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GriechenlandUnwetter-Chaos: Sechs Tote in zehn Minuten

Das heftige Unwetter folgte einer Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius. In der Region der Chalkidiki verbringen zurzeit Zehntausende überwiegend aus osteuropäischen Staaten stammende Touristen ihren Urlaub.

Zerstörter Strand in Chalkidiki
Zerstörter Strand in Chalkidiki © (c) APA/AFP/SAKIS MITROLIDIS (SAKIS MITROLIDIS)
 

Das Unwetter dauerte nur zehn Minuten, aber die Bilanz war verheerend: In der griechischen Ferienregion Chalkidiki sind in der Nacht zum Donnerstag sechs Touristen ums Leben gekommen, ein griechischer Fischer wird vermisst. Rund 60 Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr verletzt, einige von ihnen schwer. Dort wo der Sturm wütete, sind Strom- und Wasserversorgung ausgefallen.

Verheerende zehn Minuten

An der Küste des Ortes Sozopoli wurde der Camper eines tschechischen Ehepaares über den Strand geschleudert; der Mann war sofort tot, die Frau starb auf dem Weg ins Krankenhaus, berichteten griechische Medien am Donnerstagmorgen. Fotos von der Unglücksstelle zeigen ein Bild der Verwüstung - der zertrümmerte Wohnwagen liegt auf dem Dach, Kleider, Kochutensilien, Lebensmittel, ein Großteil der Ausstattung des Paares liegt auf vielen Quadratmetern verteilt im Sand.

Weiter östlich im Ort Nea Plagia kamen eine rumänische Touristin und ihr Sohn ums Leben, als das Vordach einer Taverne einbrach. Der etwa sieben- oder achtjährige Bub sei von einer Sturmböe erfasst und gegen die Fensterscheibe des Restaurants geworfen worden, berichteten Augenzeugen. Die Menschen hatten unter dem Tavernendach Schutz gesucht; Bilder des nordgriechischen Nachrichtenportals thestival.gr zeigen mit Überschwemmungen, eingestürzten Dächern und umgeknickten Bäumen das Ausmaß der Katastrophe im gesamten Ort.

Unwetter in Chalkidiki

Unwetter in Chalkidiki

Nur 20 Kilometer weiter südöstlich, im Ort Nea Potidea am sogenannten ersten Finger der Halbinsel Chalkidiki, kamen ein russischer Tourist und sein zweijähriger Sohn ums Leben, als ein Baum umstürzte. Das Dorf sieht aus, als habe es ein schweres Erdbeben gegeben.

Augenzeugen und Anrainer stimmen überein, dass sie Vergleichbares noch nie erlebt haben. Griechische Meteorologen sprechen von zwei Wirbelstürmen, die über die Region hinweg fegten. "Wir wussten, dass es einen schweren Sturm geben würde, und es gab auch entsprechende Warnmeldungen; aber wir konnten nicht vorhersagen, wo genau das Unwetter zuschlägt", sagte Efthymios Lekkas, Chef des griechischen Katastrophenschutzes, am Donnerstagmorgen dem Radiosender Thema104,6.

Unwetter in Nordgriechenland: Hagelstürme nach Hitzewelle

Teile von Nordgriechenland wurden von schweren Unwetter verwüstet.

(c) APA/AFP/SAKIS MITROLIDIS (SAKIS MITROLIDIS)

Betroffen war vor allem die bei Feriengästen beliebte Halbinsel Chalkidiki.

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Sechs Menschen, allesamt Touristen, starben. Nach Behördenangaben wurden zudem mehr als 60 Menschen verletzt.

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Die Feuerwehr musste mehr als 500 Mal ausrücken, um Menschen in Not zu helfen.

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Mindestens 140 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Regierung rief den Notstand für die Region aus.

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Das heftige Unwetter folgte einer Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius.

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Ein umstürzender Baum erschlug zudem einen Russen und dessen zweijährigen Sohn.

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Eine Frau aus Rumänien und ihre Tochter wurden den Angaben zufolge vom abgerissenen Dach einer Taverne erschlagen worden.

