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Franky Zapata ''Fliegender Mann'' scheiterte bei Flug über den Ärmelkanal

Der Franzose Franky Zapata wollte mit seinem Flyboard Air Geschichte schreiben. Er scheiterte jedoch.

Zapata nach seinem Start © (c) APA/AFP/DENIS CHARLET
 

"Raketenmann" Franky Zapata ist bei seinem Versuch gescheitert, mit einer Turbo-Plattform den Ärmelkanal zu überqueren. Der 40-Jährige sei beim Auftanken ins Wasser gestürzt, berichteten französische Medien am Donnerstag. Die zuständige französische Meerespräfektur bestätigte via Twitter, dass Zapata an Bord des Schiffes "L'Abeille Languedoc" gelangte und bei "guter Gesundheit" sei.

Zapata war vom nordfranzösischen Sangatte aus zu seinem Flug über den Ärmelkanal aufgebrochen. Er wollte auf seinem "Flyboard" die Strecke von rund 35 Kilometern bis zum britischen Küstenort St. Margaret's Bay zurücklegen.

"Das ist eine riesige Enttäuschung", sagte Zapatas Teamkollege Stephane Denis dem TV-Sender BFMTV. Er sei überzeugt, dass Zapata einen neuen Versuch starten werde. Mit Blick auf das Auftankmanöver auf hoher See sagte der Teamkollege: "Es gab genug Wellen, um das Boot in Bewegung zu bringen."

"Franky geht es gut. Ich habe ihn am Telefon gehabt", zitierte die Nachrichtenagentur AFP Zapatas Ehefrau Krystel. Zapata sei sehr enttäuscht, aber lasse sich nicht von einem Misserfolg abhalten.

 

Zapata hatte vor dem Flug angekündigt, dass er unterwegs seine Turbo-Plattform einmal auftanken müsse - nach Berichten etwa 18 Kilometer von der französischen Küste entfernt. Er werde mit einer Geschwindigkeit von 140 Kilometern pro Stunde auf einer Höhe von 15 bis 20 Metern unterwegs sein - so lautete eine weitere Ankündigung. Zapata hat eigenen Angaben nach die fliegende Plattform erfunden.

Über den Wolken: Mit dem Flyboard

Er hat bei der Pariser Militärparade am 14. Juli für Verblüffung gesorgt, nun will der französische Jetski-Weltmeister, Franky Zapata, als erster "fliegender Mann" am Donnerstag den Ärmelkanal überqueren.

(c) APA/AFP/DENIS CHARLET (DENIS CHARLET)

Möglich machen soll dies seine Erfindung Flyboard Air - eine düsengetriebene Plattform, auf der Zapata Richtung Großbritannien fliegen will.

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Den Rekordversuch nennt Zapata eine der "größten sportlichen Herausforderungen" seines Lebens.

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Angetrieben wird es durch fünf Miniatur-Düsentriebwerke. Bis zu 140 Stundenkilometer schnell erreicht es eine Höhe von 150 Metern und kann eine Nutzlast von 100 Kilogramm tragen. Das Kerosin trägt Zapata in einem Rucksack bei sich.

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Mit seiner Erfindung hat Zapata bereits am französischen Nationalfeiertag am 14. Juli die Zuschauer verblüfft: Er flog eine Runde über den Pariser Champs-Elysées - vor den Augen von Kanzlerin Angela Merkel und anderen Staats- und Regierungschefs.

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Zapatas geplanter Rekordflug über den Ärmelkanal stößt aber nicht überall auf Begeisterung.

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Anfang Juli hat die zuständige französische Meerespräfektur eine "negative Stellungnahme" abgegeben.

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Sie wies auf die "Gefährlichkeit" der Seezone hin, die mit Hunderten Frachtschiffen und Fähren pro Tag eine der meist befahrenen der Welt ist.

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Zapata hat mit Empörung reagiert: "Man lässt mich in 30 Metern Höhe über den Präsidenten fliegen und ich soll nicht in der Lage sein, einem Boot auszuweichen? Das ist doch absurd!", sagte er dem Fernsehsender BFM-TV.

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Zwar kommt die Behörden-Warnung keinem Verbot gleich, aber sie hat die Aufgabe für Zapata "komplexer" gemacht, wie er sagt. Denn seine Erfindung hat einen Haken.

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Bisher kann das Flyboard nur rund zehn Minuten fliegen, dann ist das Flugbenzin aufgebraucht. Deshalb muss Zapata etwa auf halber Strecke nachtanken.

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Dies kann er wegen der Einwände der französischen Präfektur nur über englischen Gewässern. Wie genau das Tanken vor sich gehen soll - ob in der Luft oder auf einem Schiff - bleibt vorerst Zapatas Geheimnis.

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Die französische Seepräfektur hatte sich aufgrund von Sicherheitsbedenken zuerst gegen das Projekt des 40-Jährigen ausgesprochen. Schließlich ließ sie sich doch überzeugen.

Mit seinem Flug über den Ärmelkanal wollte der aus Marseille stammende Zapata seinem Idol Louis Bleriot nacheifern. Dieser überquerte auf den Tag genau vor 110 Jahren als erster Mensch den Ärmelkanal in einem Flugzeug.

Der professionelle Jetski-Pilot hatte bereits bei den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag am 14. Juli in Paris viel Aufsehen erregt. Er hob mit Gewehr und großem Getöse unweit der Ehrentribüne ab, wo Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel saßen. Er drehte dann eine große Runde über der Place de la Concorde im Herzen der französischen Hauptstadt. Eine größere Debatte über mögliche Sicherheitsrisiken bei diesem Rundflug hatte es nicht gegeben.

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