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Bekannte Personen beschuldigtBrite muss wegen falscher Pädophilie-Anschuldigungen 18 Jahre in Haft

Doch die durch ihn ausgelösten Ermittlungen waren Kosten von 2,2 Millionen entstanden.

Westminster-VIP wurden manche der Beschuldigten von Beech genannt © APA/AFP/ADRIAN DENNIS
 

Weil er mit einer Serie falscher Pädophilie-Anschuldigungen die Justizbehörden in die Irre führte und hochrangige Persönlichkeiten belastete, ist der 51-jährige Brite Carl Beech zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Zum Abschluss eines zweimonatigen Prozesses in Newcastle urteilte Richter James Goss am Freitag, Beech habe "die Polizei absichtlich, wiederholt und bösartig belogen".

Der Mann hatte 2014 behauptet, er sei in den 70er- und 80er-Jahren von bekannten Persönlichkeiten wie etwa Premierminister Edward Heath sexuell missbraucht worden. Chefermittler Kenny McDonald hatte die Anschuldigungen im Dezember 2014 im Fernsehen als "glaubwürdig und wahr" bezeichnet. Aufgrund von Beechs Aussagen, drei Buben seien umgebracht worden, wurden unter anderem die Wohnungen des früheren Armeechefs Edwin Bramall und des früheren EU-Kommissars Leon Brittan durchsucht.

Keine Beweise gefunden

Die Polizei stand damals unter großem Ermittlungsdruck, weil Beechs Anschuldigungen von der Presse aufgegriffen wurden - und erst nach dem Tod des einstigen Star-Moderators Jimmy Savile 2011 bekannt wurde, dass dieser über etwa 40 Jahre hinweg hunderte Kinder und Erwachsene missbraucht hatte. Doch bei den Ermittlungen zu den Anschuldigungen Beechs, die Kosten von umgerechnet 2,2 Millionen Euro verursachten, fand die Polizei keine Beweise und stellte die Ermittlungen 2016 ein.

Richter Goss sagte zum Angeklagten, er sei "intelligent, begabt, manipulativ und verschlagen", er habe Menschen "von höchster Unbescholtenheit böse Taten nachgesagt". Beech hatte unter anderem ausgesagt, er habe mit angesehen, wie einer der drei Buben erwürgt worden sei. Der frühere Mitarbeiter einer Hilfsorganisation und Pfleger legte im Jänner ein Geständnis ab, nach dem er selbst im Besitz pädophiler Bilder war und heimlich einen Jugendlichen gefilmt hatte. Staatsanwalt Tony Badenoch warf ihm vor, er empfinde "Lust beim Betrachten von Bildern missbrauchter Buben" und suche "Aufmerksamkeit und Berühmtheit".

Kommentare (1)

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mEmeinesErachtens
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Sorry,

aber ich sehe nur ein angemessenes Strafausmaß für derartige Verleumdungen.
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Auch im Internet wären langsam für Lügen u.a. Verleumdungen "Rufmord" ein höhers Strafausmass wie bis dato angebracht.

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