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Kommentar zum Mord an AchtjährigenEine Debatte zwischen Rache, Respekt und dem Rechtsstaat

Ein achtjähriger Bub wurde vor den Zug gestoßen. Kein Wort kann ihn zurückbringen oder seine Eltern trösten. Dennoch muss man über die Folgen dieser Tat sprechen.

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GERMANY-TRANSPORT-DEATH
Der Bahnhof Frankfurt © APA/AFP/dpa/FRANK RUMPENHORST
 

Die Züge fahren wieder nach Plan. Auf der Internetpräsenz der Deutschen Bahn ist zwischen Last-Minute-Tickets und dem Hinweis auf das Gepäckservice kein Platz für Trauer. Wären da nicht die Teddybären und Blumen bei Gleis sieben, am Frankfurter Bahnhof würde nichts an den Tod eines achtjährigen Buben erinnern, der am Montag vor einen Zug gestoßen wurde. Sein Leben ist zu Ende, das seiner Angehörigen zerstört. Worte des Mitgefühls hört die Familie. Allein: Sie bringen niemanden zurück. Es bleibt Schmerz.

Kommentare (6)

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homerjsimpson
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Dieser Kommentar schließt an Widerlichkeiten an...

... ein einzelner vermutlich Traumatisierter rechtfertigt eben keine Debatte über Zuwanderung. Flüchtlinge sind keine Zeitbomben, maximal wenige aus einer Gruppe und dann ist ein psychisch kranker Mensch immer noch keine Zeitbombe.

Warum wird die Herkunft hier genannt, ist man der Meinung, dass in Afrika das "vor den Zug stoßen" Massensport ist, weil wenn nicht, dann ist die Herkunft hier irrelevant. So wie ein Stainzer der jemand umbringt, nicht bedeutet, dass Stainzer Mörder sind. Aber ja: Bei Österreichern steht die Herkunft dann eh nicht dabei...

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Landbomeranze
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Sind Kriegsflüchtlinge nicht nur solche, sondern zugleich ob ihrer Trauma menschliche Zeitbomben?

Wenn das so wäre hätte in Europa nach 1945 Mord und Totschlag herrschen müssen - überall plattgemachte Städte, Millionen Tote. Da hätte es bis auf wenige Ausnahmen nur Traumatisierte geben müssen, denen unter dem Begriff Traumatisierung alles zu entschuldigen gewesen wäre. Es war aber nicht so. Also dürften auch die Kultur und innere Einstellungen (die ganze noch verbliebene Kraft für den Wiederaufbau) eine Rolle gespielt haben. So leid es mir tut aber die Flüchtlinge, die zu uns kommen, die bauen nichts wieder auf, die sind vor dieser Aufgabe in ihren Heimatländern davongelaufen.

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fcw0810
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Wer entschuldigt denn

diese Tat. Der Herr A. hat 13 Jahre in der Nähe von Zürich gewohnt und in Zürich bei den Verkehrsbetrieben gearbeitet. Nach deren Auskunft war er ein bestens integrierter Mensch, der selbst in der nicht gerade ausländerfreundlichen Schweiz akzeptiert wurde. Was auch immer einen Menschen zu solch einer Tat getrieben hat ist und bleibt wohl auch unverständlich. Aber das jetzt zu einer Ausländerhetze zu benutzen ist schlichtweg widerlich. Übrigens: Herr A. war bekennender orthodoxer Christ.

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Landbomeranze
1
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Und er stand auf einer Fahndungsliste

in der Schweiz. Ob er Christ war oder nicht ist mir ziemlich egal. Er wurde von einer anderen Kultur geprägt. Für mich sind viele Taten der Zuwanderer wie auch Autochtoner unverständlich. Allerdings werden sie nicht leugnen können, dass die Kriminalitätsrate unter bestimmten Zuwandern, jene der seit Generationen hier Geborenen bei weitem übersteigt.

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fcw0810
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Das stimmt nicht.

Die christliche Kultur hat weltweit die gleichen Grundwerte.
Die Schweizer Behörden erachteten sein Vergehen als nicht so groß, daß ein internationaler Haftbefehl ausgestellt wurde.
Die Statistik Austria belegt, daß die Mehrheit der 2018 Verurteilten Österreicher waren, die nächst größere Gruppe sind die Deutschen und EU Bürger.
Aber eben, Landbomeranze, wer nichts weiß, muß alles glauben.
Und nur ganz nebenbei, schreiben sie "Bomeranze" absichtlich so?

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gerbur
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Wen wundert das?

Der sich abzeichnende Überlebenskampf einer breiten Masse gegen den sozialen Abstieg, verursacht durch ein brutales Wirtschaftssystem, von dem nur mehr wenige Menschen profitieren, wird immer mehr psychische Krankheiten verursachen, die sich teils in solchen erschreckenden Gewalttaten auswirken werden. Der Druck wird immer stärker, aufgebaut durch Berichte über angstmachende Zukunftsvisionen, in denen sich viele Menschen bereits als die zukünftigen Looser erkennen können.

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