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Ein Mann aus Tschechien wiederum starb in seinem Wohnmobil, das von Sturmböen erfasst wurde und sich mehrfach überschlug - auch seine Frau starb.

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"Ich habe so starke Winde noch nie erlebt", sagte der Chef des Zivilschutzes, Charalambos Stergiadis.

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"Wir haben sechs Menschen, die ums Leben gekommen sind. Mehr als 60 Menschen wurden durch Stühle, Ziegelsteine, Mülltonnen und andere Gegenstände verletzt, die durch die Gegend flogen", sagte der Chef des Gesundheitszentrums der Kleinstadt Moudania, Athanassios Kaltsas.

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Die Stürme richteten außerdem enorme Sachschäden an.

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In der Region der Chalkidiki verbringen zurzeit Zehntausende überwiegend aus osteuropäischen Staaten stammende Touristen ihren Urlaub.

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Das Phänomen sei selten, aber bekannt, und entwickle sich nur in der Nähe des Meeres, erklärte Lekkas: Bis in den späten Abend habe große Hitze mit bis zu 40 Grad geherrscht. Die hohen Temperaturen ließen große Mengen Meerwasser verdampfen, so dass sich die Wirbelstürme zusammenbrauten. Wo genau diese sich entladen, ist nach Lekkas Angaben jedoch kaum vorherzusagen. Auch andere Fachleute bestätigen, dass dieses extreme Phänomen nicht vorhersehbar gewesen sei.

Regentropfen wie Steine

"Als die Regentropfen mich am Rücken trafen, dachte ich, es wären Steine, so stark war der Wind", sagte ein Anrainer dem griechischen TV-Sender Skai. Autos, Mülltonnen, Motorräder Tische, Stühle, Markisen, Sonnenschirme, alles sei durch die Luft gewirbelt worden. Mancherorts rissen Balkongeländer ab und fielen auf Stromleitungen; manche Strommasten knickten einfach so um - die betroffene Region ist seither ohne Elektrizität und auch ohne Wasser.

Das Innenministerium der gerade erst ins Amt gewählten konservativen Regierung versprach sofortige Hilfe. Erst im letzten Sommer war Griechenland von einer Feuerkatastrophe in der Nähe von Athen heimgesucht worden, bei der mehr als 100 Menschen ums Leben kamen. Bis heute ist das Land mit der Aufarbeitung beschäftigt.

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Danke für Ihr Verständnis.

brosinor
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Nur keine Panik!

Solche Ereignisse hat es iiiiiiimmer schon gegeben!
Die Klimawandel-Story ist reine Erfindung!
Die Opfer hätten eben besser aufpassen sollen!

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pppp54
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ich nehme an,

das war ironisch gemeint...?

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UVermutung
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Panik ist vielleicht nicht so gscheit...

...Aber energisches gegensteuern ...
Der Klimawandel ist eine wissenschaftlich gut abgesicherte Gewissheit.
Es gibt eindeutige Messdaten (z.B. co2 Konzentration während der letzten 1mio Jahre aus polareis-kernbohrungen und die Verdoppelung der konzentration während der letzten 200 jahre),...
es gibt phys. Modelle die den aktuellen Status und die Prognose wissenschaftlich fundiert abbilden.
Es gibt genügend Informationsmaterial um sich umfassend zu informieren.
Nur noch Ignoranten leugnen den Klimawandel.

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dieblauegefahr
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Panik ist wirklich nicht so gescheit

da gebe ich ihnen vollkommen recht, wenn man bedenkt, dass die Erde fast 80% ihres Daseins voellig eisfrei war.

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thinkablecrowd
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da war die Erde 80% eisfrei...

...aber 99,98% Menschenfrei :-) und 99% frei von allem anderen was irgendwie eine lebenfreundliche Umgebung braucht

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mapem
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Ja eh, UV ...

aber bisweilen sind Postings auch ironisch - siehe oben ...

Wäre sowas ernst gemeint, wär´s ein Tweet vom Trumpel ... ;-)

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UVermutung
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@mapem, brosinor

Uuuups....Jetzt wo du mich aufmerksam gemacht hast, sehe ich die Ironie natürlich. Tschuldige brosinor

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