man Trump die Schuld geben? Ich würde sagen nicht nein.
Ich sehe das so wie mit Ballerspielen oder härterer Metalmusik (die ich auch mag).

Die meisten Leute können damit zu tun haben und es löst nix in ihnen aus, aber wir haben auch Leute unter uns die in einem psychischen Grenzgebiet leben bei denen sowas reichen kann sie über die Grenze zu bringen.

Trotzdem wäre es eine tolle Sache dass man keinen Präsidenten hat der eben diese Personen motivieren kann die Grenze von Logik zu Wahnsinn zu überschreiten...

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lieschenmueller
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@anzughildbert - "Ich würde sagen (nicht) nein

Schauen Sie sich die Mimik und Gestik von Trump an. Wieviel Einsicht dem überhaupt möglich ist ob seines Zustandes, das können im Grunde nur Fachleute beurteilen.

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anzughildbert
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@lieschenmueller

Ich habe auch mit keinem Wort geschrieben dass Trump ein psychisches Problem hat.
Ich habe geschrieben dass die immergleichen Reden und Predigten von Trump der Faktor sein könnte dass jemand der sich seiner Psyche eh schon nicht sicher ist die Grenze zwischen "Normal" und "Wahnsinn" überschreitet.

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lieschenmueller
2
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Faktor

Das berühmte übergelaufene Fass!

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